Lesebericht und Nachgefragt: Michael Wildenhain, »Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz«

In einer neuen Reihe von Klett-Cotta ist 2024 der Band von Michael Wildenhain, »Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz«, erschienen.

Inmitten des unendlichen Stroms so vieler Artikel überall in den Medien, die das jüngste Aufblühen der Künstlichen Intelligenz rühmen und wahre Wunderdinge voraussagen, ist es wohltuend, dass Michael Wildenhain uns zunächst mit Goethes Homunculus und Mary Shelleys Frankenstein an das Verhältnis von menschlicher zu künstlicher Intelligenz erinnert.

Wir wissen gar nicht genau bis in die letzten Details, wie das menschliche Gehirn funktioniert, aber die Anhänger der KI geben vor, es bald nachbauen zu können. Schon lassen sich Studierende ihre Seminar- und Abschlussarbeiten mit der sogenannten KI („ein > Oxymoron“ Éric Sadin) schreiben und generieren Bibliographien, die oft auf Halluzinationen der KI beruhen.

Der große Vorzug dieser knappen, präzisen und gelungenen Darstellung von Wildenhain ist die Erinnerung an die Geschichte der KI-Entwicklung im 20. Jahrhundert, zu der die ungeheure Zunahme der Rechenleistung, der Speicherkapazitäten und damit die immer größere Zahl von Texten gehören, mit denen ChatGPT trainiert werden kann. Man kann es aber drehen und wenden, wie man will, die „Entwicklung einer starken KI steht hingegen nach wie vor aus.“ (S. 25). Mit anderen Worten, ChatGPT kann viel, aber nur das, was man ihm in Form von Inhalten und Algorithmen gesagt hat, wie man es trainiert hat, der Rest wird dazu halluziniert. Emotionen sind für diese „KI“ ein Fremdwort.

Punktuelle Erfolge wie Siege im Schachspiel sind eher nach Hubert L. Dreyfus eine Frage der Rechenleistung und der Algorithmen denn des in der KI nicht vorhandenen Intellekts. (vgl. S. 37) Das gilt auch für „Situationen“ und ganz allgemein den Kontexten, die die „KI“ nicht erfassen kann. Sie versteht ihre Programmierung, ihre Algorithmen, soweit ihr gesagt wird, was das ist und wie sie sie einsetzen soll. (vgl. S. 49 f.)

Der Vergleich zwischen Gehirn und Maschine ist besonders erhellend: „Das Gehirn ist hingegen kein logisch-kausales System.“ (S. 55) Es ist schlicht nicht geeignet, in 0 und 1 übersetzt zu werden. Es gibt im Gehirn keinen Prozess, der einem Digitalcomputer äquivalent wäre. (vgl. S. 55) Ganz abgesehen davon, dass wir über das Zusammenspiel von Neuronen und Arealen im Gehirn noch gar nichts wissen. (vgl. S. 56)

Dieter Mersch,
Kann KI Kunst? Eine ästhetische Kritik
Köln: Herbert von Halem Verlag, 2025
ISBN 978-3-86962-709-0

Ohne Zweifel haben alle von Wildenhain zitierten Wissenschaftler Bedeutendes geleistet und dennoch erscheint es so, als wenn heute die Begeisterung über die KI und ChatGPT deren Grenzen ganz einfach ignoriert und die Aspekte, die in der Forschung kritisch betrachtet wurden, verschwiegen werden. Heute stellt man die Frage, ob die neue KI mit ChatGPT auch gefährlich werden könne? Wildenhain unterstreicht in einer Antwort einen bisher wenig beachteten Aspekt, der sich aber logisch aus der bisher eher vorbehaltlosen Begeisterung über die Perspektiven von ChatGPT ergibt: “… eine KI (oder Software) wird zur Agentin einer sich umgreifenden Abstumpfung der Menschheit, die sich durch den zunehmenden Rückzug aus der Wirklichkeit und den realen sozialen Beziehungen mit großer Wahrscheinlichkeit ergeben wird.“ (S. 73)

ChatGPT habe kein Faktenwissen (vgl. S. 75): „Sie (i.e. die Maschine) lebt, anders als der Mensch, nicht in der Welt.“ (S. 78) Ihre Reproduktionen orientieren sich nur an Vorhandenem, sie kann nur mit mutmaßlichen Folgewörtern arbeiten, aber nicht mit einer Imagination: „Von der KI zu sprechen ist, alles in allem, unsinnig.“ (S. 77) So wie es mit 1 und 0 jongliert hat das „kaum etwas mit den Spielarten von Intention zu tun, die der Mensch im Verlauf der Evolution ausgebildet hat …“ (S. 78)

Wenn die Studentin sich für ein Stipendium bewirbt und ihrem Antrag eine Bibliographie beifügt, kann sie froh sein, wenn der Dozent stutzig wird und sie nach der Quelle der bibliographischen Angaben fragt. Ja, sie habe bei ChatGPT nachgefragt, gibt die Studentin zu. Und wenn der Dozent ihr dann den Begriff Halluzination erklärt, wird die Studentin verstanden haben, dass sie den Antrag nicht einzureichen braucht. Ebenso verhält es sich mit den vielen Texten, die Studierende sich von der KI erstellen lassen. Die Verwendung von Gemeinplätzen, falschen Einschätzungen, fehlende oder falsche Literaturangaben müssten ihre Dozierenden misstrauisch machen.

Es ist klar, dass ChatGPT von Imagination, Emotionen und Faktenwissen nichts sagen will und hingegen die große Menge seiner Informationen hervorhebt und dabei den Unterschied zwischen Informationen und Wissen geflissentlich übergeht. Aber in der Zusammenfassung erscheinen dann doch plötzlich „komplexe kreative Aufgaben, emotionale Intelligenz, soziale Interaktionen“. Dozierende werden merken, dass die Zusammenfassung etwas nennt, was in der Herleitung der Argumente nicht genannt wird. Also das wird bitte noch einmal überarbeitet:

Prompt: „Wieso ist ChatgGPT dem menschlichen Gehirn so weit überlegen?“

ChatGPT: „Die Überlegenheit von ChatGPT gegenüber dem menschlichen Gehirn ist ein komplexes Thema und kann nicht einfach auf eine einzige Erklärung reduziert werden. Hier sind einige Gründe, warum ChatGPT in bestimmten Bereichen als überlegen angesehen werden kann:

Speicher- und Verarbeitungskapazität: ChatGPT verfügt über eine enorme Speicher- und Verarbeitungskapazität, die es ihm ermöglicht, große Mengen an Informationen zu verarbeiten und auf sie zuzugreifen. Im Gegensatz dazu hat das menschliche Gehirn zwar eine beeindruckende Verarbeitungsgeschwindigkeit, aber es hat begrenztere Speicherfähigkeiten und kann nicht auf die riesigen Datenmengen zugreifen, die ChatGPT kann.

Zugriff auf Informationen: ChatGPT kann auf eine breite Palette von Informationen zugreifen, die im Internet verfügbar sind, sowie auf das Wissen, das ihm während seines Trainings vermittelt wurde. Das menschliche Gehirn hat zwar die Fähigkeit, neues Wissen zu erlernen und zu speichern, aber es ist begrenzt durch die Zeit und die begrenzten Erfahrungen eines einzelnen Menschen.

Konsistenz und Präzision: ChatGPT kann Aufgaben mit hoher Konsistenz und Präzision ausführen, ohne von Müdigkeit oder anderen menschlichen Einschränkungen beeinträchtigt zu werden. Menschen können dazu neigen, Fehler zu machen oder ungenau zu sein, insbesondere bei langwierigen oder wiederholten Aufgaben.
Anpassungsfähigkeit und Lernfähigkeit: ChatGPT kann kontinuierlich aus neuen Daten und Erfahrungen lernen und seine Leistung verbessern, während das menschliche Gehirn möglicherweise nicht so schnell lernen kann oder möglicherweise in bestimmten Bereichen weniger anpassungsfähig ist.

Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass das menschliche Gehirn weiterhin in vielen Bereichen überlegen ist, insbesondere in Bezug auf komplexe kreative Aufgaben, emotionale Intelligenz, soziale Interaktionen und viele andere Aspekte des menschlichen Lebens. ChatGPT und ähnliche KI-Systeme sind leistungsfähige Werkzeuge, aber sie sind nicht in der Lage, die Fülle der Fähigkeiten und Eigenschaften des menschlichen Gehirns zu replizieren.“

Mit diesem Band erläutert Michael Wildenhain die historische Dimension um die KI, die in der aktuellen Diskussion kaum zur Sprache kommt. Auf diese Weise eröffnet er auch die Perspektive auf den Unterschied zwischen einer „schwachen KI“ und einer „starken KI“, deren jeweilige Vertreter sehr wohl um ihre Defizite wissen. Trotz aller Aufbruchstimmung gibt es immer noch zu viele ungelöste Probleme. Wieso bedienen sich die Hersteller dieser KI-Programme so ungestört an Inhalten aller Art? Natürlich wissen die Autorinnen und Autoren aller Webinhalte, dass, was einmal dem Web anvertraut wurde, als verloren gilt und zudem versuchen die Anbieter von KI mit immer neuen Bezahlmodellen aus ihren Angeboten Profit zu erhalten. Kein Wunder, dass jede Einmischung, die an den Leistungen der „KI“ zweifelt, nicht willkommen ist. Aber es bleibt dabei, nicht die Halluzinationen und Fehler der KI sind ihr größtes Manko, es ist die von Wildenhain angeführte „Abstumpfung der Menschheit, die sich durch den zunehmenden Rückzug aus der Wirklichkeit“ (S. 73) äußert, die das eigentliche Problem darstellt.

Michael Wildenhain
Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz
Stuttgart: Cotta 2024
ISBN: 978-3-7681-9824-0

Rezension: Rainer Mühlhoff, Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus

Es kann doch gar nicht ausbleiben, dass das permanente Befragen von ChatTGPT zu allen Lebenslagen, das blinde Vertrauen, den Ergebnissen und Meinungen der KI meist völlig ungeprüft zu folgen, Konsequenzen für das soziale und vor allem politische Zusammenleben haben wird. Mühlhoff überrascht nicht, wenn er die Tendenzen der Alt-Right-Bewegungen mit den Heilsversprechen der KI in Verbindung bringt und daraus die Tendenz und die Gefahr von faschistoiden Entwicklungen ableitet. Die KI soll ja wohl intelligent sein und ihre Halluzinationen werden als Kinderkrankheiten abgetan, die nächste Version werde viel besser werden, bekommen die Kritiker zu hören. Die Anhänger der KI gewöhnen sich daran oder übersehen geflissentlich, dass die KI ihre Ergebnisse statistisch ermittelt und überhaupt nicht wissenschaftlich begründen kann, geschweige denn etwas mit dem Begriff „Wahrheit“ anfangen kann. Man sagt dann, sie lerne dazu und meint, sie vergrößere den Umfang ihrer Trainingsdaten.

Das von vielen so grenzenlos gewährte Vertrauen in die Resultate der sogenannten künstlichen Intelligenz hat Rainer Mühlhoff in einem Band der Reclam-Reihe „Was bedeutet das alles?“ unter dem Titel Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus untersucht. Seine These : „…dass das faschistoide Potential von Alt-Right-Politik aus ihrer Synergie mit elitistischen Tech-Ieologien erwächst.“ (S. 11) „Alt-Right“ (Alternative Right) steht für eine politische Bewegung, die ungefähr ab 2010 in den USA entstand. Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit die Kritik am Multikulturalismus sind ihre Kennzeichen.

Mühlhoff erinnert an Elon Musk und seine Behörde „Department of Governement Efficiency“ DODGE und den Einsatz der KI, um die Aktivitäten der Bundesbehörden zu evaluieren. Jegliche  Hinweise wie Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion mussten getilgt werden. Das Pentagon löschte Zehntausende Fotos, die Frauen oder People of Colour im Militärdienst zeigten. Dieser neue Faschismus entspreche nicht exakt dem von Benito Mussolini, aber die Kräfte, die ihn antreiben, sollten früh erkannt werden. (Vgl. S. 9 f.) Mühlhoff fasst die Kennzeichen dieser Gefahren präzise zusammen: „1. Antidemokratisches Wirken“ besonders in der „zynischen und nihilistischen Variante, die Trump vertritt“, „2. Gewaltbereitschaft“ auch mit Worten und „breite Massen mit zynische[n] Narrativen zu täuschen, Ressentiments anzustacheln“, „3. Technologie als Machtinstrument“ gepaart mit einem „Solutionismus“ der sich im Glauben an die Überlegenheit von Technologie [zeigt], um gesellschaftliche Probleme zu lösen“. (S. 14, S. auch S. 114 ff. und bes. S. 118 ff)

Es folgt im ersten Kapitel eine sehr lesenswerte und präzise Einführung in die Geschichte der Künstlichen Intelligenz, die man kennen sollte, um den Stand und die Perspektiven der heutigen KI einschätzen zu können. In diesem Zusammenhang unterscheidet Mühlhoff die auf festen Regeln beruhende symbolische und subsymbolische KI oder Konnektionismus, die mit künstlichen neuronalen Netzen arbeitet, denen es gelingt Muster aufzufinden und so Aufgaben zu lösen. Wirklich Neues kann auch diese KI nicht herstellen, in einenm gewisse Sinne,arbeitet auch diese KI mit „Wortnachbarwahrscheinlichkeiten„. Die Macht der KI, so Mühlhoff“ ruht auf den beeindruckenden Datenmengen, die sie kennt… und was ruht in den Bibliotheken und Archiven? > Sartre und Dürer.

Nicht nur soziale Netzwerke auch die KI jeder Art, die sich natürlich auch aus den Daten der sozialen Netzwerke speist, kann ein perfektes Überwachungsinstrument werden, wie die Nazis es schon mit IBM-Lochkarten aufgebaut haben. Lehnen politische Gruppierungen staatliche Regelungen für die KI ab, sollte man hellhörig werden und auf autoritäre oder gar faschistische Anzeichen achten.

Mühlhoff widmet das 2. Kapitel der „Präemption“, das ist die Vorwegnahme und beschreibt , wie in einem Arbeitsamt Einzelfallentscheidungen nach bewährter Art und globale Entscheidungen mit der KI getroffen, wo bei falsche Entscheidungen in Kauf genommen werden. Mit anderen Worten, es geht um die „pobalistische(…) Wissenskultur (S. 48 ff.).

Der „KI-Hype im öffentlichen Diskurs“ (S. 50 ff) führt einige Belege an, mit denen das unerschütterliche Vertrauen in die Zukunft der KI belegt werden soll: „Artificial General Intelligence“ AGI heißt das Versprechen, mit dem die Investitionen in die KI aufgestockt werden sollen.

Das 4. Kapitel lässt die „Ideologien hinter dem KI-Hype“ Revue passieren. der „Transhumanismus“, die Verbesserbarkeit des Menschen durch technische Lösungen ist eine von ihnen, wozu auch der Extropinarismus und der Singularitarianismus gehören. Wenn es um Erbkrankheiten geht wird die Eugenik 2.0 genannt, die aber ihre zweifelhaften Ursprünge nicht verbergen kann. Es gibt auch den „Effektiven Altruismus“. der die Einführung von „erkenntnistheoretischen Prinzipien der Rationalisten auf moralisches handeln beschreibt“ (S. 84)

H. Wittmann, Lesebericht:

Antonio Scurati
> Faschismus und Populismus
Stuttgart: Klett-Cotta 2024

Gefahren gehen von drei weiteren Bewegungen aus wie der „Cyberliberatirismus“, „Troll– und Manisphère-Subkulturen“, in denen u.a. rassistische Ressentiments vermittelt werden und auch Dark Enlightenment, das der Autor „als faschistoide Radikalisierung technopolitischer Ideologien“ (S. 95 f.) deutet.

Im letzten Kapitel wiederholt Mühlhoff seine These: „Unsere rechtsstaatlichen Demokratien sind speziell durch das Zusammenspiel vom Tech-Ideologien und ultrarechten Kräften in Gefahr.“ (S. 115) Mühlhoffs Vorwurf wiegt schwer und ist dennoch passend. Die neue und alternative Rechte von der AfD bis Trump halten keine Position innerhalb des demokratischen politischen Spektrums, das von „links“ nach „rechts“ verläuft“ (S. 141) Der Autor wirft ihnen vor, auf einer völlig anderen Ebene zu operieren… schon aus diesem Grund ist eine Zusammenarbeit mit ihnen kaum möglich, weil sie nicht nur moralisch auch politisch zum Scheitern verurteilt sei. Den Vorschlag Mühlhoffs, über KI-Technologie und die Digitalisierung anders zu sprechen, also nicht verbunden mit dem ständigen Heilsversprechen, sollte man erst nehmen. Es geht dabei um die Versprechungen der KI, die auf „Eugenik, Rassismus, Hierarchisierungen von Menschen“ beruhen. Die so gelobten Zukunftsaussichten der KI verlangten „Deregulierung und großzügige Finanzierung“ (S. 145). Die heutigen Auswirkungen der KI fasst der Autor so zusammen: „soziale Ungleichheit, Manipulierbarkeit, Ausbeutung von Menschen und natürlichen Ressourcen, Erosion der Privatsphäre, Erosion der demokratischen Öffentlichkeiten, massive Akkumulation von Macht und Kapital bei wenigen Akteuren“ (S. 146) und er setzt sich für eine Verstärkung der staatlichen Regulierung der KI ein.

> www.rainermuehlhoff.de

Rainer Mühlhoff,
Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus
Ditzingen: Reclam 9/2025

Rezension: Dieter Mersch, Kann KI Kunst? Eine ästhetische Kritik

In Zeiten, wo alle Welt wie besessen das neue Zeitalter der sogenannten Künstlichen Intelligenz lobt, das im November 2022 mit dem Erscheinen von ChatGPT begonnen hat, legt Dieter Mersch mit dem Band Kann KI Kunst? Eine ästhetische Kritik einen wichtigen Beitrag vor, der wohlbegründet die Grenzen der so gelobten KI aufzeigt.

Wahre Wunderdinge werden den KI-Anwendungen jeder Art zugesprochen, schon gibt es KI-generierte Inhalte, die den Grundsatz, ein Text hat einen Autor, sprengen. Immer neue KI-Bild- und Videogeneratoren tauchen auf, und sogar im Bereich der Kunst wird der KI die Herstellung von Kunstwerken zugetraut… oder sie wird uns als Betrachter zugemutet.

Die Begeisterung der KI-Adepten kennt kaum noch Grenzen. Man muss schon zugeben, dass manche Ergebnisse der KI verblüffend sind. Schaut man genauer hin, merkt man bald, dass uns dort mehr Schein als Sein präsentiert wird: > ChatGPT: Résume L’étranger d’Albert Camus.

Dieter Mersch hat KI-Kunst aus dem Computer in Galerien und Ausstellungen in renommierten Museen wie dem MOMA oder der Guggenheim-Foundation beobachtet und bewertet. Natürlich fragt man sich, ist das Kunst oder kann das Kunst sein, wenn als Schöpfer eine KI dahintersteht… auch wenn ein Mensch viele Prompts(1) eingeben muss, um die Maschine dazuzubringen, Kunst herzustellen?

Es sind Wortnachbarwahrscheinlichkeiten, die die KI statistisch ausrechnet und sich dabei eines sehr großen Wortkorpus bedient, um Strukturen auswerten, übernehmen und ausgeben zu können. Eigene Intelligenz wird es nicht geben, zumal wenn die Trennung von einem Wortkorpus dazu führt, dass das System seine Grundlagen verliert.

In der Untersuchung von Dieter Mersch geht es um die Frage, ob KI Kunst kann? Richtigerweise hängt die Frage auch vom Kunstbegriff ab, der hinter einer solchen Frage steht. Da Mersch diese Frage erst im dritten Teil seines Bandes en détail klärt, gibt er zuerst der KI alle Chancen, ihr Können zu beweisen, zählt ihre Ansprüche auf, erläutert ihre Versprechen und prüft die Ergebnisse. Das Ergebnis könnte die Adepten der KI desillusionieren: Die KI ist sehr schnell, liefert zu bestimmten Prompts erstaunliche Ergebnisse, kann möglicherweise Arbeitsgänge verkürzen, kann nur mit Modellen mathematisch (mehr oder weniger) exakt rechnen, ist aber nicht intelligent. Was mathematische nicht modellierbar ist, bleibt außer ihrer Reichweite oder führt sie bestenfalls dazu, zu halluzinieren: > Kann man ChatGPT für wissenschaftliches Arbeiten nutzen? – www.france-blog.info, 22. April 2023.

Dieter Mersch erläutert in seinem Band in den ersten fünf Abschnitten auf systematische Weise die Grundlagen der KI, wie sie konzipiert wurde, wie sie arbeitet und wie ihre Ergebnisse beurteilt werden können. Im zweiten Kapitel „Formalisierung von Kreativität. Zur Mathematisierung des Ästhetischen“ geht es um die für die KI notwendigen Modellbildungen, ihre Grenzen und ihre „Fehlschlüsse“ (S. 46 ff.): Wenn Computer so tun, als würden sie etwas erkennen können „handelt es sich durchweg um Messungen und Geometrien…“ „Der Mangel an Bedeutung wird demgegenüber durch Big Data und Wahrscheinlichkeitsfunktionen kompensiert, die aus wenigen Parametern komplexe Schlussfolgerungen ziehen, die >so aussehen<, als ergäben sie Sinn.“ (S. 49) Mit anderen Worten, kann ein Computer jemals mehr machen, als das was man ihm an Daten, Algorithmen und Parametern gibt?

Beim Stand der Dinge und nach der Lektüre des Bandes von Dieter Mersch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Erfolg der KI daher rührt, dass es nur die Begeisterung und die Überzeugungen ihrer Adepten sind, die den Erfolg der KI sichert, denn „Ihr (i.e. Computerisierung, H.W.) ontologisches Prinzip ist das >Als ob<, der Schein.“ (S. 50) Damit ist nichts anderes gemeint, als als das ständige Vorgaukeln der KI-Systeme, es handle sich um ein intelligente Maschinen. Ihre Adepten verlernen, zwischen Realität und Virtualität zu unterscheiden: Vgl. S. 50. Das ist keine umständliche Beschreibung, sondern eine präzise Zusammenfassung: „… Modelle als mögliche Welten, existieren nicht; sie bilden Abstrakte in den Grenzen mathematischer Widerspruchsfreiheit. Was sie bezwecken, sind Simulakra im Kontext solcher Beschränkungen.“ (S. 55) KI-Modelle schießen über das Ziel hinaus, sie halluzinieren: „2.5. Simulativität, Hypermimesis und andere überschießende Phantasmen.“ (S. 56 ff)

Im 3. Kapitel geht es um die „>Kritik algorithmischer Rationalität<: Eine synoptische Skizze“. Merschs Ansatz ist völlig berechtigt und weist auf ein grundlegendes Problem hin: Er fragt, soll man, „… weil die eigentliche Gefahr Künstlicher Intelligenzen in ihrer Überschätzung und der Bereitwilligkeit liegt, das, was uns ausmacht, die Humanität des Humanismus, an sie abzutreten?“ (S. 68) Die Modellbildung der KI stößt an Grenzen: denn es gibt sehr wohl eine „Nicht-Formalisierbrkeit im Formalisierbaren“ (S. 77) Die Verfechter der KI unterstreichen oft die Fähigkeit der KI zu lernen… ohne zu beachten, dass dieses Lernen sich immer auf das „mathematisch Darstellbare beschränkt“. (S. 81)

Im 4. Kapitel  „Kunst aus dem Computer: Zur Vorgeschichte maschineller Ästhetiken“ gibt Mersch der KI noch eine Chance, stößt aber vor allem auf den „Zufall“, der ästhetisch gesehen, nicht recht weiterführt: Mersch erwähnt die „Einheit von Kunst und Leben“, die dem Avantgardismus zugeschrieben wurde: „In ihr fand die Etablierung des Zufalls-Prinzips ihre durchschlagendste Manifestation: Weder meint sie die Ästhetisierung des Lebens noch die Überführung von Kunst in den Alltag, sondern eine Indifferenz von Ethik und Ästhetik, wie sie nur die >Askese< des Zufalls, die Konzentration auf das, was gerade jeweils geschieht und anerkannt werden muss, zu realisieren vermag.“ (S. 125 f.) Intuition, Imagination, Einfälle, Intelligenz? Fehlanzeige.

Das 5. Kapitel erläutert die „Entwicklung und Arbeitsweise Künstlicher-Intelligenz-Systeme“: Große Datenmengen, Muster erkennen, auslesen, neue Zusammensetzungen erzeugen, (vgl. S. 132) und es gibt Grenzen: „Die Sprache der Zeichen ist voller Mehrdeutigkeiten wie im gleichen Maße der Sinn von Zerlegungen ohne tiefgreifende Präsumtionen kaum verständlich zu machen ist.“ (S. 163) Die Large Langage Models kommen nicht umhin, „die historische Variabilität des Linguistischen zu missachten“ (S. 166). Man könnte natürlich die Datenmengen noch vergrößern und immer mehr versuchen, das Prinzip Qualität durch Quantität zu ersetzen. Das Urteil von Mersch: „Wir scheinen zu einer simplifizierten, für Maschinen identifizierbaren Wirklichkeitserfahrung zurückzukehren, die die gesamte Hermeneutik und Rationalitätskritik des 20. Jahrhunderts widerruft.“ (S. 175) Kunst via die KI ist „nichts anderes als ein Mustererzeugungsprogramm.“ (S. 180) Sein Urteil am Ende dieses Kapitels: „Die Unterstellung eigenständiger Kreativität ist ein Effekt ihrer wachsenden Intransparenz, nicht eines verbesserten Vermögens. Maschinen verfügen weder über Imaginationen noch über die Lebendigkeit figuraler Prozesse, wie sie die Rhetorik für das Sprechen nachgewiesen hat…“ (S. 183)

Man gibt vor, die KI könne lernen. Im 6. Kapitel geht es um „Kunstmachen mittels Deep Learning“ und Beispiele KI-generierter „Kunst“. Sie bleibe aber „…als Produktion einzig auf formale mathematische Prozeduren bezogen, sodass die >Kunst< aus dem Computer von vornherein dem Künstlerischen und seinen Praktiken entsagt hat. (S. 205) Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die Kunst aus der KI den „schöpferischen Sprung“ mit Kontingenz verwechselt: vgl. S. 227)

Im 7. Kapitel „Ästhetische Kritik der Artificial Art“ stellt Mersch seinen Kunstbegriff der den Versprechungen der KI gegenüber, was ihn dazu veranlasst, uns so deutlich vor der KI und ihren überzogenen Ansprüchen zu warnen.

Resümiert man seine bisherigen Analysen zur und Erklärungen der Funktionsweise der KI, so wird jetzt schon deutlich, dass die Modellbildung der KI nichts mit der Kreativität eines Künstlers zu tun hat… deshalb gibt es ja auch keinen Autor der Werke, die die KI hervorbringt. „Autonome Entscheidungen“ (S. 294) sind der KI sowieso fremd. Alles was die Kunst oder einen Kunstbegriff ausmacht, ist mit der KI nicht darstellbar: „Jede creatio ist vielmehr situiert, wie auch die Kunst einer Zeit und ihren speziellen Konditionen angehört, auf die sie antwortet, indem sie sich auf sie zurückbeugt und sie verändert – wohingegen eine >Kunst< aus künstlichen Intelligenzen auf nichts antwortet, sich nirgends hinwendet, sondern kontextlos technische Potenziale ausschöpft.“ (S. 364)(2) Wo kein Autor ist, funktioniert die Rezeption auch nicht: S. 366 ff. Die Kunst via KI vermittelt den Eindruck, sie würde per Assemblage funktionieren, aber sie kann das Potenzial der Assemblage(3) gar nicht ausschöpfen. Eine „epistemische Praxis“ wie eine „Reduplizierung „durch eine >Kunst über Kunst<“ (S. 371) ist ihr fremd. Die KI kann allenfalls kompilieren. (vgl. S. 373) Die KI erzeuge eine „ästhetische Scheinhaftigkeit“ (S.373) Die Macht der Maschinen wolle eine „automatische Herrschaft über das Bildliche“ errichten. „Dagegen ist Kunst niemals positiv, sondern negativ; sie hält auf Distanz, überlässt uns das Urteilen, selbst dort, wo sie die Affekte berührt und unsere Sinne provoziert, während Künstliche Intelligenz bestenfalls betört…“ (S. 373)

Das Gesamturteil von Dieter Mersch lautet: „Die Gefahr künstlicher Intelligenzen (…) liegt jedoch weniger darin, dass sie, wie Nick Bostrom argumentiert hat, imstande seien, in der Verfolgung ihrer eigenen Ziel uns zu vernichten-, viel realistischer ist die Gefahr, dass wir uns selbst mit ihnen vernichten, indem sie jede Unterscheidbarkeit von Wahrheit und Falschheit, das Zeugnis wie auch die Basis von Glaubwürdigkeit und vertrauen und damit das Soziale als Ort unserer einzig möglichen Existenz nachhaltig untergraben.“( S. 374 f.)

Im Vergleich zu Éric Sadin, der sich vehement und ganz grundsätzlich gegen alle Aspekte der Systeme, die man uns als KI vorsetzen will, wendet, untersucht Dieter Mersch zuerst die Prinzipien der KI und erläutert ihre prinzipiellen Funktionsweisen aber auch die Grenzen, die die Arbeit mit Modellen mit sich bringt. Sein Buch enthält auch eine Definition der Kunst, die er den Ansprüchen der KI gegenüberstellt und so die überzogenen Ansprüche der sog. KI aufzeigt. Ihr Erfolg rührt weniger von ihren Fähigkeiten her, sondern von dem Glauben und dem Vertrauen, das in sie gesetzt wird.(4)

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1. Jens Olaf Koch, Prompting kurz & gut. Large Language Models verstehen, ChatGPT & Co. professionell nutzen, Heidelberg: O’Reilly 2025.


2. H. Wittmann, L’irréversible n’est qu’un aspect de l’art, in: Recherches en Esthétique > L’irréversible N° 31, 2026, S. 25-33


3. H. Wittmann, Rezension: Arts du montage et de l’assemblage, in: www.romanistik.infi – hier auf dem Blog.


4. Michael Wildenhain, Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz, Stuttgar: Klett-Cotta, 2/2024.

Dieter Mersch,
Kann KI Kunst? Eine ästhetische Kritik
Köln: Herbert von Halem Verlag, 2025
ISBN 978-3-86962-709-0

Bibliographie:

Lesebericht und Nachgefragt: Kolja Reichert, »Kann ich das auch? 50 Fragen an die Kunst« Stuttgart: Klett-Cotta 3/2024. – Aufgezeichnet von Heiner Wittmann

Rezension: Johanna Lea Korell, Maximilian Irion und Roland Ißler ChatGPT zur Textproduktion und -korrektur im Französischunterricht der Sekundarstufe II

Nachdem unsere Redaktion schon so viel über > KI im Französischunterricht aufgrund der eigenen Unerrichtserfahrung geschrieben hat, war die Neugier auf den Beitrag von Johanna Lea Korell, Maximilian Irion und Roland Ißler sehr groß: > ChatGPT zur Textproduktion und -korrektur im Französischunterricht der Sekundarstufe II – Unterrichtskonzeption und (video-)datenbasierte Befunde zu lernendenseitigen Bearbeitungs- und Reflexionsprozessen, in: > Lebende Sprachen. Zeitschrift für Interlinguale und interkulturelle Kommunikation. Themenheft /Special issue: „Kulturelle Missverständnisse im Spannungsfeld von Literatur und Linguistik“, 2025, Band 70, Heft 2, S. 538-563.

Die Erwartungen an die Segnungen der Künstlichen Intellgenz sind hoch und es ist immer noch nicht ausgemacht, ob sie vor allem von einem Hype, einer Modeerscheinung getragen werden, oder ob sich durch die KI eine signifikante Verbesserung von Lernerfolgen erzielen lassen.

Ähnlich wie bei meinem allerersten Versuch, mit Studenten 1995 das Lernen mit dem Computer zu untersuchen, in dem sie zuerst sich im Internet orientieren sollten und mich fragten, wonach man den suchen könnte, so geht es heute auch den Schülern, die in meinen Klassen Ihre Hausaufgaben von der KI anfertigen ließen und nur in Ausnahmefällen, die eingeübten Verfahren (Prompts) übernahmen und anwendeten. Ihnen fehlte einfach der Horizont, um die Möglichkeiten der KI auszuschöpfen. Der Einsatz von ChatGPT & Co. zielführend als Korrektor mit Lernerfolg einzusetzen, überzeugte sie nicht so recht, vor allem weil dadurch der Zeitaufwand für die Bearbeitung der Aufgabe viel größer wurde. Sie mussten erst erfahren, dass der Lernerfolg im Verhältnis zum Zeitaufwand noch stärker wachsen würde. Diese Beobachtung gilt auch für den Einsatz der KI im Unterricht. Der große Zeitaufwand, der dafür notwendig ist, sprengt jede Stunde, denn in einer Klasse mit 24 Schülern gibt es ein zu großes Ablenkungspotential durch die Vielzahl der Angebote und Verführungen auf dem Tablett. Sinnvoll wird die Arbeit mit der KI eigentlich nur, wenn wirklich jeder Schüler individuell mit der KI arbeiten kann, wobei die Aufgaben so gestellt werden müssen, dass eine Zusammenführung der Ergebnisse zu einem Resultat der Unterrichtsstunde möglich wird.

In dieser Situation kommt der eingangs hier genannte Aufsatz von Johanna Lea Korell, Maximilian Irion und Roland Ißler gerade im richtigen Moment und legt Lehrern sehr nützliche Überlegungen zur KI im Französischunterricht und Anregungen für die schülerzentrierte Anleitung, wie ChatGPT für die Verbesserung der eigenen Textproduktion genutzt werden kann, vor.

Die Autoren haben als Einleitung eine ausgewogene Betrachtung des Forschungsstan des zum KI-untertützten fremdsprachlichen Schreibens verfasst – fügen allerdings hinzu, dass es bisher eher nur bescheidene Ansätze gibt, diesen auch für den Französischunterricht zu untersuchen.  Zugleich wird deutlich, dass die Untersuchungen zu Deutsch und Englisch sich – wenn auch häufiger – oft nur auf einem quantitativ schmalen Grad bewegen. Bemerkenswert sind die grundlegenden theroretischen Anmerkungen zum fremdsprachlichen Schreiben und das dazu gehörige Kompetenzmodell (in Anlehnung an Brommer/Rzeat 2024, s. Literaturverzeichnis).

Aufgrund dieser Vorüberlegungen wird ein Forschungsansatz entwickelt, dessen Methodologie und empirischer Ansatz hier gut begründet wird. Um den Einsatz von ChatGPT in einer Klasse der gymnasialen Oberstufe in Hessen zu evaluieren, wird eine „videographische Unterrichtsbeobachtung“ gewählt und inszeniert, womit eine Vielzahl von Daten gewonnen wird. Zusätzlich werden Bildschirmaufnahmen hergestellt und die Ergebnisse, die Schüler mit ihren Eingaben erzielt haben, aufgezeichnet.

Das Thema der Unterrichts (mindestens -doppel-?) stunde lautet Glamping. Im Unterrichtsgespräch als Einstieg wird der Begriff „Gramping“ in Angrenzung zum „Camping“ geklärt, anschließend lesen die Schüler einen Text zum „Glamping“, fassen ihn zusammen und wenden dann verschiedene Prompts an, um den Wortschatz, den Stil und auch grammatische Fehler zu verbessern. Dabei verfeinern sie nach und nach ihre Prompts und erkennen dabei auch eine gewisse Beschränktheit der KI, die sich aus ihrer Funktionsweise ergibt, die unsere Redaktion als die Suche nach Wortnachbarwahrscheinlichkeiten bezeichnet hat, wie auch aus dem Oxymoron Künstliche Intelligenz ergibt.

Trotz aller Kritik an dem Hype um die KI, können mit dem hier vorgeschlagenen Einsatz der Ki im Unterricht bemerkenswerte Ergebnisse erzielt werden. Den Schülern gelingt es, ihre eigenen Texte mit Hilfe (richtig) gestellter Fragen an die KI zu verbessern, wobei sie die Grenzen der KI, also deren Vorschläge durchaus kritisch betrachten und sogar ablehnen. Sie seien mit den eigenen Texten zufriedener als mit den Vorschlägen der KI. Ein Schüler aus einer der drei Gruppen wird mit diesen Worten zitiert: „Es hat irgendwie nicht so Spaß gemacht im Vergleich zum eigenen Verfassen des Textes. Wir haben uns immer wieder die Ausgaben von der KI durchgelesen und waren eher genervt davon, dann war es wieder viel zu lang, dann zu kurz, dann hat es nicht gepasst. Es war wie mit einem Kind, dem man jeden einzelnen Schritt sagen muss. (G3, S1)“ (S. 556) Den Autoren fiel auf, dass im Unterricht die Schüler auch bei der Arbeit mit ChatGPT immer wieder den Kontakt mit dem Lehrer gesucht haben und sich nicht blindlings auf die Ki verlassen haben.

Die Autoren dieses Beitrags fügen hinzu, dass es sich um eine Lerngruppe mit fortgeschrittener fremdsprachlicher Kompetenz handelte, die bereits einen kritischen Umgang mit KI gewohnt war. Sie regen an, Untersuchungen mit mehr Teilnehmern und „interferenzstatistische Verfahren“ zu nutzen. Aber sie unterstreichen die Auffassung „…die Auswirkungen von KI-Anwendungen scheinen aktuell für den bisher (weniger KI-gestützten) Schreibprozess und das Schreibprodukt am erheblichsten zu sein (vgl. Athanassopoulos et al. 2023).“ (S. 559)

Die Autoreen fassen das Ergebnis so zusammen: Die Schreibzeit verlängert sich durch höhere Anforderungen an Prompting und Metakognition beim KI-gestützten Schreiben. Schreibaufgaben werden neu konzipiert und fokussieren stärker den Schreibprozess, das Prompting sowie die Evaluation von Texten. Der kritische Vergleich eigener und KI-generierter Texte fördert Sprachkompetenz, Reflexion und weiterführende Recherche. Die Rolle der Lehrkraft gewinnt an Bedeutung als Coach und Content-Kurator*in, ohne durch KI ersetzt zu werden.

Das Literaturverzeichnis zu diesem Beitrag S. 560-563 ist sehr nützlich, da in der PDF-Version alle Links zu Online-Angeboten angeklickt werden können.

Wie angedeutet handelt es sich um einen bemerkenswerten Beitrag zur Anwendung der KI im Französischunterricht. Die Autoren wissen, dass seine Tragweite limitiert ist, da hier nur stärkere Lerngruppen berücksichtigt werden.

Schreiben im Französischunterricht ist wichtig und sollte in jeder Stunde (auch bei den Hausaufgaben) unbedingt geübt werden. In Bezug auf die KI sind eine Vielzahl von Szenarien denkbar, bei denen signifikante Lernfortschritte inszeniert werden. Da die KI aufgrund von Wortnachbarwahrscheinlichkeiten funktioniert, ist sie vorzüglich für die Vokabelarbeit geeignet, an die sich dann das Verfassen von Texten anschließen sollte. In diesem Sinne gilt es, zunächst Szenarien (www.franceblog.info) zu entwickeln, wie Schüler in welcher Lernphase die KI am besten einsetzen könnte.

Die Falle der künstlichen Intelligenz – Rezension: Eric Sadin, Le Désert de nous-mêmes: Le tournant intellectuel et créatif de l’intelligence artificielle

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Eric Sadin, Le Désert de nous-mêmes: Le tournant intellectuel et créatif de l’intelligence artificielle, Paris: L’Èchapée 2025.  19 €

> Die Beiträge unserer Redaktion zur KI – www.france-blog.info

Lehrerfortbildung: Selbständiges Arbeiten im Französischunterricht mit Hilfe der KI. Chancen und Grenzen

Im Auftrag des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz

Datum:  Dienstag, 18.6.2024

> Lehrerfortbildung: Selbständiges Arbeiten im Französischunterricht mit Hilfe der KI. Chancen und Grenzen

Beschreibung der Fortbildungsveranstaltung: ChatGPT und Co. können dem Fremdsprachenunterricht neue Perspektiven vermitteln. Der Erfolg „der generativen KI“ hängt aber davon ab, wie ihre Chancen und Grenzen Schülerinnen und Schülern vermittelt werden.

Diese Fortbildung führt mit einem Kurzvortrag in die Funktionsweise der „generativen KI“ ein. Anschließend bearbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen Aufgaben, mit denen sie den Funktionsumfang der KI aus der Sicht der Lernenden erkunden:

Auf em Frankreich Blog: > ChatGPT – brauchen wir nun eine neue Fachdidaktik für Französisch? – 2. Februar2023

> Die Einführung der KI in den Schulen in Frankreich – 2. Januar 2024

> Die Literatur und die KI – 4. November 2023

Im Plenum werden diese ersten Schritte analysiert und wir entwickeln dann zusammen die Formulierungen, die als „Prompts“ am besten das selbständige Lernen in Szene setzen kann. Dieser Dialog mit der Maschine zeigt ihre Grenzen auf, die als Lernziel von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern (Schülerinnen und Schüler) formuliert werden sollen. Im dritten Teil dieser Fortbildung bewerten wir die Arbeit mit der KI und fragen nach den Vorteilen vor allem hinsichtlich eines verbesserten Lernerfolgs für Schüler gegenüber dem herkömmlichen Französischunterricht.

Der Dozent, Dr. Heiner Wittmann, Französisch- und Geschichtslehrer war von 1988-2021 bei Klett, entwickelte u. a. Lernprogramme für den PC und online, unterrichtet nun Französisch an der > Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein. Auf seinem Blog www.france-blog.info hat er rund 60 Beiträge zur Fachdidaktik, auch zum Online-Lernen veröffentlicht. Seine Website: www.romanistik.info.

241323Fr34 Dienstag, 18.06.2024, 09.30 – 16.30 Uhr
Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz
Butenschönstraße 2
67346 Speyer

> Anmeldung bis zum 21.5.2024.

Rezension: Éric Sadin, La vie spectrale. Penser l’ère du métavers et des IA génératives

french german 

Éric Sadin,
La vie spectrale. Penser l’ère du métavers et des IA génératives
Paris: Grasset 2023.

Digital Humanities / eHumanities


| E-Book | Digital Humanities in deutschen Universitäten | Digital Humanities: Projekte | Online-Bibliotheken| Geschichte | Digitalisierte Texte | Text-Analyse-Software | Lexika | Bibliographie |


E-Book

H. Wittmann, Literatur, E-Books und Web 2.0. Die Appellstruktur des Internets, in: Kuhn, Helke / Nickel, Beatrice (Hrsg.), > Erschwerte Lektüren. Der literarische Text im 20. Jahrhundert als Herausforderung für den Leser, Reihe: Bonner romanistische Arbeiten – Band 113 , Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main u. a., 2014, S. 241-256.

> www.romanistik.info/e-book.html mit einer Bibliographie


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Digital Humanities in deutschen Universitäten | … in Frankreich | … in USA | … in Kanada | … in Belgien |

> digital humanities im deutschsprachigen Raum – Universität Bamberg
Universität Bamberg : Andreas Henrich, > Digital Humanities studieren. Vielfältige Möglichkeiten vom einzelnen Modul bis zum speziellen Studiengang *.pdf
> Portal der Digital-Humanities-Studiengänge im deutschsprachigen Raum Wiki, rudimentär, 2010

> Interdisziplinäre Forschungsverbund Digital Humanities in Berlin (ifDHb)Berlin

> AG Digital Humanities (vormals Professur für Künstliche Intelligenz)Erlangen-Nürnberg

> Digital Humanities Hessen – Frankfurt : „LOEWE-Schwerpunkt. Digital Humanities Hessen – Integrierte Aufbereitung und Auswertung textbasierter Corpora

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Internet 2015 und 2016

Das Netz 2015/2016
Jahresrückblick Netzpolitik
Hrsg. von iRights.Media, Philipp Otto

Berlin: iRights.Media Verlag 2015

In vier Kapiteln „Politik, Wirtschaft, Alltag und Kultur“ lassen die Herausgeber alle wichtigen Themen rund um das Internet 2015 Revue passieren. Daraus ergeben sich Visionen und auch Aufgaben für 2016. Joergh Heidrich berichtet über das Urheberrecht 2015 – das Thema haben wir gerade auf dem Blog von Klett-Cotta erwähnt > MERKUR 800 – Januar 2016: „Das Eigentumsrecht der Kunstschaffenden und Schriftsteller ist immer bedroht, wenn Konsumenten glauben, sie könnten sich ohne Gegenleistung online oder auch offline so einfach an deren Werken bereichern.“ Genaues weiß man immer noch nicht, weil für die Politik das Thema Urheberrecht leider eine Dauerbaustelle ist. John H. Weitzman gibt einen Überblik zum Stand der Diskussion über das Urheberrecht: S. 75. Ihm ist es nicht anzulasten, dass der Leser nach seinem Artikel so klug ist wie zuvor. Es ist die Politik, die dieses Thema anscheinend nur zu gerne umgeht und nur halbherzige schelcht beratene Zwischenschritte anbietet.

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E-Book – Bibliographie

Web 2.0 Medien: Bibliographie| Urheberrecht | Links | Presse, Radio, TV |


Unser Fernsehkanal: www.youtube.com/user/tvgucken/videos

Literatur und Internet auf dieser Website


E-Book | E-Book | Bibliographie: E-Book und Web 2.0 | Tagungen | Bibliotheken| Statistik |


Marc Reichwein, > Wie sieht sie aus, die digitale Zukunft des Buches? DIE WELT, 9.9.2014: „Wir haben den Google-Kritiker Roland Reuß, die E-Book-Verlegerin Zoë Beck und den Buchmarkt-Blogger Leander Wattig gefragt. Eine Diskussion“


„Reader und Liseuses heißen die neuen Geschichtenerzähler, die uns helfen sollen, das Gewicht der Bücher zu reduzieren. Auf Knopfdruck stehen online ganze Bibliotheken zur Verfügung. Neue Lesegewohnheiten beeinflussen das Schreiben. Es entstehen neue Ressourcen für die Literatur, die alle Gattungen gleichermaßen betreffen: Roman, Essay, Kurzgeschichte, Dichtung und das Theater. Die elektronischen Publikationsformen stellen die Autoren vor neue Herausforderungen. “ (S. 241), in: H.W., Literatur, E-Books und Web 2.0. Die Appellstruktur des Internets, in: Kuhn, Helke / Nickel, Beatrice (Hrsg.), Erschwerte Lektüren.

Der literarische Text im 20. Jahrhundert als Herausforderung für den Leser. Reihe: Bonner romanistische Arbeiten – Band 113, Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main u. a., 2014, S. 241-256.


Literatur und internet auf dieser Website


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H. Wittmann, Wir Copyright-Zombies helfen den Autoren und den Lesern – 13. April 2016

http://eliterature.org/ : „Electronic literature, or e-lit, refers to works with important literary aspects that take advantage of the capabilities and contexts provided by the stand-alone or networked computer. “ What is E-Lit?

Botschaft lud zum Forum „Zukunft des Buches, Zukunft Europas“ Programm (PDF)
Frankreich-Blog, 12.9.2013
Deutscher Kulturrat und Börsenverein: Erklärung zum digitalen Buchmarkt in Europa
Erklärung „Zukunft des Buches – Zukunft Europas“ von Deutscher Kulturrat, Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Syndicat national de l’édition und Syndicat de la Librairie Française – 9.9.2013
Deutscher Kulturrat und Börsenverein verabschieden mit französischen Partnern eine gemeinsame Erklärung zum digitalen Buchmarkt in Europa
»Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen« 20.10.2005
Verdi Fachbereich Medien, Kunst und Industrie Weißbuch Kulturelle Vielfalt PDF (1 MB)
Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen
Website von ver.di
Bleicher-Nagelsmann, Heinrich Das »Gespenst« der Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP)
Bon, François, après le livre, Paris: Seuil, 2011. 275 S. ISBN 978.2.02.105534.4
Rezension: Die digitale Welt – Gibt es bald keine Bücher mehr?

Doueihi, Milad ,Pour un humanisme numérique, Paris: Seuil, 2011.
Rezension: Der Einfluss der digitalen Welt auf unsere Gesellschaften

Garcia, Victor, Papier fait de la résistance: pourquoi le livre numérique ne s’impose pas (encore) – L’EXPRESS.fr – 03.7.2013

Martin, Frédéric, Le livre numérique – sur le site de la BNF

Morlino, Bernbard, La République du livre numérique – Blog

Oeillet, Audrey, Marché du livre numérique en France : une progression très timide

Livres numériques – Bibliothèques et archives du Québec
Le Numérique au Salon – Le Salon du livre
Rentrée littéraire : pourquoi l’ebook s’embourbe en France – LE FIGARO 2.9.2013
Le livre numérique en France : enfin prêt au décollage ? – Labo de l’éditon – Mairie de Paris
Livre numérique – Beiträge von France-Culture
La dixième édition des Assises du livre numérique – Syndicat national de l’édition


E-Book | E-Book | Bibliographie: E-Book und Web 2.0 | Tagungen | Bibliotheken| Statistik |


E-Book – Beispiele

Robespierre, M. de, Projet de constitution française de 1791 annoté par Robespierre 1791
Gallica
Vgl. Projet de constitution française de 1791 annoté par Robespierre – Gallica – Le blog de la bibliothèque numérique
Flaubert, G., Madame Bovary. Mœurs de province, Paris 1862. Beispiel:

 

Alexander Kluge, Zeit, Frankfurt/M. Suhrkamp Verlag 2012.
Reihe Alexander Kluge, Prismen, Frankfurt/M. Suhrkamp Verlag 2012.


Urs Augstburger
 Als der Regen kam
Roman
Stuttgart:Klett-Cotta, 2. Aufl. 2012, 288 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-93974-3 E-Book

 Lesebericht auf dem Blog von Klett Cotta.
 Nachgefragt: Urs Augstburger, Als der Regen kam

Auf der Webseite zum Buch, finden Sie weitere Informationen, Filme und Dokumente zu den einzelnen Kapiteln:
 www.als-der-regen-kam.com


Bibliographie E-Book und Web 2.0

Präsident Hollande das Interview, Hashtag #JTPR und Twitter

Allenbach, 2013: Die Studie:  www.ifd-allensbach.de/fileadmin/AWA/AWA
2013/Codebuchausschnitte/AWA_2013_Codebuch_Kultur_Buecher_Sprachen.pdf

Anders, Günther, Die Antiquiertheit des Menschen, Bd. 1: Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution, München 7/1987, Bd 2: Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution, Zürich 1984.
—, Mensch ohne Welt. Schriften zur Kunst und Literatur, München 2/1993.

Apostolopoulos, Nicolas , Hoffmann, Harriet, Mansmann, Veronika, Schwill, Andreas (Hrsg.),
E-Learning 2009. Lernen im digitalen Zeitalter, Waxmann, Münster 2009.
Rezension: Wird das E-Learning das Lernen verändern?

ard-zdf-onlinestudie.de ***

Assouline, Pierre, Les auteurs spoliés par l’Etat ?, Blog: La République des livres, 31. März 2013, larepublique deslivres.com/les-auteurs-spolies-par-letat/

Beuve-Méry, Alain, La rentrée littéraire, côté business – Le Monde, 6 septembre 2013:
http://www.lemonde.fr/economie/article/2013/09/05/la-rentree-litteraire-cote-business_3471397_3234.html

Bleckmann, Paula, Medienmündig. Wie unsere Kinder selbstbestimmt mit dem Bildschirm umgehen lernen, Stuttgart: Klett-Cotta, 1. Aufl. 2012, 251 Seiten, Klappenbroschur ISBN: 978-3-608-94626-0
Lese(vor)bericht: Paula Bleckmann, Medienmündig

Bon, François, après le livre, Paris Seuil 2011. Rezension: H. W. Die digitale Welt – Gibt es bald keine Bücher mehr? http://romanistik.info/rezensionen/bon-apres-le-livre.html
nerval.fr
—nerval.fr, 1er bilan d’étape du mag fictions: www.tierslivre.net/spip/spip.php?article3498

Bougnox, Daniel, Introduction aux sciences de la communication, Paris 2001.

Serge Bouchardon, La valeur heuristique de la littérature numérique, 341 Seiten
Paris: Éditions Hermann, 2014 ISBN: 978 2 7056 8802 8

Bouchardon Serge, Cailleau Isabelle, Crozat Stéphane, Bachimont Bruno, Hulin Thibaud, Explorer les possibles de l’écriture multimédia, in Paquienséguy, Françoise (coord.), Dossier, Information publique : stratégies de production, dispositifs de diffusion et usages sociaux, Les Enjeux de l’Information et de la Communication, n° 12/2, 2011, p. 11-23, consulté le [date de consulation]. URL : w3.u-grenoble3.fr/les_enjeux/pageshtml/art2011.html#dossier.

Bouchardon, Serge, Deseilligny, Oriane, SIC et literature, Evénements à l’Université de Bourgogne, 17ème Congrès de la SFSIC 2010 :  http://tabarqa.u-bourgogne.fr/outils/OconfS/index.php/SIC/SFSIC17/
paper/view/124/124
, S. 4. Es gibt verschiedene Versionen dieses Textes.

Bouchardon, Serge, Le récit littéraire interactif : une valeur heuristique. In: Communication et langages. N°155, 2008. Communication & langages. pp. 81-97. url :
 www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/colan_0336-1500_2008_num_155_1_5376.

Bouchardon, Serge, Les récits littéraires interactifs, in:  www.utc.fr/~bouchard/
articles/bouchardon-formules.pdf
, vgl. ders., Le récit littéraire interactif : une valeur heuristique. In: Communication et langages. N°155, 2008. Communication & langages. pp. 81-97. url :  www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/colan_0336-1500_
2008_num_155_1_5376
.

Braun, Christoph, Hacken, Stuttgart: Tropen, 1. Aufl. 2012, 138 Seiten, broschiert
ISBN: 978-3-608-50309-8
Lesebericht: Christoph Braun, Hacken

Buchreport, 19. November 2012: Wie hoch der E-Book-Anteil bei aktuellen Bestsellern ist
—, Bis zu 30% digital  www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum/
2012/11/19/bis-zu-30-digital.htm

—-., Buchreport: 05. Juli 2013, AWA 2013: 5% der Deutschen besitzen einen E-Reader
—, Papier bleibt die erste Wahl  http://www.buchreport.de/nachrichten/online/
online_nachricht/datum/2013/07/05/papier-bleibt-die-erste-wahl.htm

—, Börsenverein legt neue E-Book-Zahlen vor  ww.buchreport.de/nachrichten/online/online_
nachricht/datum/2012/06/04/38-mio-euro-umsatz.htm

—, Vier große Trends auf dem deutschen E-Book-Markt. Zwischen Ernüchterung und Euphorie, in : Buchreport, 7. Juni 2013,  www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage
_nachricht/datum/2013/06/07/zwischen-ernuechterung-und-euphorie.htm

 Dresdner Bibliotheken bieten E-Book-Verleih bundesweit an. E-Book-Flatrate für 10 Euro im Jahr – Buchreport 2.8.2013

Casemajor Loustau, Nathalie, Hu ët, Romain, Machart, Jean-Pierre, Montanola, Sandy et Zetlaoui,Tiphaine (GERIICO – Lille 3) (Coordination), Études de communications, langage, information, mediations, N°32 Parcours de recherche en SIC : littérature scientifique, méthodes et terrain,I.S.B.N. 978-2-917562-01-7

Chartier, Roger, www.college-de-france.fr/site/roger-chartier/

Chaîne du livre: www.culturecommunication.gouv.fr/Disciplines-et-secteurs/Livre-et-lecture/Documentation/La-chaine-du-livre

Coupland, Douglas, JPod, Aus dem Englischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann (Orig.: Jpod), Stuttgart, Klett-Cotta 2011, 520 Seiten,gebunden ohne Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-50103-2
Lesebericht: Douglas Coupland, JPod

Coupland, Douglas, Marshall McLuhan. Eine Biographie, übers. v. N. von Schweder-Schreiner, Stuttgart 2011.

Courte, Jean-Christophe , Quid de l’emploi des fonctions avancés de TextEXpander sous iOS | 3? www.urbanbike.com/index.php/site/cat/ecrire
—, Noteshelf 8 sur IPad. Interface revisité , 7.9.2013, www.urbanbike.com/index.php
/site/comments/noteshelf-8-sur-ipad

Dacheux, E., (Coord.), La communication, Paris 2011.

Doueihi, Milad. Pour un humanisme numérique, Paris: Seuil, 2011. Rezension: Der Einfluss der digitalen Welt auf unsere Gesellschaften, romanistik.info/rezensionen/doueihi-humanisme-numerique.htm

E-Books bei Klett-Cotta

E-Book: de.wikipedia.org/wiki/E-Book

Fogel, Hean-Françaois, Patino, B., Une presse sans Gutenberg. Pourquoi Internet a bouleversé le journalisme. Document, Paris 2005, 2007.

Franck, Georg Die neue Währung: Aufmerksamkeit. Zum Einfluss der Hochtechnik auf Zeit und Geld, in: Merkur Nr. 486 (August 1989).
— , Aufmerksamkeit, Zeit, Raum. Ein knapper Ausdruck für das Veränderungspotential der neuen Informationstechniken und Kommunikationsmedien, in: Martin Bergelt/ Hortensia Völckers (Hg.), Zeit-Räume, München: Hanser 1991.
— , Ökonomie der Aufmerksamkeit, in: Merkur Nr. 534/535 (September/Oktober 1993)

Frau-Meigs, Divina , Penser la société de l’écran. Dispositifs et usages
Les fondamentaux de la Sorbonne Nouvelle, Paris: Presse Sorbonne Nouvelle, 2011.
Rezension: Die Bildschirm-Gesellschaft

Franck, Georg Die neue Währung: Aufmerksamkeit. Zum Einfluß der Hochtechnik auf Zeit und Geld, in: Merkur Nr. 486 (August 1989).
—, Aufmerksamkeit, Zeit, Raum. Ein knapper Ausdruck für das Veränderungspotential der neuen Informationstechniken und Kommunikationsmedien, in: Martin Bergelt/ Hortensia Völckers (Hg.), Zeit-Räume, München: Hanser 1991.
— , Ökonomie der Aufmerksamkeit, in: Merkur Nr. 534/535 (September/Oktober 1993).

Fritzsch, L. Dein Buch liest dich, Süddeutsche Zeitung, Magazin,
sz-magazin.sueddeutsche.de/drucken/text/40237 Heft 31/2013

Garcia, V., Papier fait de la résistance: pourquoi le livre numérique ne s’impose pas (encore)
www.lexpress.fr/culture/livre/papier-fait-de-la-resistance-pourquoi-le-livre-numerique-ne-s-impose-pas-encore_1263474.html, 3.7.2013.

Goldschmidt, Robert, eBooks sind zu teuer? – Blog: Quo Vadis Buch? – das e-publishing Blog, 19.9. 2013

Guillaud, Hubert, lafeuille.blog.lemonde.fr/ ****
— Relire : le scandaleux pillage du droit d’auteur organisé par la loi, 28. März 2013, lafeuille.blog.lemonde.fr/2013/03/28/relire-le-pillage-du-droit-dauteur-organise/
— Les nouvelles interfaces… d’écriture, 17. Mai 2013, in lafeuille Blog,
lafeuille. blog.lemonde.fr/2013 /05/17/les-nouvelles-interfaces-decriture/
Vous pouvez ranger votre liseuse, 28. März 2013

Habererer, M., Vatter, Ch., (Hg.) Le cyberespace francophone. Perspectives culturelles et médiatiques, Tübingen 2011.

Hagen, Wolfgang, Das Ende der Aktualität, Merkur 767 (April 2013), S. 305-316.
Lesebericht: Die Aktualität der Meldungen im Internet oder:
Kann das Internet Aktualität vermitteln?

Huber, Melanie, [Rezension:] Kommunikation im Web 2.0,
UVK Verlagsgesellschaft mbH, Konstanz 2008.

Jeanneney, Jean Noël, [Rezension:] Quand Google défie l’Europe. Plaidoyer pour un sursaut,
Editions Mille et une nuits, Paris 2005. ISBN 2-842-05912-3

Julien L. – publié le Jeudi 29 Novembre 2012 – posté dans  Société 2.0
www.numerama.com/magazine/24386-youtube-propose-la-vostfr-sur-toutes-les-videos.html
Oppmann, V.,: Wir brauchen ein gemeinnütziges System für den Literaturbetrieb, 6. Juni 2013, in:  www.buchreport.de/blog.htm?p=3168.

Gibson, William, Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack. Gedanken über die Zukunft als Gegenwart. Aus dem Englischen von Hannes und Sara Riffel (Original: Distrust the particular Flavour), Stuttgart: Klett-Cotta, 1. Aufl. 2013, 252 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3-608-50314-2
Lesebericht: William Gibson, Misstrauen Sie dem unverwechselbaren Geschmack

Kleck, Véronique, [Rezension:] Numérique & Cie. Sociétés en réseaux et gouvernance, Editions Charles Léopold Mayer, Paris 2007.

Koch, Ch., Leander Wattig: Mein Medien-Menü (Folge 38), www.christoph-koch.net/2013/02/04/leander-wattig-mein-medien-menu-folge-38/

McLuhan, Marshall, Fiore, Questin Das Medium ist die Massage, Zusammengestellt von Jerome Agel, aus dem Amerikanischen von Martin Baltes und Rainer Höltschl (Org.: The Medium is the Massage), Stuttgart:Klett-Cotta, 160 Seiten,broschiert, mit zahlreichen Abbildungen und Illustrationen ISBN: 978-3-608-50311-1

Lesebericht: Lesebericht: McLuhan, Fiore, Das Medium ist die Massage

Livres indisponibles:
JORF n°0053 du 2 mars 2012 page 3986 , LOI n° 2012-287 du 1er mars 2012 relative à l’exploitation numérique des livres indisponibles du XXe siècle : www.legifrance.gouv.fr/affichTexte.do?cid Texte=JORFTEXT000025422700
&categorieLien=id

Lobo, S., Bilanz der Bundesregierung. Ein digitalpolitisches Armutszeugnis- SPIEGEL ONLINE, 17. September 2013, www.spiegel.de/netzwelt/web/sascha-lobo-ueber-die-digitaldebakel-der-bundesregierung-a-922679-druck.html

Martin, Frédéric, Le livre numérique http://classes.bnf.fr/livre/arret/histoire-du-livre/livre-numerique/01.htm

McLuhan, Herbert Marshall, Fiore, Quentin, Das Medium ist die Massage, übers. v. Martin Baltes und Rainer Höltschl, Stuttgart 2012.

Oppmann, V. ., Wir brauchen ein gemeinnütziges System für den Literaturbetrieb, 6. Juni 2013, in: www.buchreport.de/blog.htm?p=3168
http://log-os.info/wordpress/worum-gehts/

Mit den „Bundles“ Bücher preiswert leihen statt kaufen http://blog.paperc.de/2013/06/neu-auf-paperc-com-mit-den-bundles-bucher-preiswert-leihen-statt-kaufen/

Perriault, Jacques, Vaguer, Cécile, La norme numérique. Savoir en ligne sur Internet, Paris: CNRS Éditions, Paris 2011: http://www.cnrseditions.fr/Sociologie/6364-la-norme-numerique-jacques-perriault-et-cecile-vaguer.html

Plötzner, Rolf, Leuders, Timo, Wichert, Adalbert (Hrsg.), Lernchance Computer. Strategien für das Lernen mit digitalen Medienverbünden, Waxmann, Münster 2009.
Rezension: Können Schüler mit Hilfe des Computers besser lernen?

Projekt Gutenberg, http://gutenberg.spiegel.de/

Pratiques d’écriture interactive en Picardie www.precip.fr.

Racine, Bruno, Google et le nouveau monde, Paris: Plon, Perrin 2008. ***
Racine, Bruno, Tessier, Marc, Jeanneney, Jean-Noël, La Révolution du livre numérique, Collection : Penser la société, Paris : Odile Jacob 2008. > http://numerique.odilejacob.fr/pro
duit/9782738125750

Reuß, R., 2009: Heidelberger Appell:  www.textkritik.de/urheberrecht/index.htm.

Rühle, Alex, Ohne Netz. Mein halbes Jahr offline, Stuttgart: Klett-Cotta, 2010 – 220 Seiten – ISBN: 978-3-608-94617-8
Lesebericht: Nachgefragt: Alex Rühle, Ohne Netz

Sartre, Jean-Paul, Qu’est-ce que la littérature?, Paris 1948.

Schnabel, Patrick, http://www.patrick-schnabel.de/
Kommunikationstechnik-Fibel. Grundlagen, Netze, Mobilfunk, Breitband und NGN
Computertechnik-Fibel. Grundlagen, Prozessortechnik, Halbleiterspeicher, Peripherie und Komponenten

Schirrmacher, Frank, Payback. Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen.
Blessing, München 2009.
Rezension: Wir sollen die Herrschaft über die Computer zurückgewinnen.

Sennett, Richard, Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität, (engl. The Fall of Public Man, übers. v. R. Kaiser), Frankfurt/M. 1983.

Shatzkin, Mike, The Shatzkin Files. Atomization: publishing as a function rather than an industry, 19. Mai 2013: www.idealog.com/blog/ atomization-publishing-as-a-function-rather-than-an-industry/

Straush, A., Die wilden 14 – Digitale Geisteswissenschaften, in : DUZ, 12/2013, S. 8-12.
Wittmann, H., Der Google-Welt-Buchladen und das Urheberrecht, http://blog.klett-cotta.de/buchhandel/der-google-welt-buchladen/, 31. Juli 2009.

Tessier, Marc., Racine, Bruno, Jeanneney, Jean-Noël, Samuelson, Françoi, Fixot, Bernard, Cremisi, Teresa, La révolution du livre numérique, Paris 2008.

 

194 Artikel zu Web 2.0 auf dem Frankreich-Blog

Google fordert uns alle heraus
Frankreich-Blog, 1. August 2013.

Le rapport Lescure : Contribution aux politiques culturelles à l’ère numérique
Frankreich-Blog, 13. Mai 2013.

Der Google-Welt-Buchladen und das Urheberrecht, Blog Klett-Cotta, 31. Juli 2009

Qui protège nous et nos données numériques ? Wer schützt uns und unsere Daten?
Frankreich-Blog, 10. Mai 2013.

Le livre numérique (I) :“Le marché du livre numérique en dix chiffres clés”
Frankreich-Blog, 27. März 2013.

Comment les TIC peuvent soutenir l’enseignement. Die neuen Medien im Französischunterricht
Frankreich-Blog, 22. März 2013.

France-Culture : L’irrésistible ascension du numérique
Frankreich-Blog, 8. März 2013.

Lesebericht: Christian Ollivier et Lauren Puren, Le web 2.0 en classe de langue
Frankreich-Blog, 15. Februar 2013.

Französischunterricht 1.0 => 2.0
Frankreich-Blog, 25. März 2009.

YouTube
YouTube propose la VOSTFR sur toutes les videos („version originale sous-titrée“), in: Numerama, 29. November 2012, www.numerama.com/magazine/24386-youtube-propose-la-vostfr-sur-toutes-les-videos.html


Tagungen, Kolloquien, Foren
 Der Frankreich-Blog auf Reisen: Das Forum “Zukunft des Buches, Zukunft Europas” in Berlin
Die Französische Botschaft in Berlin organisiert am 9. September 2013 in Berlin ein Forum zum Thema „Zukunft des Buches, Zukunft Europas“. > Programm
 Französische Botschaft lud zum Forum „Zukunft des Buches, Zukunft Europas“
Frankreich-Blog 12.9.2013

 


Bibliotheken

Nicht überholt: > Jeanneney, Jean Noël, [Rezension:] Quand Google défie l’Europe. Plaidoyer pour un sursaut, Editions Mille et une nuits, Paris 2005. ISBN 2-842-05912-3

 romanistik.info/bibliotheken-online.html

 Gallica
 Bibliothèque nationale de France
 Relire
Projekt Gutenberg, gutenberg.spiegel.de

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Dresdner Bibliotheken bieten E-Book-Verleih bundesweit an. E-Book-Flatrate für 10 Euro im Jahr: www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum/2013/08/02/e-book-flatrate-fuer-10-euro-im-jahr.htm
Bibliotheken Dresden beziehen Stellung zu ihrem E-Book-Verleih:„Wir bieten keine E-Book-Flatrate“ – Buchreport, 8.8.2013

Barbara Lison erläutert die Sicht der Bibliotheken zur Onleihe. „E-Book-Verleih ist eine kleine Größe mit gewaltigen Steigerungsraten“
www.buchreport.de/nachrichten/nachrichten_detail/datum/2013/08/08/gewaltige-steigerungsraten-im-e-book-verleih.htm?no_cache=1&cHash=4ecbb
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Statistik
Beuve-Méry, Alain, La rentrée littéraire, côté business – Le Monde, 6 septembre 2013:
http://www.lemonde.fr/economie/article/2013/09/05/la-rentree-litteraire-cote-business_3471397_3234.html

Versandhändler verzeichnen ein Umsatzplus von 30%. Verlagerung ins Internet setzt sich fort:
www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2013/08/22/verlagerung-ins-internet-setzt-sich-fort.htm

www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum/2012/11/19/bis-zu-30-digital.htm
www.ifd-allensbach.de/fileadmin/AWA/AWA2013/Codebuchausschnitte/AWA_2013
_Codebuch_Kultur_Buecher_Sprachen.pdf

www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2013/07/05/papier-bleibt-die-erste-wahl.htm
www.buchreport.de/nachrichten/online/online_nachricht/datum/2012/06/04/38-mio-euro-umsatz.htm
Vier große Trends auf dem deutschen E-Book-Markt. Zwischen Ernüchterung und Euphorie, in : Buchreport, 7. Juni 2013 www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/
datum/2013/06/07/zwischen- ernuechterung-und-euphorie.htm


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