Vor 50 Jahren Mai 68

Das Veranstalter vom Litcamp18, 16.-17. Juni in Heidelberg, haben mir vorgeschlagen, eine Session zum Mai 68 zu halten. Das geht und hier steht schon mal eine > Bibliographe zum Mai 68.

Langfristige Ursachen bestimmten die Mai-Ereignisse 1968 in Paris. Die politische Weltlage, der ausufernde Vietnam-Krieg und die weltweiten Proteste dagegen, waren dazu geeignet, der Jugend immer mehr ein Gefühl der Ohnmacht zu vermitteln. Aber im März konnte man noch nicht vorhersehen, dass der Jahrestag einer wenig erfolgreichen Besetzung auf dem Campus Nanterre schon am 2. Mai die Schließung dieser Universität zur Folge haben würde. Am 3. Mai räumte die Polizei die Sorbonne, die Universitäten werden landesweit geschlossen, die  Arbeiter solidarisieren sich mit den Studenten, bald sind über 10 Millionen Arbeiter im Ausstand. General de Gaulle ordnet am 18. die Räumung der Sorbonne und des besetzten Odeon-Theater an: “Réfome oui, pas de chienlit,” soll er gesagt haben, wobei sofort Plakate mit der silhouette des Generals auftauchen: “Le chienlient, s’est lui.” Es kommt zu den “Accord des Grenelles”, die u.a. Lohnerhöhungen und einen Einstieg in die betriebliche Mitbestimmung vorsehen. Die kommunistischen Gewerkschaften bremsen die Bewegung. Als de Gaulle am 29. Mai stat nach Hause zu fliegen, den Kurs ändert, weiß man zhuerst nicht wohin er geflogen ist. Gibt er auf? Tritt er zurück? Regierungswechsel oder gar Wechsel der Republik.? Aber der Oberkommandierende der Forces Françaises en Allemagne, General Jacques Massu, bewegt ihn zur Rückkehr: De Gaulle spricht am 30. Mai im Radio: fast eine Million seiner Anhänger ziehen zur Place de la Concorde und von dort aus zum Triumphbogen. Der Mai 68 ist Gechichte.

In unserer Session untersuchen wir die Ereignisse mit den Reaktionen einzelner Personen: Daniel Cohn-Bendit, Jean-Paul Sartre, Georges Pompidou und Charles de Gaulle.