Lesebericht und Nachgefragt: Michael Wildenhain, »Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz«

In einer neuen Reihe von Klett-Cotta ist 2024 der Band von Michael Wildenhain, »Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz«, erschienen.

Inmitten des unendlichen Stroms so vieler Artikel überall in den Medien, die das jüngste Aufblühen der Künstlichen Intelligenz rühmen und wahre Wunderdinge voraussagen, ist es wohltuend, dass Michael Wildenhain uns zunächst mit Goethes Homunculus und Mary Shelleys Frankenstein an das Verhältnis von menschlicher zu künstlicher Intelligenz erinnert.

Wir wissen gar nicht genau bis in die letzten Details, wie das menschliche Gehirn funktioniert, aber die Anhänger der KI geben vor, es bald nachbauen zu können. Schon lassen sich Studierende ihre Seminar- und Abschlussarbeiten mit der sogenannten KI („ein > Oxymoron“ Éric Sadin) schreiben und generieren Bibliographien, die oft auf Halluzinationen der KI beruhen.

Der große Vorzug dieser knappen, präzisen und gelungenen Darstellung von Wildenhain ist die Erinnerung an die Geschichte der KI-Entwicklung im 20. Jahrhundert, zu der die ungeheure Zunahme der Rechenleistung, der Speicherkapazitäten und damit die immer größere Zahl von Texten gehören, mit denen ChatGPT trainiert werden kann. Man kann es aber drehen und wenden, wie man will, die „Entwicklung einer starken KI steht hingegen nach wie vor aus.“ (S. 25). Mit anderen Worten, ChatGPT kann viel, aber nur das, was man ihm in Form von Inhalten und Algorithmen gesagt hat, wie man es trainiert hat, der Rest wird dazu halluziniert. Emotionen sind für diese „KI“ ein Fremdwort.

Punktuelle Erfolge wie Siege im Schachspiel sind eher nach Hubert L. Dreyfus eine Frage der Rechenleistung und der Algorithmen denn des in der KI nicht vorhandenen Intellekts. (vgl. S. 37) Das gilt auch für „Situationen“ und ganz allgemein den Kontexten, die die „KI“ nicht erfassen kann. Sie versteht ihre Programmierung, ihre Algorithmen, soweit ihr gesagt wird, was das ist und wie sie sie einsetzen soll. (vgl. S. 49 f.)

Der Vergleich zwischen Gehirn und Maschine ist besonders erhellend: „Das Gehirn ist hingegen kein logisch-kausales System.“ (S. 55) Es ist schlicht nicht geeignet, in 0 und 1 übersetzt zu werden. Es gibt im Gehirn keinen Prozess, der einem Digitalcomputer äquivalent wäre. (vgl. S. 55) Ganz abgesehen davon, dass wir über das Zusammenspiel von Neuronen und Arealen im Gehirn noch gar nichts wissen. (vgl. S. 56)

Dieter Mersch,
Kann KI Kunst? Eine ästhetische Kritik
Köln: Herbert von Halem Verlag, 2025
ISBN 978-3-86962-709-0

Ohne Zweifel haben alle von Wildenhain zitierten Wissenschaftler Bedeutendes geleistet und dennoch erscheint es so, als wenn heute die Begeisterung über die KI und ChatGPT deren Grenzen ganz einfach ignoriert und die Aspekte, die in der Forschung kritisch betrachtet wurden, verschwiegen werden. Heute stellt man die Frage, ob die neue KI mit ChatGPT auch gefährlich werden könne? Wildenhain unterstreicht in einer Antwort einen bisher wenig beachteten Aspekt, der sich aber logisch aus der bisher eher vorbehaltlosen Begeisterung über die Perspektiven von ChatGPT ergibt: “… eine KI (oder Software) wird zur Agentin einer sich umgreifenden Abstumpfung der Menschheit, die sich durch den zunehmenden Rückzug aus der Wirklichkeit und den realen sozialen Beziehungen mit großer Wahrscheinlichkeit ergeben wird.“ (S. 73)

ChatGPT habe kein Faktenwissen (vgl. S. 75): „Sie (i.e. die Maschine) lebt, anders als der Mensch, nicht in der Welt.“ (S. 78) Ihre Reproduktionen orientieren sich nur an Vorhandenem, sie kann nur mit mutmaßlichen Folgewörtern arbeiten, aber nicht mit einer Imagination: „Von der KI zu sprechen ist, alles in allem, unsinnig.“ (S. 77) So wie es mit 1 und 0 jongliert hat das „kaum etwas mit den Spielarten von Intention zu tun, die der Mensch im Verlauf der Evolution ausgebildet hat …“ (S. 78)

Wenn die Studentin sich für ein Stipendium bewirbt und ihrem Antrag eine Bibliographie beifügt, kann sie froh sein, wenn der Dozent stutzig wird und sie nach der Quelle der bibliographischen Angaben fragt. Ja, sie habe bei ChatGPT nachgefragt, gibt die Studentin zu. Und wenn der Dozent ihr dann den Begriff Halluzination erklärt, wird die Studentin verstanden haben, dass sie den Antrag nicht einzureichen braucht. Ebenso verhält es sich mit den vielen Texten, die Studierende sich von der KI erstellen lassen. Die Verwendung von Gemeinplätzen, falschen Einschätzungen, fehlende oder falsche Literaturangaben müssten ihre Dozierenden misstrauisch machen.

Es ist klar, dass ChatGPT von Imagination, Emotionen und Faktenwissen nichts sagen will und hingegen die große Menge seiner Informationen hervorhebt und dabei den Unterschied zwischen Informationen und Wissen geflissentlich übergeht. Aber in der Zusammenfassung erscheinen dann doch plötzlich „komplexe kreative Aufgaben, emotionale Intelligenz, soziale Interaktionen“. Dozierende werden merken, dass die Zusammenfassung etwas nennt, was in der Herleitung der Argumente nicht genannt wird. Also das wird bitte noch einmal überarbeitet:

Prompt: „Wieso ist ChatgGPT dem menschlichen Gehirn so weit überlegen?“

ChatGPT: „Die Überlegenheit von ChatGPT gegenüber dem menschlichen Gehirn ist ein komplexes Thema und kann nicht einfach auf eine einzige Erklärung reduziert werden. Hier sind einige Gründe, warum ChatGPT in bestimmten Bereichen als überlegen angesehen werden kann:

Speicher- und Verarbeitungskapazität: ChatGPT verfügt über eine enorme Speicher- und Verarbeitungskapazität, die es ihm ermöglicht, große Mengen an Informationen zu verarbeiten und auf sie zuzugreifen. Im Gegensatz dazu hat das menschliche Gehirn zwar eine beeindruckende Verarbeitungsgeschwindigkeit, aber es hat begrenztere Speicherfähigkeiten und kann nicht auf die riesigen Datenmengen zugreifen, die ChatGPT kann.

Zugriff auf Informationen: ChatGPT kann auf eine breite Palette von Informationen zugreifen, die im Internet verfügbar sind, sowie auf das Wissen, das ihm während seines Trainings vermittelt wurde. Das menschliche Gehirn hat zwar die Fähigkeit, neues Wissen zu erlernen und zu speichern, aber es ist begrenzt durch die Zeit und die begrenzten Erfahrungen eines einzelnen Menschen.

Konsistenz und Präzision: ChatGPT kann Aufgaben mit hoher Konsistenz und Präzision ausführen, ohne von Müdigkeit oder anderen menschlichen Einschränkungen beeinträchtigt zu werden. Menschen können dazu neigen, Fehler zu machen oder ungenau zu sein, insbesondere bei langwierigen oder wiederholten Aufgaben.
Anpassungsfähigkeit und Lernfähigkeit: ChatGPT kann kontinuierlich aus neuen Daten und Erfahrungen lernen und seine Leistung verbessern, während das menschliche Gehirn möglicherweise nicht so schnell lernen kann oder möglicherweise in bestimmten Bereichen weniger anpassungsfähig ist.

Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass das menschliche Gehirn weiterhin in vielen Bereichen überlegen ist, insbesondere in Bezug auf komplexe kreative Aufgaben, emotionale Intelligenz, soziale Interaktionen und viele andere Aspekte des menschlichen Lebens. ChatGPT und ähnliche KI-Systeme sind leistungsfähige Werkzeuge, aber sie sind nicht in der Lage, die Fülle der Fähigkeiten und Eigenschaften des menschlichen Gehirns zu replizieren.“

Mit diesem Band erläutert Michael Wildenhain die historische Dimension um die KI, die in der aktuellen Diskussion kaum zur Sprache kommt. Auf diese Weise eröffnet er auch die Perspektive auf den Unterschied zwischen einer „schwachen KI“ und einer „starken KI“, deren jeweilige Vertreter sehr wohl um ihre Defizite wissen. Trotz aller Aufbruchstimmung gibt es immer noch zu viele ungelöste Probleme. Wieso bedienen sich die Hersteller dieser KI-Programme so ungestört an Inhalten aller Art? Natürlich wissen die Autorinnen und Autoren aller Webinhalte, dass, was einmal dem Web anvertraut wurde, als verloren gilt und zudem versuchen die Anbieter von KI mit immer neuen Bezahlmodellen aus ihren Angeboten Profit zu erhalten. Kein Wunder, dass jede Einmischung, die an den Leistungen der „KI“ zweifelt, nicht willkommen ist. Aber es bleibt dabei, nicht die Halluzinationen und Fehler der KI sind ihr größtes Manko, es ist die von Wildenhain angeführte „Abstumpfung der Menschheit, die sich durch den zunehmenden Rückzug aus der Wirklichkeit“ (S. 73) äußert, die das eigentliche Problem darstellt.

Michael Wildenhain
Eine kurze Geschichte der Künstlichen Intelligenz
Stuttgart: Cotta 2024
ISBN: 978-3-7681-9824-0

Nachgefragt: Vergangene Zukunft von Reinhart Koselleck wurde von Azelarabe Lahkim Bennani übersetzt

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Rezension: Éric Anceau (dir.), Nouvelle histoire de France. 100 historiens et historiennes racontent la France

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Éric Anceau (dir.)
Nouvelle histoire de France. 100 historiens et historiennes racontent la France
Paris: passés composés 2025
ISBN 979-1-0404-0689-1

1. „Der Historiker hat .. die Aufgabe, aufzuzeigen, „wie es eigentlich gewesen“ ist. Ranke geht es um möglichst große Objektivität bei der Wiedergabe der Geschichte.“ Leopold von Ranke in: Wikipedia URL https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Ranke#cite_ref-16 – aufgerufen am 25.9.2025
2. Leopold Ranke, Geschichten der romanischen und germanischen Völker von 1494–1535, Leipzig 1824, S. VI, in: Oliver Ramonat (Hrsg.), Leopold Ranke. Geschichten der romanischen und germanischen Völker von 1494–1535. Beigebunden: Zur Kritik neuerer Geschichtsschreiber. Mit einer Einleitung und einem Register, Hildesheim 2010.

Rezension: Oliver Held, ChatGPT im Geschichtsunterricht

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Oliver Held, ChatGPT im Geschichtsunterricht, Frankfurt/M.: Wochenschau Verlag 2024.

1. Chatpilot kann noch nicht mal richtig abschreiben:

Prompt: Sartre, Camus und die Kunst
Copilot: Jean-Paul Sartre und Albert Camus, zwei herausragende Denker des 20. Jahrhunderts, haben nicht nur die Philosophie, sondern auch die Kunst beeinflusst. Ihre Überlegungen zur Ästhetik sind von besonderem Interesse.

In der Studie „Sartre, Camus und die Kunst: Die Herausforderung der Freiheit“ werden die Gedanken und Analysen beider Autoren zur Ästhetik untersucht. Der Streit zwischen ihnen nach der Veröffentlichung von Camus’ Werk „Der Mensch in der Revolte“ und Sartres Kritik an diesem Buch führte 1952 zum Bruch ihrer Freundschaft. Dennoch gibt es fundamentale Übereinstimmungen, wenn man die Funktion und Bedeutung von Freiheit und Kunst in ihren Werken analysiert 1.

Sartre und Camus vertraten unterschiedliche philosophische Ansichten, aber ihre Auseinandersetzung mit der Kunst zeigt, dass sie trotz ihrer Differenzen gemeinsame Fragen über die menschliche Existenz und die Rolle der Kunst stellten. Während Sartre die Autonomie der Kunst betonte, sah Camus in der Kunst eine Antwort auf das Absurde in der Welt 2.

Und der letzte Satz ist ausgedacht… zwar ein Lob, aber es trifft den Inhalt nicht: Diese Untersuchung bietet einen faszinierenden Einblick in die ästhetischen Überlegungen zweier großer Denker und zeigt, wie ihre Ideen die Kunst bis heute beeinflussen.

Weitere Informationen

1 amazon.de 2 romanistik.info 3 sartre-gesellschaft.de 4 romanistik.info


Prompt: Welche Texte enthielt der Principe in der Erstausgabe?

ChatGPT 4.0: Die Erstausgabe von „Il Principe“ (Der Fürst) von Niccolò Machiavelli, die 1513 in Florenz veröffentlicht wurde, enthielt insgesamt 26 Kapitel. Hier sind die Titel der einzelnen Kapitel:
[Es folgt eine Liste der Kapitel im Principe]

Anm. d. Red.: Der Principe erschien 1532 gleich zweimal in Florenz. Vgl. Dirk Hoeges, Der Principe-Komplex. Niccolò Machiavelli: Fünfhundert Jahre Missverständnis, Köln, machiavelli edition 2021.

Prompt: Wann verübte Hitler einen Staatsstreich?

ChatGPT 4.0: Adolf Hitler verübte keinen Staatsstreich, um an die Macht zu gelangen. Stattdessen nutzte er demokratische Mittel, um seine politische Karriere voranzutreiben und schließlich zum Reichskanzler Deutschlands ernannt zu werden.

Es gab jedoch einen Putschversuch gegen Hitler im Jahr 1944, bekannt als das Attentat vom 20. Juli. Eine Gruppe von Offizieren des deutschen Militärs unter der Führung von Claus Schenk Graf von Stauffenberg versuchte, Hitler zu töten und einen Staatsstreich durchzuführen, um die Kontrolle über die Regierung zu übernehmen. Das Attentat fand am 20. Juli 1944 in der Wolfsschanze, Hitlers Hauptquartier in Ostpreußen, statt. Stauffenberg platzierte eine Bombe in einem Aktentasche und verließ den Raum, in dem sich Hitler befand. Die Bombe explodierte, aber Hitler überlebte mit leichten Verletzungen.

Der Putschversuch scheiterte letztendlich, da die Verschwörer nicht in der Lage waren, die Kontrolle über die Regierung zu übernehmen und die Unterstützung des Militärs zu gewinnen. Hitler überlebte das Attentat und nahm Rache an den Verschwörern. Mehrere Offiziere wurden hingerichtet oder nahmen ihr eigenes Leben.

Es ist wichtig anzumerken, dass dieser Putschversuch nicht von Hitler selbst initiiert wurde, sondern von Mitgliedern des Militärs, die mit Hitlers Kriegsführung und dem Verlauf des Krieges unzufrieden waren. Hitler war zu diesem Zeitpunkt bereits fest in der Macht etabliert und die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) hatte die Kontrolle über die Regierung und den Staat.

Anm. d. Red.: Die hier rot markierten Sätze sind falsch oder passen nicht zu der Frage. Vgl dazu: Heiner Wittmann, Nachgefragt und Lesebericht: Sven Felix Kellerhoff, Der Putsch. Hitlers erster Griff nach der Macht, Klett-Cotta, 25.10.2023: https://www.klett-cotta.de/beitrag/nachgefragt-und-lesebericht-sven-felix-kellerhoff-der-putsch-hitlers-erster-griff-nach-der-macht-b-221, aufgerufen am 6.2.2024.

War Napoléon III ein Freimaurer?

Ja, Napoléon III., auch bekannt als Louis-Napoléon Bonaparte, war ein Freimaurer. Er trat der Freimaurerloge „La Constante Amitié“ bei, die in Paris ansässig war. Die Freimaurerei war zu dieser Zeit in Frankreich weit verbreitet und hatte auch unter den politischen Führern Einfluss.

Es wird angenommen, dass Napoléon III. die Freimaurerei als eine Möglichkeit ansah, politische und soziale Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Die Freimaurerlogen boten einen Raum für Diskussionen, Ideenaustausch und Vernetzung, was für einen politischen Führer von Vorteil sein konnte.

Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass Napoléon III. nicht für seine aktive Teilnahme an freimaurerischen Aktivitäten bekannt ist. Seine Mitgliedschaft in der Freimaurerei wird oft als symbolisch angesehen und als Mittel zur Stärkung seiner politischen Position und zur Unterstützung seiner politischen Ziele interpretiert.

Die genaue Rolle der Freimaurerei im Leben und in der Politik von Napoléon III. ist Gegenstand der Interpretation und Diskussion unter Historikern.

Anm. d. Red.: Rot sind die Sätze gekennzeichnet, die nicht korrekt sind. Vgl. Heiner Wittmann, > Napoleon III. und die Freimaurer, Köln: machiavelli edition 2022.

Prompt: Vergleiche die Verfassung der Republik von Weimar und die Verfassung der V. Republik in Frankreich

ChatGPT 4.: Die Verfassung der Weimarer Republik (1919-1933) und die Verfassung der Fünften Republik in Frankreich (seit 1958) unterscheiden sich in mehreren wichtigen Aspekten:

  1. Entstehung: Die Verfassung der Weimarer Republik wurde nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Sturz des deutschen Kaiserreichs im Jahr 1918 geschaffen. Sie wurde von einer verfassungsgebenden Versammlung ausgearbeitet. Die Verfassung der Fünften Republik in Frankreich wurde nach der Krise der Vierten Republik und dem Algerienkrieg 1958 eingeführt. Sie wurde größtenteils von Charles de Gaulle entworfen und dann per Referendum angenommen.
  2. Regierungssystem: Die Weimarer Verfassung etablierte ein parlamentarisches System mit einem Präsidenten als Staatsoberhaupt und einem Kabinett, das vom Parlament gewählt wurde. Die Fünfte Republik in Frankreich hingegen hat ein semipräsidentielles System, in dem der Präsident sowohl das Staatsoberhaupt als auch den Regierungschef darstellt. Der Präsident hat weitreichende Befugnisse und kann das Parlament auflösen.
  3. Stabilität: Die Weimarer Republik war von politischer Instabilität geprägt, mit häufigen Regierungskrisen, schwachen Koalitionen und dem Aufstieg extremistischer Parteien. Die Fünfte Republik in Frankreich wurde geschaffen, um politische Stabilität zu gewährleisten und die Regierungsführung zu stärken. Das Präsidialsystem und die starken Befugnisse des Präsidenten sollten effektive Entscheidungsfindung und Durchsetzung ermöglichen.
  4. Verfassungsänderungen: Die Weimarer Verfassung war relativ leicht zu ändern und wurde tatsächlich mehrmals modifiziert. Dies trug zu einer gewissen Instabilität bei. Die Verfassung der Fünften Republik in Frankreich hingegen ist schwerer zu ändern und erfordert eine qualifizierte Mehrheit oder ein Referendum.
  5. Schutz der Grundrechte: Beide Verfassungen enthalten Bestimmungen zum Schutz der Grundrechte. Die Weimarer Verfassung legte jedoch großen Wert auf individuelle Freiheiten und soziale Rechte, während die Verfassung der Fünften Republik in Frankreich eher auf die Stabilität und die Befugnisse der Exekutive ausgerichtet ist.

Diese Vergleiche zeigen, dass die Verfassung der Weimarer Republik und die Verfassung der Fünften Republik in Frankreich unterschiedliche politische und institutionelle Rahmenbedingungen schufen, um den Herausforderungen ihrer jeweiligen Zeit gerecht zu werden.

Die Ungenauigkeiten sind rot markiert.

Prompt: Vergleiche das Amt des des Deutschen Bundeskanzlers mit dem des französischen Premier Ministers

Das Amt des deutschen Bundeskanzlers und das des französischen Premierministers sind beide hochrangige Positionen in ihren jeweiligen Ländern, die eine wichtige Rolle in der Regierung spielen. Es gibt jedoch einige Unterschiede zwischen den beiden Ämtern.

  1. Rolle und Befugnisse: Der deutsche Bundeskanzler ist das politische Oberhaupt der Bundesregierung und hat eine starke exekutive Macht. Er oder sie leitet die Regierungsgeschäfte, trifft politische Entscheidungen und ist für die Umsetzung der Regierungspolitik verantwortlich. Der Bundeskanzler hat auch das Recht, Minister zu ernennen und zu entlassen. Der französische Premierminister hingegen ist der Regierungschef und hat ähnliche Befugnisse wie der Bundeskanzler. Er oder sie ist jedoch nicht das politische Oberhaupt des Landes, sondern untersteht dem Präsidenten, der das Staatsoberhaupt ist und eine größere Rolle in der Außenpolitik und der Repräsentation des Landes spielt.
    (Anm. d. R. GG Art 64. Abs 1: „Die Bundesminister werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ernannt und entlassen.“ – Verfassung der V. Republik: „ Artikel 20: „Die Regierung bestimmt und leitet die Politik der Nation.“)„)
  2. Wahl und Amtszeit: Der deutsche Bundeskanzler wird vom Bundestag gewählt und kann durch ein konstruktives Misstrauensvotum abgesetzt werden. Die Amtszeit des Bundeskanzlers beträgt in der Regel vier Jahre, kann aber auch vorzeitig enden, wenn er oder sie das Vertrauen des Bundestages verliert. Der französische Premierminister wird vom Präsidenten ernannt und kann von ihm auch entlassen werden. Die Amtszeit des Premierministers ist nicht festgelegt und hängt von der politischen Situation und dem Vertrauen des Präsidenten ab.
  3. Regierungssystem: Deutschland hat ein parlamentarisches Regierungssystem, in dem der Bundeskanzler von einer Mehrheit im Bundestag unterstützt werden muss, um regieren zu können. Der Premierminister in Frankreich hingegen ist Teil eines semipräsidentiellen Systems, in dem der Präsident eine starke Rolle spielt und die exekutive Macht teilt. (Ungenau. d. Red.)
  4. Parteizugehörigkeit: Der Bundeskanzler in Deutschland gehört in der Regel der stärksten politischen Partei im Bundestag an und wird von dieser Partei nominiert. Der Premierminister in Frankreich kann jedoch auch einer anderen politischen Partei angehören als der des Präsidenten. Es ist nicht ungewöhnlich, dass der Präsident und der Premierminister unterschiedlichen politischen Parteien angehören.

Diese Unterschiede zeigen, dass es sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen dem Amt des deutschen Bundeskanzlers und dem des französischen Premierministers gibt. Beide Ämter sind jedoch von großer Bedeutung für die Regierungsführung in ihren jeweiligen Ländern.

Rot sind die Ungenauigkeiten markiert.

Prompt: Wieviele Republiken gab es in Frankreich?

ChatGPT 4.0: Bis heute hat Frankreich insgesamt fünf Republiken erlebt. Hier ist eine Liste der Republiken in chronologischer Reihenfolge:

  1. Erste Republik (1792-1804): Die Erste Republik wurde während der Französischen Revolution ausgerufen und dauerte bis zur Ausrufung des Ersten Kaiserreichs durch Napoleon Bonaparte.
  2. Erstes Kaiserreich (1804-1814): Nach dem Staatsstreich von Napoleon Bonaparte wurde das Erste Kaiserreich ausgerufen. Es endete mit Napoleons Niederlage in der Schlacht von Waterloo und seiner Verbannung auf die Insel Elba.
  3. Bourbonische Restauration (1814-1830): Nach dem Sturz Napoleons kehrte die Bourbonen-Dynastie unter König Ludwig XVIII. auf den Thron zurück. Diese Zeit wurde als bourbonische Restauration bezeichnet und endete mit der Julirevolution von 1830.
  4. Julimonarchie (1830-1848): Die Julimonarchie begann mit der Julirevolution von 1830, die zum Sturz König Karls X. und zur Ausrufung von König Louis-Philippe als Bürgerkönig führte. Sie endete mit der Februarrevolution von 1848.
  5. Zweite Republik (1848-1852): Die Zweite Republik wurde nach der Februarrevolution von 1848 ausgerufen und führte zur Absetzung von König Louis-Philippe. Sie endete mit dem Staatsstreich von Louis-Napoléon Bonaparte, der sich später zum Kaiser Napoleon III. erklärte und das Zweite Kaiserreich etablierte.

Es ist wichtig anzumerken, dass Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg zur Vierten Republik (1946-1958) überging, die jedoch durch politische Instabilität und eine schwache Regierung gekennzeichnet war. Schließlich wurde die Fünfte Republik (seit 1958) unter der Führung von Charles de Gaulle etabliert, die bis heute andauert.

Rote markierte Sätze gehören nicht zur Antwort.

Prompt: Neue Bestimmungen im Vertrag von Aachen 2019

ChatGPT 4.0: Der Vertrag von Aachen, auch als Aachener Vertrag bekannt, wurde am 22. Januar 2019 von Deutschland und Frankreich unterzeichnet. Er ist ein bilateraler Vertrag, der die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den beiden Ländern in verschiedenen Bereichen stärken soll. Hier sind einige der neuen Bestimmungen, die im Vertrag von Aachen festgelegt wurden:

  1. Politische Zusammenarbeit: Der Vertrag betont die Bedeutung der engen politischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich. Er sieht vor, dass die beiden Länder regelmäßige Konsultationen auf allen politischen Ebenen durchführen und ihre Standpunkte zu internationalen Fragen abstimmen.
  2. Sicherheits- und Verteidigungspolitik: Der Vertrag sieht eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung vor. Deutschland und Frankreich wollen ihre Verteidigungskapazitäten stärken und die Zusammenarbeit bei der Entwicklung gemeinsamer Rüstungsprojekte und bei der Ausbildung ihrer Streitkräfte intensivieren.
  3. Wirtschaftliche Zusammenarbeit: Der Vertrag zielt darauf ab, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich zu stärken. Es werden Maßnahmen zur Förderung des Handels, der Investitionen und der Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Innovation und Digitalisierung vereinbart.
  4. Kultureller Austausch: Der Vertrag fördert den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Frankreich. Es werden Maßnahmen zur Förderung des Sprachunterrichts, des kulturellen Austauschs in den Bereichen Kunst, Musik und Literatur sowie zur Förderung des Tourismus zwischen beiden Ländern vereinbart.
  5. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Der Vertrag zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen den Grenzregionen beider Länder zu stärken. Es werden Maßnahmen zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Infrastruktur, des Arbeitsmarktzugangs und der Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Umwelt vereinbart.

Der Vertrag von Aachen ist ein weiterer Schritt zur Vertiefung der deutsch-französischen Beziehungen und zur Stärkung der Europäischen Union. Er baut auf den historischen Bindungen zwischen Deutschland und Frankreich auf und setzt ein Zeichen für eine enge Partnerschaft und Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen.

Es fehlen die Beistandspflicht, der Bürgerfonds und die deutsch-französische parlamentarische Versammlung.