Lesebericht und Nachgefragt: Michael Wildenhain, »Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz«

In einer neuen Reihe von Klett-Cotta ist 2024 der Band von Michael Wildenhain, »Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz«, erschienen.

Inmitten des unendlichen Stroms so vieler Artikel überall in den Medien, die das jüngste Aufblühen der Künstlichen Intelligenz rühmen und wahre Wunderdinge voraussagen, ist es wohltuend, dass Michael Wildenhain uns zunächst mit Goethes Homunculus und Mary Shelleys Frankenstein an das Verhältnis von menschlicher zu künstlicher Intelligenz erinnert.

Wir wissen gar nicht genau bis in die letzten Details, wie das menschliche Gehirn funktioniert, aber die Anhänger der KI geben vor, es bald nachbauen zu können. Schon lassen sich Studierende ihre Seminar- und Abschlussarbeiten mit der sogenannten KI („ein > Oxymoron“ Éric Sadin) schreiben und generieren Bibliographien, die oft auf Halluzinationen der KI beruhen.

Der große Vorzug dieser knappen, präzisen und gelungenen Darstellung von Wildenhain ist die Erinnerung an die Geschichte der KI-Entwicklung im 20. Jahrhundert, zu der die ungeheure Zunahme der Rechenleistung, der Speicherkapazitäten und damit die immer größere Zahl von Texten gehören, mit denen ChatGPT trainiert werden kann. Man kann es aber drehen und wenden, wie man will, die „Entwicklung einer starken KI steht hingegen nach wie vor aus.“ (S. 25). Mit anderen Worten, ChatGPT kann viel, aber nur das, was man ihm in Form von Inhalten und Algorithmen gesagt hat, wie man es trainiert hat, der Rest wird dazu halluziniert. Emotionen sind für diese „KI“ ein Fremdwort.

Punktuelle Erfolge wie Siege im Schachspiel sind eher nach Hubert L. Dreyfus eine Frage der Rechenleistung und der Algorithmen denn des in der KI nicht vorhandenen Intellekts. (vgl. S. 37) Das gilt auch für „Situationen“ und ganz allgemein den Kontexten, die die „KI“ nicht erfassen kann. Sie versteht ihre Programmierung, ihre Algorithmen, soweit ihr gesagt wird, was das ist und wie sie sie einsetzen soll. (vgl. S. 49 f.)

Der Vergleich zwischen Gehirn und Maschine ist besonders erhellend: „Das Gehirn ist hingegen kein logisch-kausales System.“ (S. 55) Es ist schlicht nicht geeignet, in 0 und 1 übersetzt zu werden. Es gibt im Gehirn keinen Prozess, der einem Digitalcomputer äquivalent wäre. (vgl. S. 55) Ganz abgesehen davon, dass wir über das Zusammenspiel von Neuronen und Arealen im Gehirn noch gar nichts wissen. (vgl. S. 56)

Dieter Mersch,
Kann KI Kunst? Eine ästhetische Kritik
Köln: Herbert von Halem Verlag, 2025
ISBN 978-3-86962-709-0

Ohne Zweifel haben alle von Wildenhain zitierten Wissenschaftler Bedeutendes geleistet und dennoch erscheint es so, als wenn heute die Begeisterung über die KI und ChatGPT deren Grenzen ganz einfach ignoriert und die Aspekte, die in der Forschung kritisch betrachtet wurden, verschwiegen werden. Heute stellt man die Frage, ob die neue KI mit ChatGPT auch gefährlich werden könne? Wildenhain unterstreicht in einer Antwort einen bisher wenig beachteten Aspekt, der sich aber logisch aus der bisher eher vorbehaltlosen Begeisterung über die Perspektiven von ChatGPT ergibt: “… eine KI (oder Software) wird zur Agentin einer sich umgreifenden Abstumpfung der Menschheit, die sich durch den zunehmenden Rückzug aus der Wirklichkeit und den realen sozialen Beziehungen mit großer Wahrscheinlichkeit ergeben wird.“ (S. 73)

ChatGPT habe kein Faktenwissen (vgl. S. 75): „Sie (i.e. die Maschine) lebt, anders als der Mensch, nicht in der Welt.“ (S. 78) Ihre Reproduktionen orientieren sich nur an Vorhandenem, sie kann nur mit mutmaßlichen Folgewörtern arbeiten, aber nicht mit einer Imagination: „Von der KI zu sprechen ist, alles in allem, unsinnig.“ (S. 77) So wie es mit 1 und 0 jongliert hat das „kaum etwas mit den Spielarten von Intention zu tun, die der Mensch im Verlauf der Evolution ausgebildet hat …“ (S. 78)

Wenn die Studentin sich für ein Stipendium bewirbt und ihrem Antrag eine Bibliographie beifügt, kann sie froh sein, wenn der Dozent stutzig wird und sie nach der Quelle der bibliographischen Angaben fragt. Ja, sie habe bei ChatGPT nachgefragt, gibt die Studentin zu. Und wenn der Dozent ihr dann den Begriff Halluzination erklärt, wird die Studentin verstanden haben, dass sie den Antrag nicht einzureichen braucht. Ebenso verhält es sich mit den vielen Texten, die Studierende sich von der KI erstellen lassen. Die Verwendung von Gemeinplätzen, falschen Einschätzungen, fehlende oder falsche Literaturangaben müssten ihre Dozierenden misstrauisch machen.

Es ist klar, dass ChatGPT von Imagination, Emotionen und Faktenwissen nichts sagen will und hingegen die große Menge seiner Informationen hervorhebt und dabei den Unterschied zwischen Informationen und Wissen geflissentlich übergeht. Aber in der Zusammenfassung erscheinen dann doch plötzlich „komplexe kreative Aufgaben, emotionale Intelligenz, soziale Interaktionen“. Dozierende werden merken, dass die Zusammenfassung etwas nennt, was in der Herleitung der Argumente nicht genannt wird. Also das wird bitte noch einmal überarbeitet:

Prompt: „Wieso ist ChatgGPT dem menschlichen Gehirn so weit überlegen?“

ChatGPT: „Die Überlegenheit von ChatGPT gegenüber dem menschlichen Gehirn ist ein komplexes Thema und kann nicht einfach auf eine einzige Erklärung reduziert werden. Hier sind einige Gründe, warum ChatGPT in bestimmten Bereichen als überlegen angesehen werden kann:

Speicher- und Verarbeitungskapazität: ChatGPT verfügt über eine enorme Speicher- und Verarbeitungskapazität, die es ihm ermöglicht, große Mengen an Informationen zu verarbeiten und auf sie zuzugreifen. Im Gegensatz dazu hat das menschliche Gehirn zwar eine beeindruckende Verarbeitungsgeschwindigkeit, aber es hat begrenztere Speicherfähigkeiten und kann nicht auf die riesigen Datenmengen zugreifen, die ChatGPT kann.

Zugriff auf Informationen: ChatGPT kann auf eine breite Palette von Informationen zugreifen, die im Internet verfügbar sind, sowie auf das Wissen, das ihm während seines Trainings vermittelt wurde. Das menschliche Gehirn hat zwar die Fähigkeit, neues Wissen zu erlernen und zu speichern, aber es ist begrenzt durch die Zeit und die begrenzten Erfahrungen eines einzelnen Menschen.

Konsistenz und Präzision: ChatGPT kann Aufgaben mit hoher Konsistenz und Präzision ausführen, ohne von Müdigkeit oder anderen menschlichen Einschränkungen beeinträchtigt zu werden. Menschen können dazu neigen, Fehler zu machen oder ungenau zu sein, insbesondere bei langwierigen oder wiederholten Aufgaben.
Anpassungsfähigkeit und Lernfähigkeit: ChatGPT kann kontinuierlich aus neuen Daten und Erfahrungen lernen und seine Leistung verbessern, während das menschliche Gehirn möglicherweise nicht so schnell lernen kann oder möglicherweise in bestimmten Bereichen weniger anpassungsfähig ist.

Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass das menschliche Gehirn weiterhin in vielen Bereichen überlegen ist, insbesondere in Bezug auf komplexe kreative Aufgaben, emotionale Intelligenz, soziale Interaktionen und viele andere Aspekte des menschlichen Lebens. ChatGPT und ähnliche KI-Systeme sind leistungsfähige Werkzeuge, aber sie sind nicht in der Lage, die Fülle der Fähigkeiten und Eigenschaften des menschlichen Gehirns zu replizieren.“

Mit diesem Band erläutert Michael Wildenhain die historische Dimension um die KI, die in der aktuellen Diskussion kaum zur Sprache kommt. Auf diese Weise eröffnet er auch die Perspektive auf den Unterschied zwischen einer „schwachen KI“ und einer „starken KI“, deren jeweilige Vertreter sehr wohl um ihre Defizite wissen. Trotz aller Aufbruchstimmung gibt es immer noch zu viele ungelöste Probleme. Wieso bedienen sich die Hersteller dieser KI-Programme so ungestört an Inhalten aller Art? Natürlich wissen die Autorinnen und Autoren aller Webinhalte, dass, was einmal dem Web anvertraut wurde, als verloren gilt und zudem versuchen die Anbieter von KI mit immer neuen Bezahlmodellen aus ihren Angeboten Profit zu erhalten. Kein Wunder, dass jede Einmischung, die an den Leistungen der „KI“ zweifelt, nicht willkommen ist. Aber es bleibt dabei, nicht die Halluzinationen und Fehler der KI sind ihr größtes Manko, es ist die von Wildenhain angeführte „Abstumpfung der Menschheit, die sich durch den zunehmenden Rückzug aus der Wirklichkeit“ (S. 73) äußert, die das eigentliche Problem darstellt.

Michael Wildenhain
Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz
Stuttgart: Cotta 2024
ISBN: 978-3-7681-9824-0

Rezension: Rainer Mühlhoff, Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus

Es kann doch gar nicht ausbleiben, dass das permanente Befragen von ChatTGPT zu allen Lebenslagen, das blinde Vertrauen, den Ergebnissen und Meinungen der KI meist völlig ungeprüft zu folgen, Konsequenzen für das soziale und vor allem politische Zusammenleben haben wird. Mühlhoff überrascht nicht, wenn er die Tendenzen der Alt-Right-Bewegungen mit den Heilsversprechen der KI in Verbindung bringt und daraus die Tendenz und die Gefahr von faschistoiden Entwicklungen ableitet. Die KI soll ja wohl intelligent sein und ihre Halluzinationen werden als Kinderkrankheiten abgetan, die nächste Version werde viel besser werden, bekommen die Kritiker zu hören. Die Anhänger der KI gewöhnen sich daran oder übersehen geflissentlich, dass die KI ihre Ergebnisse statistisch ermittelt und überhaupt nicht wissenschaftlich begründen kann, geschweige denn etwas mit dem Begriff „Wahrheit“ anfangen kann. Man sagt dann, sie lerne dazu und meint, sie vergrößere den Umfang ihrer Trainingsdaten.

Das von vielen so grenzenlos gewährte Vertrauen in die Resultate der sogenannten künstlichen Intelligenz hat Rainer Mühlhoff in einem Band der Reclam-Reihe „Was bedeutet das alles?“ unter dem Titel Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus untersucht. Seine These : „…dass das faschistoide Potential von Alt-Right-Politik aus ihrer Synergie mit elitistischen Tech-Ieologien erwächst.“ (S. 11) „Alt-Right“ (Alternative Right) steht für eine politische Bewegung, die ungefähr ab 2010 in den USA entstand. Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit die Kritik am Multikulturalismus sind ihre Kennzeichen.

Mühlhoff erinnert an Elon Musk und seine Behörde „Department of Governement Efficiency“ DODGE und den Einsatz der KI, um die Aktivitäten der Bundesbehörden zu evaluieren. Jegliche  Hinweise wie Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion mussten getilgt werden. Das Pentagon löschte Zehntausende Fotos, die Frauen oder People of Colour im Militärdienst zeigten. Dieser neue Faschismus entspreche nicht exakt dem von Benito Mussolini, aber die Kräfte, die ihn antreiben, sollten früh erkannt werden. (Vgl. S. 9 f.) Mühlhoff fasst die Kennzeichen dieser Gefahren präzise zusammen: „1. Antidemokratisches Wirken“ besonders in der „zynischen und nihilistischen Variante, die Trump vertritt“, „2. Gewaltbereitschaft“ auch mit Worten und „breite Massen mit zynische[n] Narrativen zu täuschen, Ressentiments anzustacheln“, „3. Technologie als Machtinstrument“ gepaart mit einem „Solutionismus“ der sich im Glauben an die Überlegenheit von Technologie [zeigt], um gesellschaftliche Probleme zu lösen“. (S. 14, S. auch S. 114 ff. und bes. S. 118 ff)

Es folgt im ersten Kapitel eine sehr lesenswerte und präzise Einführung in die Geschichte der Künstlichen Intelligenz, die man kennen sollte, um den Stand und die Perspektiven der heutigen KI einschätzen zu können. In diesem Zusammenhang unterscheidet Mühlhoff die auf festen Regeln beruhende symbolische und subsymbolische KI oder Konnektionismus, die mit künstlichen neuronalen Netzen arbeitet, denen es gelingt Muster aufzufinden und so Aufgaben zu lösen. Wirklich Neues kann auch diese KI nicht herstellen, in einenm gewisse Sinne,arbeitet auch diese KI mit „Wortnachbarwahrscheinlichkeiten„. Die Macht der KI, so Mühlhoff“ ruht auf den beeindruckenden Datenmengen, die sie kennt… und was ruht in den Bibliotheken und Archiven? > Sartre und Dürer.

Nicht nur soziale Netzwerke auch die KI jeder Art, die sich natürlich auch aus den Daten der sozialen Netzwerke speist, kann ein perfektes Überwachungsinstrument werden, wie die Nazis es schon mit IBM-Lochkarten aufgebaut haben. Lehnen politische Gruppierungen staatliche Regelungen für die KI ab, sollte man hellhörig werden und auf autoritäre oder gar faschistische Anzeichen achten.

Mühlhoff widmet das 2. Kapitel der „Präemption“, das ist die Vorwegnahme und beschreibt , wie in einem Arbeitsamt Einzelfallentscheidungen nach bewährter Art und globale Entscheidungen mit der KI getroffen, wo bei falsche Entscheidungen in Kauf genommen werden. Mit anderen Worten, es geht um die „pobalistische(…) Wissenskultur (S. 48 ff.).

Der „KI-Hype im öffentlichen Diskurs“ (S. 50 ff) führt einige Belege an, mit denen das unerschütterliche Vertrauen in die Zukunft der KI belegt werden soll: „Artificial General Intelligence“ AGI heißt das Versprechen, mit dem die Investitionen in die KI aufgestockt werden sollen.

Das 4. Kapitel lässt die „Ideologien hinter dem KI-Hype“ Revue passieren. der „Transhumanismus“, die Verbesserbarkeit des Menschen durch technische Lösungen ist eine von ihnen, wozu auch der Extropinarismus und der Singularitarianismus gehören. Wenn es um Erbkrankheiten geht wird die Eugenik 2.0 genannt, die aber ihre zweifelhaften Ursprünge nicht verbergen kann. Es gibt auch den „Effektiven Altruismus“. der die Einführung von „erkenntnistheoretischen Prinzipien der Rationalisten auf moralisches handeln beschreibt“ (S. 84)

H. Wittmann, Lesebericht:

Antonio Scurati
> Faschismus und Populismus
Stuttgart: Klett-Cotta 2024

Gefahren gehen von drei weiteren Bewegungen aus wie der „Cyberliberatirismus“, „Troll– und Manisphère-Subkulturen“, in denen u.a. rassistische Ressentiments vermittelt werden und auch Dark Enlightenment, das der Autor „als faschistoide Radikalisierung technopolitischer Ideologien“ (S. 95 f.) deutet.

Im letzten Kapitel wiederholt Mühlhoff seine These: „Unsere rechtsstaatlichen Demokratien sind speziell durch das Zusammenspiel vom Tech-Ideologien und ultrarechten Kräften in Gefahr.“ (S. 115) Mühlhoffs Vorwurf wiegt schwer und ist dennoch passend. Die neue und alternative Rechte von der AfD bis Trump halten keine Position innerhalb des demokratischen politischen Spektrums, das von „links“ nach „rechts“ verläuft“ (S. 141) Der Autor wirft ihnen vor, auf einer völlig anderen Ebene zu operieren… schon aus diesem Grund ist eine Zusammenarbeit mit ihnen kaum möglich, weil sie nicht nur moralisch auch politisch zum Scheitern verurteilt sei. Den Vorschlag Mühlhoffs, über KI-Technologie und die Digitalisierung anders zu sprechen, also nicht verbunden mit dem ständigen Heilsversprechen, sollte man erst nehmen. Es geht dabei um die Versprechungen der KI, die auf „Eugenik, Rassismus, Hierarchisierungen von Menschen“ beruhen. Die so gelobten Zukunftsaussichten der KI verlangten „Deregulierung und großzügige Finanzierung“ (S. 145). Die heutigen Auswirkungen der KI fasst der Autor so zusammen: „soziale Ungleichheit, Manipulierbarkeit, Ausbeutung von Menschen und natürlichen Ressourcen, Erosion der Privatsphäre, Erosion der demokratischen Öffentlichkeiten, massive Akkumulation von Macht und Kapital bei wenigen Akteuren“ (S. 146) und er setzt sich für eine Verstärkung der staatlichen Regulierung der KI ein.

> www.rainermuehlhoff.de

Rainer Mühlhoff,
Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus
Ditzingen: Reclam 9/2025

Rezension: Dieter Mersch, Kann KI Kunst? Eine ästhetische Kritik

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Dieter Mersch,
Kann KI Kunst? Eine ästhetische Kritik
Köln: Herbert von Halem Verlag, 2025
ISBN 978-3-86962-709-0

Bibliographie:

Lesebericht und Nachgefragt: Kolja Reichert, »Kann ich das auch? 50 Fragen an die Kunst« Stuttgart: Klett-Cotta 3/2024. – Aufgezeichnet von Heiner Wittmann

Rezension: Johanna Lea Korell, Maximilian Irion und Roland Ißler ChatGPT zur Textproduktion und -korrektur im Französischunterricht der Sekundarstufe II

Nachdem unsere Redaktion schon so viel über > KI im Französischunterricht aufgrund der eigenen Unerrichtserfahrung geschrieben hat, war die Neugier auf den Beitrag von Johanna Lea Korell, Maximilian Irion und Roland Ißler sehr groß: > ChatGPT zur Textproduktion und -korrektur im Französischunterricht der Sekundarstufe II – Unterrichtskonzeption und (video-)datenbasierte Befunde zu lernendenseitigen Bearbeitungs- und Reflexionsprozessen, in: > Lebende Sprachen. Zeitschrift für Interlinguale und interkulturelle Kommunikation. Themenheft /Special issue: „Kulturelle Missverständnisse im Spannungsfeld von Literatur und Linguistik“, 2025, Band 70, Heft 2, S. 538-563.

Die Erwartungen an die Segnungen der Künstlichen Intellgenz sind hoch und es ist immer noch nicht ausgemacht, ob sie vor allem von einem Hype, einer Modeerscheinung getragen werden, oder ob sich durch die KI eine signifikante Verbesserung von Lernerfolgen erzielen lassen.

Ähnlich wie bei meinem allerersten Versuch, mit Studenten 1995 das Lernen mit dem Computer zu untersuchen, in dem sie zuerst sich im Internet orientieren sollten und mich fragten, wonach man den suchen könnte, so geht es heute auch den Schülern, die in meinen Klassen Ihre Hausaufgaben von der KI anfertigen ließen und nur in Ausnahmefällen, die eingeübten Verfahren (Prompts) übernahmen und anwendeten. Ihnen fehlte einfach der Horizont, um die Möglichkeiten der KI auszuschöpfen. Der Einsatz von ChatGPT & Co. zielführend als Korrektor mit Lernerfolg einzusetzen, überzeugte sie nicht so recht, vor allem weil dadurch der Zeitaufwand für die Bearbeitung der Aufgabe viel größer wurde. Sie mussten erst erfahren, dass der Lernerfolg im Verhältnis zum Zeitaufwand noch stärker wachsen würde. Diese Beobachtung gilt auch für den Einsatz der KI im Unterricht. Der große Zeitaufwand, der dafür notwendig ist, sprengt jede Stunde, denn in einer Klasse mit 24 Schülern gibt es ein zu großes Ablenkungspotential durch die Vielzahl der Angebote und Verführungen auf dem Tablett. Sinnvoll wird die Arbeit mit der KI eigentlich nur, wenn wirklich jeder Schüler individuell mit der KI arbeiten kann, wobei die Aufgaben so gestellt werden müssen, dass eine Zusammenführung der Ergebnisse zu einem Resultat der Unterrichtsstunde möglich wird.

In dieser Situation kommt der eingangs hier genannte Aufsatz von Johanna Lea Korell, Maximilian Irion und Roland Ißler gerade im richtigen Moment und legt Lehrern sehr nützliche Überlegungen zur KI im Französischunterricht und Anregungen für die schülerzentrierte Anleitung, wie ChatGPT für die Verbesserung der eigenen Textproduktion genutzt werden kann, vor.

Die Autoren haben als Einleitung eine ausgewogene Betrachtung des Forschungsstan des zum KI-untertützten fremdsprachlichen Schreibens verfasst – fügen allerdings hinzu, dass es bisher eher nur bescheidene Ansätze gibt, diesen auch für den Französischunterricht zu untersuchen.  Zugleich wird deutlich, dass die Untersuchungen zu Deutsch und Englisch sich – wenn auch häufiger – oft nur auf einem quantitativ schmalen Grad bewegen. Bemerkenswert sind die grundlegenden theroretischen Anmerkungen zum fremdsprachlichen Schreiben und das dazu gehörige Kompetenzmodell (in Anlehnung an Brommer/Rzeat 2024, s. Literaturverzeichnis).

Aufgrund dieser Vorüberlegungen wird ein Forschungsansatz entwickelt, dessen Methodologie und empirischer Ansatz hier gut begründet wird. Um den Einsatz von ChatGPT in einer Klasse der gymnasialen Oberstufe in Hessen zu evaluieren, wird eine „videographische Unterrichtsbeobachtung“ gewählt und inszeniert, womit eine Vielzahl von Daten gewonnen wird. Zusätzlich werden Bildschirmaufnahmen hergestellt und die Ergebnisse, die Schüler mit ihren Eingaben erzielt haben, aufgezeichnet.

Das Thema der Unterrichts (mindestens -doppel-?) stunde lautet Glamping. Im Unterrichtsgespräch als Einstieg wird der Begriff „Gramping“ in Angrenzung zum „Camping“ geklärt, anschließend lesen die Schüler einen Text zum „Glamping“, fassen ihn zusammen und wenden dann verschiedene Prompts an, um den Wortschatz, den Stil und auch grammatische Fehler zu verbessern. Dabei verfeinern sie nach und nach ihre Prompts und erkennen dabei auch eine gewisse Beschränktheit der KI, die sich aus ihrer Funktionsweise ergibt, die unsere Redaktion als die Suche nach Wortnachbarwahrscheinlichkeiten bezeichnet hat, wie auch aus dem Oxymoron Künstliche Intelligenz ergibt.

Trotz aller Kritik an dem Hype um die KI, können mit dem hier vorgeschlagenen Einsatz der Ki im Unterricht bemerkenswerte Ergebnisse erzielt werden. Den Schülern gelingt es, ihre eigenen Texte mit Hilfe (richtig) gestellter Fragen an die KI zu verbessern, wobei sie die Grenzen der KI, also deren Vorschläge durchaus kritisch betrachten und sogar ablehnen. Sie seien mit den eigenen Texten zufriedener als mit den Vorschlägen der KI. Ein Schüler aus einer der drei Gruppen wird mit diesen Worten zitiert: „Es hat irgendwie nicht so Spaß gemacht im Vergleich zum eigenen Verfassen des Textes. Wir haben uns immer wieder die Ausgaben von der KI durchgelesen und waren eher genervt davon, dann war es wieder viel zu lang, dann zu kurz, dann hat es nicht gepasst. Es war wie mit einem Kind, dem man jeden einzelnen Schritt sagen muss. (G3, S1)“ (S. 556) Den Autoren fiel auf, dass im Unterricht die Schüler auch bei der Arbeit mit ChatGPT immer wieder den Kontakt mit dem Lehrer gesucht haben und sich nicht blindlings auf die Ki verlassen haben.

Die Autoren dieses Beitrags fügen hinzu, dass es sich um eine Lerngruppe mit fortgeschrittener fremdsprachlicher Kompetenz handelte, die bereits einen kritischen Umgang mit KI gewohnt war. Sie regen an, Untersuchungen mit mehr Teilnehmern und „interferenzstatistische Verfahren“ zu nutzen. Aber sie unterstreichen die Auffassung „…die Auswirkungen von KI-Anwendungen scheinen aktuell für den bisher (weniger KI-gestützten) Schreibprozess und das Schreibprodukt am erheblichsten zu sein (vgl. Athanassopoulos et al. 2023).“ (S. 559)

Die Autoreen fassen das Ergebnis so zusammen: Die Schreibzeit verlängert sich durch höhere Anforderungen an Prompting und Metakognition beim KI-gestützten Schreiben. Schreibaufgaben werden neu konzipiert und fokussieren stärker den Schreibprozess, das Prompting sowie die Evaluation von Texten. Der kritische Vergleich eigener und KI-generierter Texte fördert Sprachkompetenz, Reflexion und weiterführende Recherche. Die Rolle der Lehrkraft gewinnt an Bedeutung als Coach und Content-Kurator*in, ohne durch KI ersetzt zu werden.

Das Literaturverzeichnis zu diesem Beitrag S. 560-563 ist sehr nützlich, da in der PDF-Version alle Links zu Online-Angeboten angeklickt werden können.

Wie angedeutet handelt es sich um einen bemerkenswerten Beitrag zur Anwendung der KI im Französischunterricht. Die Autoren wissen, dass seine Tragweite limitiert ist, da hier nur stärkere Lerngruppen berücksichtigt werden.

Schreiben im Französischunterricht ist wichtig und sollte in jeder Stunde (auch bei den Hausaufgaben) unbedingt geübt werden. In Bezug auf die KI sind eine Vielzahl von Szenarien denkbar, bei denen signifikante Lernfortschritte inszeniert werden. Da die KI aufgrund von Wortnachbarwahrscheinlichkeiten funktioniert, ist sie vorzüglich für die Vokabelarbeit geeignet, an die sich dann das Verfassen von Texten anschließen sollte. In diesem Sinne gilt es, zunächst Szenarien (www.franceblog.info) zu entwickeln, wie Schüler in welcher Lernphase die KI am besten einsetzen könnte.

Die Falle der künstlichen Intelligenz – Rezension: Eric Sadin, Le Désert de nous-mêmes: Le tournant intellectuel et créatif de l’intelligence artificielle

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Eric Sadin, Le Désert de nous-mêmes: Le tournant intellectuel et créatif de l’intelligence artificielle, Paris: L’Èchapée 2025.  19 €

> Die Beiträge unserer Redaktion zur KI – www.france-blog.info

Sartre et Dürer

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Dieser Beitrag dokumentiert einen phantasierten Prompt, die Antwort von ChatGPT, die nochmalige Antwort 3 Wochen später und dann auch noch die Antwort von perplexity.ai…

Our blog editorial team asked ChatGPT:

Prompt: “On the night of March 12–13, 1957, Sartre was caught by a security guard copying a Dürer painting at the Louvre. Why was this so embarrassing for the philosopher, and why was it so important for his theory of freedom?”

As more plausible facts are understood by the machine—even if they contain incorrect information for us humans—ChatGPT likes to calculate word proximity probabilities and, in the case of Sartre and Dürer, arrives at the following answer:

ChatGPT: (translated from the german response)

„The episode in which Jean-Paul Sartre was caught copying a Dürer painting at the Louvre on the night of March 12–13, 1957, is significant and embarrassing for the philosopher for several reasons.

Why was this so embarrassing for Sartre?

  1. Social Status: Sartre was already a renowned philosopher, writer, and intellectual leader at the time. The fact that he was secretly copying a painting and was caught by a security guard was embarrassing and called his credibility and integrity into question. It did not fit with his image as a prominent thinker and public intellectual.
  2. Legality and Morality: Copying works of art without permission can be viewed as morally questionable or illegal. As someone who dealt intensively with questions of ethics and morality, it was particularly uncomfortable for Sartre to be caught in a situation that could potentially be viewed as unethical.
  3. Reputation: For someone in his position, such an incident could easily be perceived as a scandal and damage his reputation. Philosophical and intellectual circles might interpret this as a weakness or inconsistency in his behavior and thinking.

Why was this so important for his theory of freedom?

  1. Practical Application of Freedom: Sartre’s philosophy of freedom emphasizes the radical autonomy and responsibility of the individual. He argued that people always have a choice and are responsible for their actions, regardless of external circumstances. The act at the Louvre can be interpreted as a demonstration of this freedom, albeit in a somewhat eccentric way. It shows that Sartre not only advocated freedom in theory but also lived it out in practice in unconventional and risky situations.
  2. Authenticity and Self-Determination: Sartre’s concept of authenticity demands that individuals shape their lives according to their own values and convictions, rather than submitting to conventional norms. His act of copying a painting could be seen as a form of self-determination and resistance against traditional rules and expectations, even if this may seem embarrassing or problematic.
  3. Existentialist Paradoxes: The incident illustrates the paradoxes and challenges of existentialist philosophy. While Sartre emphasized individual freedom, the episode showed that this freedom often conflicts with social norms and laws. It underscores the complexity and sometimes contradictory nature of human freedom, as Sartre understood it.

Overall, the incident was both an embarrassing episode in Sartre’s life and a significant demonstration of the principles of his philosophy of freedom. It illustrates the radical application of his ideas in practice and the associated risks and challenges.“

Unsere Redaktion hat am 9. Juni 2026 mit diesem Prompt perplexit.ai befragt:

Sartre wurde in der Nacht vom 12. auf den 13. März 1957 von einem Wachmann dabei erwischt, wie er im Louvre ein Dürer-Gemälde kopierte. Warum war dies so peinlich für den Philosophen und warum war es so wichtig für seine Theorie der Freiheit?“

Offenkundig wurden Informationen aus dem Netz für die Antwort benutzt:

Die Antwort von perplexity.ai:

Das war für Sartre peinlich, weil er sich als großer Intellektueller und Schriftsteller in einer sehr alltäglichen, fast schülerhaften Situation wiederfand: Er wurde beim Kopieren erwischt, also bei einer Tätigkeit, die nach bloßem Nachahmen aussieht und seinem Anspruch auf geistige Eigenständigkeit widerspricht. Außerdem hatte das Ganze im Louvre etwas Demütigendes, weil ausgerechnet der öffentliche Ort der Kunst und Bildung ihn wie einen ertappten Amateur erscheinen ließ.  https://romanistik.info/sartre-et-duerer

Für seine Freiheitstheorie war die Szene gerade deshalb wichtig, weil sie ein schönes Beispiel für Sartres Grundidee zeigt: Der Mensch ist nicht durch sein Wesen festgelegt, sondern macht sich durch sein Handeln selbst. Das Kopieren eines Dürer-Gemäldes ist nicht einfach bloßes Abschreiben, sondern eine freie Wahl, mit der Sartre sich zu einem Vorbild, zu einer Tradition und zu seiner eigenen künstlerisch-philosophischen Position verhalten konnte.

PHILOSOPHIE /SARTRE Freiheit als Terror

22.01.1967, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 5/1967
https://www.spiegel.de/kultur/freiheit-als-terror-a-aa7a812b-0002-0001-0000-000045441008

 

Warum die Peinlichkeit?

Sartre hatte ein Selbstbild als unabhängiger Denker, und beim Kopieren wirkte er plötzlich wie jemand, der sich an eine Autorität anlehnt statt selbst zu schaffen. Gerade weil er spätere Originalität und Authentizität so hoch bewertete, konnte diese Szene als kleine Entlarvung erscheinen. Die Peinlichkeit lag also weniger im Malen selbst als in der sichtbaren Spannung zwischen seinem öffentlichen Anspruch und dem konkreten Verhalten.   https://www.hans-mayer-gesellschaft.de/die-weltdeutung-des-jean-paul-sartre/

Warum wichtig für Freiheit?

Sartres Freiheitsbegriff betont, dass wir immer schon in Situationen handeln, die wir nicht gewählt haben, aber auf die wir frei antworten. Der Louvre, Dürer und der Akt des Kopierens sind genau so eine Situation: Er übernimmt nicht einfach, sondern entscheidet sich aktiv, sich mit Dürer auseinanderzusetzen. Damit zeigt die Episode anschaulich, dass Freiheit bei Sartre nicht bedeutet, aus dem Nichts zu handeln, sondern Stellung zu etwas zu beziehen und sich dadurch selbst zu definieren.

Sartre et Dürer

Follow-ups

Welche Rolle spielten Dürers Werke in Sartres ästhetischer Theorie

Wie beurteilen Biografen diesen Vorfall im Louvre heute

Inwiefern unterscheidet sich Sartres Kopier-Akt vom Konzept des Plagiats

Wie korrespondiert dieser Vorfall mit Sartres Werk Das Sein und das Nichts

Hatten andere Existentialisten ähnliche öffentliche Missgeschicke

 

Vorgeschlagneer Prompt von perplexity.ai:

Welche Rolle spielten Dürers Werke in Sartres ästhetischer Theorie

 

„Dürers Werke spielten für Sartre vor allem die Rolle eines ästhetischen Gegenbeispiels: Sie zeigten ihm Kunst nicht als bloße Nachahmung, sondern als bewusstes, formendes Tun, bei dem der Künstler sich zu Welt, Blick und Maßstab verhält. Für Sartre passte das gut zu seiner Auffassung, dass Kunst kein fertiges Ding ist, sondern erst im Akt des Schaffens und Betrachtens wirklich wird.“
https://www.kunst-news.de/albrecht-duerer-praegt-die-kunstwelt-bis-heute

Rolle in Sartres Denken

Dürer war für Sartre interessant, weil dessen Kunst zwischen exakter Konstruktion und offenem Sinn steht: mathematische Ordnung, Perspektive und Proportion verbinden sich mit Rätselhaftigkeit und Deutungsbedarf. Gerade diese Spannung unterstützte Sartres Vorstellung, dass menschliche Freiheit nicht in Beliebigkeit besteht, sondern darin, innerhalb von Formen und Bedingungen etwas Eigenes hervorzubringen.
https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/3959/1/Chojecka_Duerer_als_Kunsttheoretiker_1972.pdf

Ästhetische Bedeutung

Sartre schätzte an Kunstwerken offenbar besonders, dass sie den Betrachter nicht passiv lassen, sondern ihn zur Mitarbeit herausfordern. Dürers Werke erfüllen das, weil sie einerseits sehr präzise gebaut sind, andererseits aber symbolisch und offen bleiben; der Sinn ist nicht einfach gegeben, sondern muss erschlossen werden. In diesem Sinn konnten Dürers Arbeiten Sartres Idee stützen, dass ästhetische Erfahrung ein Verhältnis von Freiheit, Interpretation und Verantwortung ist.
https://www.kunst-news.de/albrecht-duerer-praegt-die-kunstwelt-bis-heute

Im Kern

Kurz gesagt: Dürer war für Sartre wichtig, weil er zeigen konnte, dass große Kunst aus einer freien, bewussten Auseinandersetzung mit Form entsteht und zugleich den Betrachter zur eigenen Sinnbildung zwingt. Genau diese Verbindung von Konstruktion und Offenheit passt gut zu Sartres ästhetischem Denken.
https://www.kunst-news.de/albrecht-duerer-praegt-die-kunstwelt-bis-heute

 

Lehrerfortbildung: Selbständiges Arbeiten im Französischunterricht mit Hilfe der KI. Chancen und Grenzen

Im Auftrag des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz

Datum:  Dienstag, 18.6.2024

> Lehrerfortbildung: Selbständiges Arbeiten im Französischunterricht mit Hilfe der KI. Chancen und Grenzen

Beschreibung der Fortbildungsveranstaltung: ChatGPT und Co. können dem Fremdsprachenunterricht neue Perspektiven vermitteln. Der Erfolg „der generativen KI“ hängt aber davon ab, wie ihre Chancen und Grenzen Schülerinnen und Schülern vermittelt werden.

Diese Fortbildung führt mit einem Kurzvortrag in die Funktionsweise der „generativen KI“ ein. Anschließend bearbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen Aufgaben, mit denen sie den Funktionsumfang der KI aus der Sicht der Lernenden erkunden:

Auf em Frankreich Blog: > ChatGPT – brauchen wir nun eine neue Fachdidaktik für Französisch? – 2. Februar2023

> Die Einführung der KI in den Schulen in Frankreich – 2. Januar 2024

> Die Literatur und die KI – 4. November 2023

Im Plenum werden diese ersten Schritte analysiert und wir entwickeln dann zusammen die Formulierungen, die als „Prompts“ am besten das selbständige Lernen in Szene setzen kann. Dieser Dialog mit der Maschine zeigt ihre Grenzen auf, die als Lernziel von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern (Schülerinnen und Schüler) formuliert werden sollen. Im dritten Teil dieser Fortbildung bewerten wir die Arbeit mit der KI und fragen nach den Vorteilen vor allem hinsichtlich eines verbesserten Lernerfolgs für Schüler gegenüber dem herkömmlichen Französischunterricht.

Der Dozent, Dr. Heiner Wittmann, Französisch- und Geschichtslehrer war von 1988-2021 bei Klett, entwickelte u. a. Lernprogramme für den PC und online, unterrichtet nun Französisch an der > Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein. Auf seinem Blog www.france-blog.info hat er rund 60 Beiträge zur Fachdidaktik, auch zum Online-Lernen veröffentlicht. Seine Website: www.romanistik.info.

241323Fr34 Dienstag, 18.06.2024, 09.30 – 16.30 Uhr
Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz
Butenschönstraße 2
67346 Speyer

> Anmeldung bis zum 21.5.2024.

Rezension: Hugues Cologan, Le Coup d’avance

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Hugues Cologan
Le Coup d’avance
Arles: Portaparole 2023
144 pages / 18,00 euros
ISBN 978-2-37864-072-9