Eine neue Biogaphie über Machiavelli?

Reinhardt, Volker
Machiavelli oder Die Kunst der Macht
Eine Biographie

München: C.H.BECK, 2012.
400 S., mit 15 Abbildungen und 1 Karte. Gebunden

Der Buchrücken wirbt mit dem Text: „Volker Reinhardt legt mit diesem Buch die erste Biographie über Machiavelli seit Jahrzehnten vor. […] Das Ergebnis ist ein neues Bild von Machiavelli: hinter dem illusionslosen Zyniker verbirgt sich ein Idalist, der an die perfekte Republik und das gute Leben glaubt. Gerade dieser Machiavelli hat uns bis heute etwas zu sagen.“ Möglicherweise hat die Werbeabteilung des Verlags das Buch ihres Autors nicht richtig gelesen. Reinhardt hat keine „Biographie“ vorgelegt, sondern er resümiert vor allem die Legationsberichte Machiavellis, einige Passagen aus seinem Büchlein über den Fürsten, einige ausgewählte Passagen aus den Discorsi, und er entdeckt nebenbei, dass Machiavelli auch Dichter und Komödienschreiber war. Dazu kommen noch Zitate aus seiner Korrespondenz, die dieses Buch zu einer politischen Geschichte Florenz und Italiens von ca. 1480 bis 1527 machen, in der auch einige Lebensstationen Machiavellis genannt wird.

Im Prolog „Der Provokateur“ wird Machiavelli zum „Missionar im Spöttergewand“ (S. 11) und verkündet „Wahrheiten […] seiner Zeit“. Reinhardt zitiert einige ausgesuchte, – und aus dem Zusammenhang irgendwoher – entnommene Sätze wie „Erfolg ist das Maß aller Dinge,“ oder „Der vollendete Politiker muss nicht nur skrupellos vorgehen, sondern auch betrügen und Verträge brechen können.“ (S. 11-13) Es gibt keine Anmerkungen zu diesen Zitaten, Reinhardt kommentiert sie knapp und bestätigt so auf leichte und eingängige Weise, was alle schon immer über Machiavelli wussten, wofür sein Name steht, wie der Satz „In der Politik erweisen sich die Regeln der verbürgten Macht nicht nur als untauglich, sondern geradezu als kontraproduktiv.“ Reinhardt hält das an dieser Stelle Belege nicht für notwendig. Er bestätigt nur das traditionelle Machiavelli-Bild. Nichts Neues, ganz im Gegensatz zu dem eingangs zitierten Werbetext.

Machiavelli wird am 28. Mai 1498 vom Rat der Achtzig zum Sekretär der Florentinischen Regierung und zum Chef der Zweiten Kanzlei gewählt. Zu Recht darf man sich wie der Autor wundern, wieso ein nahezu Unbekannter im Alter von 29 Jahren diese ehrenvolle Aufgabe erhält, wenn man nicht vorher die Untersuchung der Tagebücher von seinem Vater Bernardo Machiavelli zur Kenntnis genommen hat: Catherine Atkinson, Debts, Dowries, Donkeys. The Diary of Niccolò Machiavellis’s Father, Messer Bernardo, in Quattrocento Florence, Reihe Dialoghi/Dialogues, hg. v. D. Hoeges, Bd. 5., Frankfurt/Peter Lang 2002.

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Bibliotheken und Datenbanken im Internet

Fachinformationsdienst Romanistik ***


Bibliotheken online – Bibliothéques numériques

GVK – Gemeinsamer Verbundkatalog
Gallica – Bibliothèque numérique de la Bibliothèque nationale de France
Chercher & trouver Les mémos de la BnF
Karlsruher Virtueller Katalog (KVK)
TEL – The European Library
Bibliothèques virtuelles Humanistes
Digitale Biblithek Hochschule de Medien
Open Access: Zugriff auf digitale Sammlungen – Deutsche National-Bibliothek

Lexika

Deutsches Literatur-Lexikon – Bayrische Staatsbibliothek

CNRTL Centre national de ressouces textuelles et littéaire ***

Dictionnaires en ligne – Académie de Versailles

Bücher und Projekte online

Deutsche Digitale Bibliothek
Literatur im Netz – Literaturachiv Marbach
www.springerprofessional.de/
www.literaturkritik.de/
ABU : la Bibliothèque Universelle
The Million Book Project
Gutenberg Projekt

Le répertoire de liens – weblettres.net ***

Zeitschriften

JSTOR – The Scholarly Journal Archive – 200 revues anglophones

Cairn.info, plateforme de référence pour les publications scientifiques francophones, vise à favoriser la découverte d’une recherche de qualité tout en cultivant l’indépendance et la diversité des acteurs de l’écosystème du savoir.

Persee.fr est un portail de diffusion de publications scientifiques, principalement dans le domaine des sciences humaines et sociales mais aussi des sciences de la Terre et de l’environnement.Son positionnement est original car il assure la diffusion de collections patrimoniales (le plus ancien document diffusé date de 1840) et il propose des outils d’exploitation similaires à ceux présents sur les portails d’édition courante (indexation au niveau de l’article, plan des documents, exports des références bibliographiques, format détachable, référencement croisé, etc.). Ouvert en 2005, persee.fr diffuse actuellement près de 400 collections, soit plus d’1 million de documents en texte intégral et en libre accès. Le portail accueille en moyenne 30 millions de visites par an.

MUSE John Hopkins University

Datenbanken

DEBIS – DBIS -Datenbankinfosytem-Die richtige Datenbank für die Recherche finden.
JOCONDE. Catalogue des collections des musées de France
Archéologie, beaux-arts
RLG Cultural Materials – La Research Library Group
E-LIS. E-prints in Library and Information Science
Légifrance

USA

Global Gateway – World Culture and Ressources – Digital Library – Library of COngress
American Memory – Library of Congres
Gutenberg Projekt

Diverse Institutionen und Initativen

Wikipedia
www.archivescanadafrance.org/ – Les Archives de France et les Archives du Canada

Google Books

Google Print und die Französische Revolution – Ein Beispiel.

„Plaidoyer pour un sursaut“ lautet der Untertitel des Buches „Quand Google défie l’Europe“, mit dem der Direktor der Bibliothèque Nationale, Jean-Noël Jeanneney, in Paris vor den Folgen von Google Print für die europäische Kultur warnt. Rezension auf www.romanistik.info
Am 14. Dezember 2004 wurde bekannt, daß Google Auszüge aus mehreren amerikanischen Bibliotheken rund 15 Millionen Bücher zum Durchsuchen online zur Verfügung stellen will.
print.google.com/
„What is Google Print?- Google’s mission is to organize the world’s information, but much of that information isn’t yet online. Google Print aims to get it there by putting book content where you can find it most easily – right in your Google search results….“
What ist Google Print?
Search Engine Users: Internet searchers are confident, satisfied and trusting – but they are also
unaware and naïve
Quand Google défie l’Europe, in: LE MONDE, 23 Janvier 2005 – kostenpflichtig
Jean-Noël Jeanneney
Quand Google défie l’Europe. Plaidoyer pour un sursaut, Editions Mille et une nuit, Paris 2005.
Rezension Le débat autour des projets de numérisation: revue de presse
Website der Nationalbibliothek, Paris
La bibliothèque virtuelle et gratuite de Google
von Claudine Mulard, LE MONDE, 5.3.2005 – nicht mehr online
Cf. J.-N. Jeanneny, S. 79 Quand Jeanneney défie Google

Werbung mit Google: http://www.google.de/ads/

Weitere Quellen / Hinweise

Visite de la Secrétaire d’Etat Condoleezza Rice à Paris: 8-9 février 2005.
La main tendue de Condoleezza Rice par Michèle Gayral – Article publié le 09/02/2005
„La secrétaire d’État américaine a choisi Paris pour prononcer un discours stratégique sur le
partenariat entre les Etats-Unis et l’Europe. Discours conciliant sur la forme, mais pas
nécessairement sur le fond.“ Cf. Jeanneney, S. 54 ff.
Radio France Internationale