Rezension: Éric Anceau, L’Empire libéral (2 vol.)

Die beiden Bänden von Éric Anceau über L’Empire libéral umfassen zusammen 1423 Seiten. 2 grands pavés, würde man auf Französisch sagen. Aber die Lektüre dieser Studie zeigt die profunde Sachkenntnis ihres Autors. Sicher, die Bücher über Napoléon III. und seine Versuche, das Zweite Kaiserreich zu reformieren, gar zu liberalisieren, füllen viele, lange Bibliotheksregale. Dennoch weist Éric Anceau sehr überzeugend nach, das längst nicht alles über die letzte Phase des Kaiserreichs gesagt worden ist.

Eine fast hundert Seiten lange Biographie (T. II, S. 1293-1389) enthält eine Bücherliste, die ein einzelner Forscher alleine kaum je komplett wird lesen können. Aber das ist und kann auch hier nicht sein Ziel gewesen sein: die Bibliographie hilft, den Überblick, den Anceau hier über den Forschungsstand gibt, zu belegen und zu vervollständigen. Der Personen-Index S. 1391-1420 unterstützt die Erschließung beider Bände.

Ohne Zweifel werden die nachfolgenden Generationen historische Erkenntnisse immer neu bewerten, das ist ein Spezifikum der Historiographie. Aber in diesem Fall hat der Autor auch die Wege der Neubewertung eingehend erklärt und demonstriert, indem er eine große Zahl von bisher nicht beachteten Quellen heranzieht, vor allem aus regionalen Archiven, die er auch nacheinander besucht hat: Sources S. 1210-1292: Diese Liste bietet eine äußerst wertvolle Bereicherung für die Forschung über das Zweite Kaiserreich.

Man kann über die Bezeichnungen streiten: Eigentlich darf man nur von einem liberalen Kaiserreich in der Zeit vom 5. Mai 1870 dem Tag des Plebiszits über die Verfassungsreform(en) bis zu seinem so schnellen Sturz im September 1870 sprechen. Fassen wir das Ergebnis der Reformen bis zum Frühjahr 1870 zusammen: Die von Emile  Ollivier vorbereite Verfassung vom 21. Mai 1870 behielt die Erblichkeit des Kaisers bei, aber es wird ein Regime eingerichtet, das einen parlamentarischen Charakter bekommt, da die Minister vor der Kammer verantwortlich werden und demissonieren müssen, wenn die Abgeordneten ihnen das Vertrauen entziehen (vgl. die V. Republik). Außerdem wird der Senat als zweite Kammer an der Gesetzgebung beteiligt. Und an der verfassungsgebende Gewalt, also an Entscheidungen über verfassungsrechtliche Veränderungen, wird qua Plebiszit das Volk beteiligt.

Das Plebizit im Mai 1870 mit seinen verfassungsrechtlichen Problemen hatte durch die Entwicklung nach 1861 eine Vorgeschichte, zuerst bedingt durch die Umstände kurzfristige Folgen und dann aber auch längerfristige Perspektiven und diese Zusammenhänge sind die eigentlichen Themen dieser Studie von Éric Anceau.

Der Autor beschreibt im ersten Kapitel “L’écosystème impérial”, womit er dessen Ursprünge in den Ideen Louis-Napoléons meint, deren Umsetzung er bis zur Wiedereinführung des Kaiserreichs im Dezember 1852 analysiert. Dann folgt in diesem Kapitel eine sehr lesenswerte knappe Darstellung des Second Empire bis etwa 1860. Kapitel zwei analysiert die Reformen und Liberalisierungsanstrengungen von 1860-1869, wobei hier im einzelnen ihre Etappen mit ihren Erfolgen und Misserfolgen präzise untersucht werden. Das 3. Kapitel bietet auch den Historikern von heute Neuland mit der profunden Kenntnis der Eliten im Frühjahr 1869: S. 213-280. Die Wahlen im Fühjahr 1869 verändern die politische Landschaft und unterstreichen den Wunsch nach Reformen: Kapitel 4 Le grand ébranlement de 1869, S. 281-356. Schließlich bekam Frankreich mit der  Regierung vom 2. Januar 1870 eine parlamentarische Mehrheit von nur 12 Abgeordneten: eine weitere Gelegenheit für den Autor, das Personal des liberalen Kaiserreiches erneut eingehend unter die Lupe zu nehmen: Kapitel 7, S.473-523. Emile Ollivier hatte sich beim Kaiser beklagt, von “alten Egoisten” umgeben zu sein, womit die Widerstände in der Regierung gegen die Liberalisierung kurz umrissen sind. Im Kapitel 8 wird die Konstituierung und die Arbeit der Großen Kommissionen untersucht: Ende 1869 standen die Reformen der Handelsverträge, die Dezentralisierung (französisches Dauerthema) und die Reform der Hochschulen auf dem Programm. Aneceau bedauert, dass diese Reformansätze bisher von den Historikern nicht in den Blick genommen worden seien. Bedenkt man, dass diese Themen auch heute noch die Reformpläne der französischen Regierung bestimmen, wird man das Gewicht der historischen Forschung, die Anceau hier vorlegt, noch besser bewerten können.

Die Probleme der ganz praktischen Politik können zumindest partiell durch die Hindernisse bei der Entwicklung der Institutionen gedeutet werden: Kapitel 9 Questions gouvernementales, parlementaires et constitutionelles. In der Tat ist französische Geschichte nicht nur dieser Epoche auch eine Geschichte des Verfassungsrechts und der Institutionen des Staates. Spannend, wie Anceau den Entscheidungsweg zum Plebiszit vom 8. Mai 1870, mit dem die verfassungsrechtlichen Änderungen von den Franzosen abgesegnet werden sollten, nachzeichnet. Weder der Kaiser, noch Ollivier, noch das rechte oder linke Zentrum, noch die Liberalen wünschten das Plebiszit: fünf Seiten, S. 641-645, auf denen die Verhandlungen, die einzelnen Positionen, Rücktrittsdrohungen und Vermutungen über den Ausgang des Plebiszit, detailreich analysiert werden. Am 30. Mai gibt Napoleon III. nach. Schließlich stimmten 7,3 Mio. den Verfassungsänderungen zu: S. 690 ff. Die beiden letzten Sätze des ersten Bandes: Das Regime war nach den Worten von > René Rémond ein zweites Mal begründet worden. Anceau fügt hinzu: Jetzt muss man nur noch sehen, welchen Gebrauch es davon machte.

Es folgt der zweite Band mit dem Untertitel Menaces, chute, postérité. Viel Zeit gab es nicht, um die Wirkung der Verfassung in ihrer Praxis zu beobachten. Im September 1870 stürzte das Zweite Kaiserreich. Dennoch wird der Autor versuchen, eine Antwort auf  die Frage “Couronnement durable de l’édifice ou simple feu de paille?” zu finden. Trotz der anhaltenden Verfassungsdiskussion und verständlichen Anlaufschwierigkeiten zeigte sich keine direkte Bedrohung des Regimes, das, so Anceau, in den ersten Monaten nach dem Plebiszit Boden wieder wettmachen konnte. Allerdings trübte die Krankheit des Kaisers die Aussichten.

Der Kriegseintritt am 19. Juli 1870 mit der Kriegserklärung an Preußen – die Provokation durch die gekürzte Emser Depesche ist bekannt – führte zur Niederlage und Gefangennahme des Kaisers am 4. September 1870. Anceau beschreibt die dramatischen Ereignisse Mitte Juli in Paris und untersucht dann die Frage der Verantwortlichkeiten, wobei er u.a. die Aufmerksamkeit auf die kriegsbereite Presse lenkt und in Folgenden auch die Entwicklung der öffentlichen Meinung untersucht und ihren ernstzunehmenden Einfluss auf das Regime erkennt. Ein weiterer Abschnitt in diesem Kapitel beleuchtet die Entwicklung des liberalen Kaiserreichs unter dem Eindruck des Krieges, der zunächst für das Regime günstig zu verlaufen schien und die den Patriotismus zugunsten des Regimes eher förderte. Vgl. S. 836 f.

Dann kam das Ende unerwartet und sehr schnell. Kapitel 13: L’autopsie d’une mort. Noch im August wurden in den Kommunen über 2500 Einwohner Gemeinderatswahlen abgehalten, in den besetzten Departements kam es allerdings nicht mehr zum 2. Wahlgang. Die Wahlergebnisse, fasst man sie kurz zusammen, ließen noch ein Vertrauen der Wähler in das Regime erkennen. Nach dem Desaster von Sedan, kommt es in Paris sofort zur Ausrufung der Republik. Dann folgt das Kapitel 14, das über das Schicksal der wichtigsten Protagonisten und deren Verantwortung berichtet. Die Wahlen fanden am 25. September  und 2. Oktober statt: Von 675 Abgeordneten waren nur noch 20 Bonapartisten.

Die Bewertung des liberalen Kaiserreichs steht in Kapitel 15: Contre-modèle et héritage inavouable erläutert mit dem ersten Abschnitt Le mal français et possibles remèdes die Arbeit der Kommissionen, die die Umstände Niederlage untersuchen sollten. Der Diagnose folgten die Überlegungen für die künftige Verfassung.

Die Zusammenfassung L’Empire libéral, figure du passé, clé du temps présent, expérience pour demain erinnert daran, dass die Liberalisierung des Kaiserreichs in den 60er Jahren, keinesfalls nur auf einer Reihe von Konzessionen beruhte, die die Opposition dem Regime abrang, noch alleine das Ergebnis von Überlegungen des Kaisers vor der Wiedererrichtung de Kaiserreichs waren. Anceau vertritt die Auffassung, dass beide Aspekte zusammen eine Rolle gespielt haben, wobei er ausdrücklich betont, dass der persönliche Einfluss Napoleons III., der seinem Regime Dauer verleihen wollte, maßgebend gewesen war.

Besonders interessant ist die Darstellung des Autors, der 4. September sei weniger ein Bruch als eine Vorbereitung, eine Art Transition für das kommende Regime gewesen: “Le passage de l’écosystème impérial à l’écosystem républicain se fit par étapes,” erklärt Anceau unter Berufung aus Serge Bernstein (La Démocratie libérale, Paris 1998, S. 210). Unter diesem Licht bekommen die Geschichte des Zweiten Kaiserreichs und besonders seine Verfassungsgeschichte ihr besonderes Gewicht.

Die Lektüre dieser beiden Bände vermittelt auf sehr lohnenswerte Weise einen Einblick in das Procedere der historischen Forschung, indem Anceau die Quellenlage erläutert und die von ihm eingebrachten neuen Erkenntnisse kennzeichnet, erläutert und bewertet. Unterm Strich wird wiederum der bestimmende Einfluss und das persönliche Engagement Napoleons III. deutlich, dessen Stellung in den letzten 15-20 Jahren neu bewertet worden ist. Dabei sind vor allem die Modernisierungsstrategien des Regimes neu in den Blick genommen worden. In gewisser Weise, folgt man der vorliegenden Studie von Éric Anceau gilt das auch für das Zweite Kaiserreich und seine Funktion als ein Labor für künftiges Verfassungsrecht.

Éric Anceau
L’Empire libéral (2 vol.)
T1 Genèse, avènement, réalisations,
T2 Menaces, chute, postérité,
Paris: Editions SPM 2017,
Distribution l’Harmattan.
ISBN : 978-2-917232-58-3

 

Auf dem Frankreich-Blog:

> Napoleon III. Vorlesung von Éric Anceau: 600 Zuhörer  – 4. April 2014

> Nachgefragt: Eric Anceau, Napoléon III – 18. Februar 2014

> Éric Anceau : Warum sollte man Napoléon III heute kennen? – 6. Februar 2014

> Vor 170 Jahren: 10 décembre 1848 : L’élection du premier Président de la République – 5. Dezember 2018

> 2. Dezember 1851: Staatsstreich von Louis-Napoléon – 2. Dezember 2017

Rezension: Volker Hunecke, Napoleon. Das Scheitern eines guten Diktators

Der Untertitel “Das Scheitern eines guten Diktators” der Biographie über Napoleon von Volker Hunecke, die 2011 im Verlag Ferdinand Schöningh erschienen ist, fasst die Thesen des Autors prägnant zusammen. Hunecke hat zuerst die Erfolge Napoleons im Auge: Der Erste Konsul hat in knapp drei Jahren Frankreich befriedet, für die Aussöhnung mit der römischen Kirche gesorgt, die Emigranten zurückgeholt, die staatliche Institutionen neu geordnet und neue Gesetzbücher verabschieden lassen. (vgl. S. 10) Folglich wurde er 1802 Konsul auf Lebenszeit. An dieser Stelle verortet Hunecke den Ursprung aller Probleme, die Napoleon von nun an begleiten werden. Seine Fehler, denen Hunecke sich im Lauf seiner Untersuchung zuwenden wird, seien nur der Tatsache geschuldet, dass Napoleon sich zum unumschränkten Herrscher habe aufschwingen können. (vgl. S. 12)

Den Krieg hatte er vor 1802 beendet, aber sein erneuter Beginn 1803 und seine Ausweitung auf den Kontinent war, so Hunecke, eine Folge der vom Kaiser betriebenen Außenpolitik. Zu seinem Scheitern hatte auch der Plan, Frankreich zu einer hegemonialen Großmacht machen zu wollen, beigetragen. Hunecke unterstreicht ausdrücklich, dass es keine moralischen Defizite gewesen seien, die dem Kaiser geschadet hätten, es war “sein Unvermögen, grundlegende Prämissen und Gebote des modernen Verfassungslebens einzusehen und gar zu akzeptieren,” (S. 13), das zu seinem Scheitern führte, aber auch gleichzeitig, “das Werk des guten Diktator vor dem Untergang bewahrte” (S. 14). Damit ist der Ansatz dieser Untersuchung umrissen, die mit der Schärfung des Blicks auf das Verfassungsrecht eine Lücke in der so unübersehbar großen Liste aller Veröffentlichungen zu Napoleon I. füllen möchte.

Die Einleitung erinnert an einige Stationen, mit denen der militärische Aufstieg Napoleons begann: Der 13. Vendémaire, IV (5.10.1795) war das Ereignis, aus dessen Anlass Paul Barras, der Oberbefehlshaber der Streitkräfte in Paris und der Inlandsarmee sich die Unterstützung Napoleons holte, der mit seinem artilleristischen Knowhow die Aufständischen an der Kirche Saint-Roch besiegte. Der künftige Kaiser wurde mit 24 Jahren zum General befördert und lernte ein paar Monate später seine künftige Frau Joséphine de Beauharnais kennen. Anfang 1796 wird er zum Oberbefehlshaber der Italienarmee befördert. Ab jetzt griff er in das Geschehen ein.

Ein weiterer Vorzug dieser Darstellung sind die vielen Hinweise auf die Literatur: U.a. erinnert Hunecke an die Mémoires d’Outre tombe von Chateaubriand (t.XIX-XXIV) mit dessen Generalabrechnung mit Napoleon oder an La Confession d’un enfant de siècle von Alfred de Musset oder an Adolphe Thiers, der das schwierige Verhältnis der Blutströme und der politischen Freiheit als ein unauflösbares Problem der Herrschaft des Kaisers verstand. Man versprach sich Rettung durch den Konsul, der aber durch seine Machtfülle dann doch in eine Verschärfung der Diktatur abgeleitete. Die Interventionen in den europäischen Staaten bis zum Zug der großen Armee nach Moskau konnten nicht gut gehen. Trug das Kaiserreich von Beginn an, den Keim des Scheitern in sich? Wieder wendet sich Hunecke der Verfassung des Konsultats zu, und fragt, ob deren Art. 39 ff., die dem Konsul eine so unbegrenzte Machtfülle gaben, künftige Probleme des Kaisers vorprogrammierten?

Napoleon sei kein Sohn der Revolution gewesen, aber als Arzt habe er ihre Wunden geheilt, so lautet Huneckes These infolge des 15. Dezembers 1799, an dem die Verfassung des Jahres VIII verkündet und in einer Proklamation der drei Konsuln die Revolution für beendet erklärt wird: “eine Verheißung für die Zukunft” S. 33 Wie bereits angedeutet, interessiert Hunecke sich ganz besonders für verfassungsrechtliche Fragen, für die Napoleon sich offensichtlich weniger begeistern konnte, ihm ging es allein um Machtfragen: vgl. S. 35. Aber sein Regime bekommt auch einen Namen, über den “Bonapartismus” wird viel geschrieben werden und sein Neffe Louis-Napoléon wird sich nach 1852 anschicken, diesen weiterzuentwickeln.

Im III. Teil “Der Aufstieg” schildert Volker Hunecke die Karriere, die Bonaparte bis zum General geführt hat. Bemerkenswert ist es, wie die Kritik an der großen Machtfülle des Parlaments noch vor der Machtübernahme am 18. Brumaire deutlich wird und sich so ein wesentliches Kennzeichen des Bonapartismus abzeichnet. Spuren dieser Kritik werden sich bis 1958 in der Verfassung der V. Republik wiederfinden, mit dem was man als einen “parlementarisme rationalisé” bezeichnet hat. Aber das Resultat des 18. Brumaire hat er sich in einer Volksabstimmung bestätigen lassen: S. 80-87, der dann die > Verfassung des Jahres VIII folgte, in der der Regierung eine herausgehobene Position als “Repräsentant der Nation” bekommt. 1804 geht der Kaiser noch weiter: “Das Volk wird durch die gesetzlichen Gewalten repräsentiert.” S. 89.

Es entsteht eine “plebiszitäre Monarchie” (S. 116-142): Frankreichs vierte Dynastie mit allen Attributen einer neuen Monarchie, bei der aber die von Montesquieu Zwischengewalten nicht ihre Position als notwendige Gegengewichte erhalten: S. 129 f. Nach 1804 ist Napoleon der einzige Repräsentant der Nation und wurde so anerkannt, weil er (noch) als Stifter des Friedens und Reformer (S. 143 ff.) akzeptiert wurde. In Kurzform. Alle Werke und Verdienste, die er nicht auf seine eigene Person bezog, waren von Dauer, wobei der von ihm so stark geprägte Zentralismus erfolgreich umgesetzt wurde, so dass er auch heute noch nur schwer reformierbar ist.

Der Innere Frieden war nicht umsonst zu haben. Ihr Preis war die “Ächtung der Opposition” (vgl. S. 175), die Zensur und die Propaganda und das Exil der Schriftsteller (vgl. S. 187-196).

Napoleons Siege festigten die Stellung des Diktators (vgl. S. 204 ff). Nachdem er die Revolutionskriege 1802 beendet hatte, erklärte England Frankreich 1803 den Krieg, damit begann ein Krieg Frankreichs gegen Europa: vgl. S. 221 ff. 1808 bemächtigte er sich des spanischen Throns und so begann der Abstieg seiner Herrschaft (vgl. S. 269). Bis 1812 bestand noch sein Grand Empire (vgl. S. 278), das aber spätestens mit dem großen Desaster des Russlandfeldzuges zu Ende war. Nach seiner Abdankung beließen ihn die Alliierten als souveränen Herrscher über Elba.

Napoleon ließ sich das nicht gefallen und und landete am 1. März 1815 in Frankreich und eilte in drei Wochen nach Paris um wieder die Herrschaft zu übernehmen, das gelang ihm für 100 Tage und endet mit der Schlacht von Waterloo und seiner Verbannung nach St. Helena, wo er 1821 starb. Auch in diesem Kapitel versucht Volker Hunecke die Actes additionnels aux constitutions de l’Empire mit den vorhergehenden Verfassungen zu vergleichen: Napoleon distanzierte sich vom Kaiserreich und betonte den Schutz der Freiheit der Bürger. Seine Anhänger zeigten sich schockiert. War der Kaiser unglaubwürdig geworden? Aber die Actes waren nur eine halbe Sache, die verfassungsgebende Gewalt wollte der Kaiser behalten. Das Volk sollte wohl souverän werden, aber ihr Inhaber wollte der Kaiser bleiben.

Volker Hunecke präsentiert in diesem Band die verfassungsrechtliche Entwicklung unter Napoleon I. als Schlüssel zum Verständnis seiner erfolgreichen Herrschaft und als Erklärung für ihren Untergang.

Drei weitere Kapitel “XII: Von der Legende zum Bonapartismus”, “XIII. Strassen und Brunnen. Künste und Wissenschaften” und “XIV. Bilanz eines guten Diktators” erklären die Verdienste, die den Ruhm des Kaisers begründeten. Diese Kapitel zeigen auch, wie wichtig die Kenntnisse der Biographie des Kaisers und der Geschichte seiner nachrevolutionären Epoche sind, um das künftige Ringen um eine Verfassung in Frankreich verstehen zu können. Napoleon nutzte Pelebiszite, um seine Diktatur zu festigen, eine Befragung des Volkes hatte er nicht im Sinn. Nicht nur die Bücher über Napoleon, sondern auch über die Napoleon-Legende lassen ganze Bücherregale unter ihrer Last sich biegen. Sein Neffe profitierte von ihr und verfolgte planmäßig die für ihn eigentlich ziemlich aussichtslose Idee, das Erbe seines Onkels anzutreten. Zufälle und politisches Geschick halfen ihm dabei, am 2. Dezember 1851 seinen dritten Staatsstreich zu begehen, mit dem der erste Präsident der Republik (> Vor 170 Jahren: 10 décembre 1848 : L’élection du premier Président de la République – 5. Dezember 2018) sich sein Amt für 10 Jahre sicherte, um am 2. Dezember 1852 das II. Kaiserreich zu gründen.

Volker Hunecke: Napoleon. Das Scheitern eines guten Diktators, Paderborn: Ferdinand Schöningh 2011, 419 S., ISBN 978-3-506-76809-4.


“Noch heute sind achtzig Prozent der Besucher des Schlachtfeldes von Waterloo, wie Jürg Altwegg heute in der FAZ: „Eine glorreiche Niederlage“ berichtet, Viele Besucher des Schlachtfeldes seien heute noch davon überzeugt, Napoleon habe diese Schlacht für sich entschieden. Sein Genius war gar nicht in der Lage, so eine Schlacht zu verlieren. Auch nach seinem Tod am 5. Mai 1821 in der Verbannung, haben wohl viele eine solche Schreckensmeldung mit der Antwort: Napoleon könne nicht sterben, abgetan.

Auch wenn sich jetzt der Jahrestag dieser Schlacht zum 200. Mal jährt, wirkt die Napoleon-Legende 1) immer noch nach. Auch seine Gegner konnten sich ihr nicht entziehen….” > Bitte weiterlesen.

Volker Hunecke
> Napoleons Rückkehr
Die letzten hundert Tage – Elba, Waterloo, St. Helena
Stuttgart: Klett-Cotta, 1. Aufl. 2015, 256 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-608-94855-4

Vor 50 Jahren Mai 68

DieVeranstalter vom Litcamp18, 16.-17. Juni in Heidelberg, haben mir vorgeschlagen, eine Session zum Mai 68 zu halten. Das geht und hier steht schon mal eine > Bibliographe zum Mai 68.

Langfristige Ursachen bestimmten die Mai-Ereignisse 1968 in Paris. Die politische Weltlage, der ausufernde Vietnam-Krieg und die weltweiten Proteste dagegen, waren dazu geeignet, der Jugend immer mehr ein Gefühl der Ohnmacht zu vermitteln. Aber im März konnte man noch nicht vorhersehen, dass der Jahrestag einer wenig erfolgreichen Besetzung auf dem Campus Nanterre schon am 2. Mai die Schließung dieser Universität zur Folge haben würde. Am 3. Mai räumte die Polizei die Sorbonne, die Universitäten werden landesweit geschlossen, die  Arbeiter solidarisieren sich mit den Studenten, bald sind über 10 Millionen Arbeiter im Ausstand. General de Gaulle ordnet am 18. die Räumung der Sorbonne und des besetzten Odeon-Theater an: “Réfome oui, pas de chienlit,” soll er gesagt haben, wobei sofort Plakate mit der silhouette des Generals auftauchen: “Le chienlient, s’est lui.” Es kommt zu den “Accord des Grenelles”, die u.a. Lohnerhöhungen und einen Einstieg in die betriebliche Mitbestimmung vorsehen. Die kommunistischen Gewerkschaften bremsen die Bewegung. Als de Gaulle am 29. Mai stat nach Hause zu fliegen, den Kurs ändert, weiß man zhuerst nicht wohin er geflogen ist. Gibt er auf? Tritt er zurück? Regierungswechsel oder gar Wechsel der Republik.? Aber der Oberkommandierende der Forces Françaises en Allemagne, General Jacques Massu, bewegt ihn zur Rückkehr: De Gaulle spricht am 30. Mai im Radio: fast eine Million seiner Anhänger ziehen zur Place de la Concorde und von dort aus zum Triumphbogen. Der Mai 68 ist Gechichte.

In unserer Session untersuchen wir die Ereignisse mit den Reaktionen einzelner Personen: Daniel Cohn-Bendit, Jean-Paul Sartre, Georges Pompidou und Charles de Gaulle.

Rezension: Henrik Uterwedde. Frankreich – eine Länderkunde

Henrik Uterwedde, der frühere stellvertretende Direktor des > Deutsch-französischen Instituts DFI in Ludwigsburg hat eine Frankreich-eine Länderkunde (Opladen, Berlin, Tronto: > Budrich 2017) vorgelegt. Mit 180 Seiten können sich interessierte Leser auf den neuesten Stand in politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht bringen, um mitreden zu können, wenn es um unser Nachbarland Frankreich geht.

Es geht los mit der Wahl Emmanuel Macrons am 7. Mai 2017 zum Staatspräsidenten. Eine gute Gelegenheit, auch gleich eine neue Landeskunde zu verfassen, will doch Macron so viel in Frankreich umkrempeln, so dass noch schnell eine Bestandsaufnahme dringend angesagt ist, um die Tragweite der anstehenden und versprochenen Reformen ermessen zu wollen.

Die Historischen Grundlagen werden durch eine Tabelle der aufeinanderfolgenden Regime (S. 23) ergänzt; wer sie im Kopf hat, hat auch ein Gerüst für die französische Geschichte seit 1789. Ein Kunststück, auf knapp 10 Seiten die Geschichte seit 1789 darzustellen. Man merkt der Darstellung die Souveränität an, mit der Uterwedde über sein Wissen verfügt. Wie schon in diesem Kapitel ist die weiterführende Literatur am Ende eines jeden Kapitels mit großer Sorgfalt ausgewählt.

Das politische System ist im wesentlichen eine Darstellung der Geschichte und der verfassungsrechtlichen Grundlagen der V. Republik. Der Text ist auf dem neuesten Stand und somit eine gute Grundlage um die neue Ära Macron gut verstehen zu können.

Parteien und Wahlen bestimmen das politische Leben. Hier werden die aktuellen Erschütterungen des Parteienlandschaft in einen Zusammenhang mit der Geschichte der Parteien gestellt. Unter Macron hat die Links-Rechts-Polarisierung eine Verschnaufpause. Wie lange, wird der neue Präsident, die Regierung der Mitte stärken können? In diesem Kapitel gibt es viel Stoff zum Verständnis der komplizierten Geschichte der Partien, die ihre Namen immer wieder ändern, um ihre eigene Dynamik zu erneuern.

Im Kapitel “Die Rolle des Staates” wird u. a. die territoriale Ordnung Frankreichs in den Blick genommen, sowie die Rolle Staates im Wirtschaftsleben. Aber das Rollenverständnis in Staat und Gesellschaft ist in Bewegung geraten. Dieses Kapitel vermittelt die notwendigen Eckdaten, um das Gewicht der anstehenden Reformen gut einschätzen zu können. Dezentralisierung und Stärkung der Zwischengewalten gehören zu den wichtigen Stichwörtern.

Digitalisierung, Strukturwandel, Internet, Konzentration, neuen Nutzungsgewohnheiten bringen von den Medien in Zugzwang. Ein Erneuerungsprozess, der vom Autor verlangt, auch hier die Grundbedingungen darzustellen, nach deren Lektüre Entwicklungstendenzen in der französischen Medienlandschaft erkannt und eingeordnet werden können. Diese Aufgabe ist gut gelöst und diese Beobachtung gilt auch für die folgenden Kapitel Wirtschaft und Gesellschaft, deren Präzision dem beeindruckenden Fachwissen und der Erfahrung des Autors geschuldet ist.

“Der gesellschaftliche Zusammenhalt”: S. 141-161. Das ist warum es jetzt in Frankreich geht. Wird der neue Staatspräsident in der Lage sein, die mit seiner Wahl angekündigte Neuordnung der politischen Landschaft zu bewältigen? Es sieht so aus, als wollte er die Eckwerte der gesellschaftlichen Entwicklung jetzt in den Blick nehmen, um die Wirtschaft grundlegend zu reformieren, damit die Zahl der Arbeitslosen signifikant gesenkt werden kann. Diese Umbrüche werden auch die Gesellschaft betreffen. Wie groß wird ihr Beharrungsvermögen sein?

Das Bildungssystem ist das vorletzte Kapitel, es hätte aber viel weiter vorne stehen müssen, da hier die Achillesverse der künftigen gesellschaftlichen Entwicklungen beschrieben wird. “In kaum einem vergleichbaren Land wird so intensiv über die eigene Rolle in der Welt nachgedacht wie in Frankreich,” S. 175, viele pertinente Beobachtungen wie diese fallen dem Autor, der ein vorzüglicher Kenner der deutsch-französischen Beziehungen ist, leicht.

Studenten, auch Schüler, finden hier ein sorgfältig aufbereitetes und klug vorgetragenes Orientierungswissen.

Der Erste Weltkrieg und die französische Literatur: Bibliographie

Vortrag im 1. Mai 2014 in Berlin


Heiner Wittmann, Der Erste Weltkrieg und die französische Literatur, in: Heidi Beutin, Wolfgang Beutin, Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Herbert Schmidt, Claudia Wörmann-Adam (Hg.)

„Das Denken der Zukunft muß Kriege unmöglich machen”. Der Krieg in Kunst, Literatur und Wissenschaft,
Mössingen-Talheim:  talheimer 2015, S. 57-90.

296 Seiten, 29,00€, ISBN 978-3-89376-164-7


Bibliographie

Bibliographie,Bibliograpie und Linklisten

CRID 14-18: www.crid1418.org/bibli/

Ergänzungen: Centenaire: 1914-1918 – Bibliographie und Sitographie
auf  www.france-blog.info

Primärliteratur

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— Apollinaire, Le poète assassiné, Paris 1916.
Lettres à Madeleine, Paris 2005

Barbusse, Henri, Le feu. Journal d’une escouade (roman), Paris 1917.
Paroles d’un combattant. Articles et discours (1917-1920), Paris 1920.
Lettres à sa femme : 1914-1917, précédé de Carnet de notes du front ; suivi d’un choix de poèmes extraits de son Recueil Pleureuses, Paris 2006.

Barthas, Louis, Les carnets de guerre de Louis Barthas, tonnelier, 1914-1918, Paris 1978.

Benjamin, René, Gaspard. Roman, Paris 1915.

Bertrand, Adrien, L’appel du sol, Paris 1916: scans.library.utoronto.ca/
pdf/7/26/lappeldusol00bert/lappeldusol00bert.pdf
– aufgerufen am 2.5.2014, id., L’appel du sol, Charleston (États-Unis), Nabu Press, 2010.

Cendrars, Blaise, La main coupée, Paris 1946.

Claudel, Paul, Trois poëmes de guerre, Paris 1916.
Poëmes de guerre, 1914-1916, Paris 7/1922.

Dorgelès, Roland, Les croix de bois, Paris 1919.
Je t’écris de la tranchée: correspondance de guerre, 1914-1917, Paris 2003.

Duhamel, Georges, Vie des martyrs. 1914-1916, Paris 1918.

Genevoix, Maurice, Sous Verdun, Paris 1916.
> Première guerre mondiale : Macron va faire entrer Maurice Genevoix et “l’armée victorieuse” au Panthéon – Le Journal de dimanche – 6.11.2018
— Nuits de Guerre, Paris 1916.
Au seuil des guitoune , Paris 1918.
La Boue, Paris 1921.
Les Éparges , Paris 1921.
Ceux de 14, Paris 1949.

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Jouve, Pierre Jean, P oème contre le grand crime , Genf 1916.

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Wetterwald, Denis, Cent onze poèmes de soldats tués par la guerrre, Saint Branchs 2014.

Sekundärliteratur

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Audoin-Rouzeau, Stéphane, Becker, Jean-Jacques et le comité directeur du Centre international de recherche de l’Historial de la Grande Guerre (Péronne), Encyclopédie de la Grande Guerre, t. I/II, Paris 2004.

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Wie arbeiten Paris und Berlin zusammen?

Demesmay / Koopmann / Thorel
Die Konsenswerkstatt
Deutsch-französische Kommunikations- und Entscheidungsprozesse in der Europapolitik
Herausgegeben von Claire Demesmay, Martin Koopmann, Julien Thorel
Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, 2013, 231 S., Broschiert,
ISBN 978-3-8487-0528-3

In den Medien werden die Aktivitäten der deutsch-französischen Kooperation meistens nur genannt, wenn der französische Präsident und die deutsche Bundeskanzlerin ihre halbjährlichen Treffen haben oder wenn sie sich zu anderen Gelegenheiten begegnen. Sehr oft wird dabei eine künftige engere Zusammenarbeit beschlossen und verkündet. Aber wurde sie auch umgesetzt?

Tatsächlich gibt es eine sehr enge Kooperation zwischen beiden Regierungen, auch auf allen Ebenen der Ministerien, worüber die Öffentlichkeit nur bei bestimmten Anlässen explizit informiert wird. Oft heißt es aus dem Bundeskanzleramt, die Kanzlerin habe sich mit dem Präsidenten abgestimmt, wobei Außenstehende nur ansatzweise vermuten können, wie die Abstimmungsprozesse tatsächlich verlaufen.

Der vorliegende Band, herausgeben von Claire Demesmay, der Programmleiterin Frankreich / Deutsch-französische Beziehungen in der DGAP, Martin Koopmann, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied “Europäischer Dialog” in der Stiftung Gernshagen und Julien Thorel, Enseignant-chercheur à l’Université de Cergy-Pontoise, vereinigt elf Beiträge, mit denen die deutsch-französische Kooperation auf den Feldern der Wirtschafts- und Finanzpolitik, der Außen- und Sicherheitspolitik, der Energie- und Umweltpolitik und schließlich auch unter den Gesichtspunkten Integration und Vertiefung untersucht werden.

In ihrer Einleitung umreißen die Herausgeber den thematischen Rahmen ihres Buches: “Die Institutionalisierung der bilateralen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich hat einen Grad erreicht, der in der Geschichte der internationalen Beziehungen einzigartig ist.” Der zweite Satz gibt zu verstehen, dass der Wille vorhanden ist, wobei an dieser Stelle noch offengelassen wird, inwieweit er realisiert worden ist: “Sie (die Zusammenarbeit, H.W.) ist Ausdruck des Willens beider Staaten, eine neue Form des Regierens zu schaffen, die im europäischen Mehrebenensystem zwischen der nationalen und der europäischen Ebene angesiedelt ist.”(S. 9) Betont werden hier die Absichten, zugleich wird aber auch das Ziel beschrieben, das, wie wir sehen werden, teilweise realisiert ist, da die “neue Form des Regierens” bereits anhand bestimmter Politikfelder gezeigt werden kann.

Es geht also um die bilateralen Entscheidungsprozesse, bei denen nach dem Élysée-Vertrag von 1963 verschiedene Organisationsformen wie der Blaesheim-Prozess sich entwickelten bis zu der seit 2003 immer stärkeren Verflechtung auf der Ebene der Ministerien.

Bei einer zunehmend intensiven Kooperation bleibt es nicht aus, dass Konflikte und Differenzen (vgl. S. 10 f) auch gelegentlich deutlicher in den Vordergrund treten. Die Herausgeber nennen “Unterschiede in der politischen Kultur und divergierende nationale Interessen” als zwei der Ursachen deutsch-französischer Meinungsunterschiede. Mit Recht weisen die Herausgeber daraufhin, dass “die Mechanismen und Prozesse bilateraler Kompromissfindung” bisher nur ungenügend untersucht wurden. Die Herausgeber wollen, anstatt nur Unterschiede aufzuzählen, das “institutionelle Gefüge der bilateralen Beziehungen und dessen tatsächliche Funktionsweise” analysieren. ( ib.) Das ist der Ansatz dieses Buches, an dem sein Fazit zu messen ist.

Im Kapitel über die Wirtschafts- und Finanzpolitik beschreiben Jean-François Jamet, Franck Lirzin, Joachim Schild und Daniela Schwarzer “Krisenmanagement und Governance Reformen in der Eurozone”. Der Untertitel ihres Beitrags untersucht den gemeinsamen deutsch-französischen Weg seit etwa 2008: “Enge Abstimmung bei divergierenden Lösungsansätzen”. Nationales Interesse, die spezifische Situationsdeutung und Innovationsfähigkeit beeinflussten die Positionen in den bilateralen Verhandlungen, von denen der Erfolg des Managements der Eurokrise in Europa abhängt. Jean-Nicolas Brehon und Robert Kaiser nehmen “Die Vorbereitung der mittelfristigen EZU-Finanzplanung – Ambivalente Rolle des institutionalisierten Bilateralismus” unter die Lupe und zeigen, wie unter dem Druck der Ereignisse und aufgrund des Einigungswillens auch Formen und Strukturen des Zusammenarbeit zugunsten des gemeinsamen Erfolges erfolgreich modifiziert wurden, zugleich geben sie Grenzen zu erkennen, weil die gemeinsamen Prozesse (Blaesheim-Prozess) sich nicht ohne weiteres auf Europa übertragen lassen.

Auf dem Gebiet der Sicherheits- und Außenpolitik bedauern Clare Demesmay und Katrin Sold die “Reaktionen auf den Arabischen Frühling – Kleinster gemeinsamer Nenner statt innovativer Kompromisse”. Hier gibt es Nachholbedarf, und man darf ihren Beitrag als Aufgabenkatalog für ähnliche künftige Situationen verstehen. Stephan Mertens und Julien Thorel untersuchen die “Dissonanzen bei der Union für den Mittelmeerraum – Politische Konflikte und diplomatische Lösungen” und unterstreichen die besondere Rolle des Élysée-Palastes und des Bundeskanzleramtes bei der gemeinsamen Entscheidungen und der Entschärfung von Spannungen in den diplomatischen Kommunikationskanälen. Auch bei der Abstimmung bei einem andern Konflikt, wie Laure Delcour und Elsa Tulmets zeigen: “Die deutsch-französischen Beziehungen im russisch-georgischen Konflikt – Parallel laufende diplomatische Initiativen”, werden gravierende Defizite im Rahmen der deutsch-französischen Kooperation erkennbar: “Schließlich scheinen die deutsch-französischen Kommunikationsmechanismen für internationale Krisensituationen nicht geeignet zu sein…” (S. 117)

Die Energie- und Umweltpolitik ist Anlass für Severin Fischer eine zunächst stärkere aber nach 2008 abnehmende Kooperation (S. 121) zu konstatieren. Das Thema Atomkraft scheint die Konsensbemühungen weiter zu schwächen. Michel Cruciani und Sabine von Oppeln loten in ihrem Beitrag “Deutsch-französische Gegensätze und europäische Kompromisse” aus: Der hohe Grad der Sicherheitsanforderungen beiderseits des Rheins sei den politischen Eliten bewusst, aber hinsichtlich der Grundausrichtung der Energiepolitik gibt es weiterhin erhebliche Gegensätze, die vor allem auf der Arbeitsebene notwendige und wohl auch aussichtsreiche Kompromiss- und Konsensfindungsfähigkeit nach sich ziehen. (vgl. S. 139) Auch bei diesem Themenblock gibt es eine Fallstudie: Stefan C. Aykut und François Michaux analysieren “Die EU-Verordnung zur Verminderung der CO2-Emissionen von Personenkraftwagen Deutschland und Frankreich zwischen Konfrontation und Kooperation”: Sie konstatieren, dass das institutionelle Gefüge der deutsch-französischen Institutionen wie die Botschaften oder der Deutsch-Französische Umweltrat bei der Lösung dieser Frage keine große Rolle gespielt haben. (vgl. S. 157) Erfolg kam vor allem durch vielfältigen Kontakte auf allen Ebenen, eben die personelle Verflechtung zwischen Berlin und Paris. Lena Bendlin untersucht den “Gipfel von Kopenhagen” (2009). Ihr Untertitel “Eine defensive deutsch-französische Partnerschaft” resümiert ihr Fazit.

Als Fazit dieses Bandes dient der vierte Teil: Integration und Vertiefung. Die “Lösung der Verfassungskreise” ging nur gemeinsam: “Vom französischen “Non” zum Vertrag von Lissabon”. Barabara Kunz und Maxime Lefebvre. Interessant mit welcher Behutsamkeit hier die Autoren das Gewicht und die Kooperationsfähigkeit der beiden Partnern in schwierigen Momenten analysieren und gewichten. Dabei fällt wieder auf, wie wichtig und bestimmend immer noch das persönliche Verhältnis von Präsident und Kanzlerin ist. Marion Gaillard und Nele Wissmann sind sich nicht ganz sicher, ob der “Vertrag von Prüm” (2005) wirklich das “Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich” ist. Die Spannungen und Missverständnisse bei diesem Prozess deuten auf Verstimmungen hin, die aber von den Autoren auch wieder als normale Begleiterscheinungen im prinzipiell erfolgreichen deutsch-französischen Dialog gewertet werden. Schließlich untersuchen Clarie Demesmay, Martin Koopmann und Julien Thorel die “Möglichkeiten und Grenzen einer Werkstatt: Perspektiven der institutionellen deutsch-französischen Zusammenarbeit in der Europapolitik. Ihr Urteil: Ein Befriedigend, aber auch kein Gut. Die beiden Partner verfügen über alle gemeinsamen Voraussetzungen, aber es mangelt in der strategischen gemeinsamen Planung. (vgl. S. 219) Der hohe Grad der gemeinsamen Verflechtung oder “Verzahnung der Institutionen” stößt immer wieder an Grenzen. Der Anpassungsprozess ist nicht immer auf der Höhe der aktuellen Notwendigkeiten. “Beide wissen viel, wollen, sollten viel, sie haben gute Voraussetzungen und müssen sich aber noch viel mehr anstrengen, um ihre gemeinsame Ziele zu erreichen, ” könnte man nach der Lektüre dieses Buches für Berlin und Paris in ihr Zeugnis schreiben.

Heiner Wittmann


Auf dem Frankreich-Blog:                       www.france-blog.info
62 Artikel zum deutsch-französischen Jahr 2012/2013
Angela Merkel und François Hollande gratulieren zum 50. Jahrestag des DFJW / OFAJ
Appell der deutschen und französischen Jugend an die Politik
Appel de la Jeunesse française et allemande aux responsables politiques
Discours du Premier ministre pour les 50 ans de l’Office franco-allemand pour la jeunesse


Le Centenaire 1914-2014 – Ein nützliches Handbuch

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Napoleon III. Macht und Kunst – Bibliographie

Napoleon III. Macht und Kunst, Reihe Dialoghi/dialogues. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs, Hrsg. v. Dirk Hoeges, Band 17,
Verlag Peter Lang, Frankfurt, Berlin, Bern u.a., 2013.
Hardcover. ISBN 978-3-631-64209-2
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Bibliographie: Über Napoléon III Sekundärliteratur Websites
Die folgende Bibliographie enthält nur eine kleine Auswahl aus der Gesamtbibliographie, die seit 1988 zu diesem Thema gesammelt und ausgewertet wurde:

Bibliographie:

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Napoléon III: Discours prononcé par l’Empereur à la séance d’inauguration de l’Exposition universelle (15 mai 1855, in: Prince Napoléon-Joseph-Charles-Paul Bonaparte, Rapport sur l’exposition universelle de 1855 présenté à l’Empereur par S.A.I. le Prince Napoléon, président de la commission, Paris 1856.

Napoléon III: Discours prononcé par l’Empereur à la séance d’inauguration de l’Exposition universelle (15 mai 1855, in: Prince Napoléon-Joseph-Charles-Paul Bonaparte, Rapport sur l’exposition universelle de 1855 présenté à l’Empereur par S.A.I. le Prince Napoléon, président de la commission, Paris 1856.

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Briefe

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Über Napoléon III Sekundärliteratur Websites

Eine neue Biogaphie über Machiavelli?

Reinhardt, Volker
Machiavelli oder Die Kunst der Macht
Eine Biographie

München: C.H.BECK, 2012.
400 S., mit 15 Abbildungen und 1 Karte. Gebunden

Der Buchrücken wirbt mit dem Text: „Volker Reinhardt legt mit diesem Buch die erste Biographie über Machiavelli seit Jahrzehnten vor. […] Das Ergebnis ist ein neues Bild von Machiavelli: hinter dem illusionslosen Zyniker verbirgt sich ein Idalist, der an die perfekte Republik und das gute Leben glaubt. Gerade dieser Machiavelli hat uns bis heute etwas zu sagen.“ Möglicherweise hat die Werbeabteilung des Verlags das Buch ihres Autors nicht richtig gelesen. Reinhardt hat keine „Biographie“ vorgelegt, sondern er resümiert vor allem die Legationsberichte Machiavellis, einige Passagen aus seinem Büchlein über den Fürsten, einige ausgewählte Passagen aus den Discorsi, und er entdeckt nebenbei, dass Machiavelli auch Dichter und Komödienschreiber war. Dazu kommen noch Zitate aus seiner Korrespondenz, die dieses Buch zu einer politischen Geschichte Florenz und Italiens von ca. 1480 bis 1527 machen, in der auch einige Lebensstationen Machiavellis genannt wird.

Im Prolog „Der Provokateur“ wird Machiavelli zum „Missionar im Spöttergewand“ (S. 11) und verkündet „Wahrheiten […] seiner Zeit“. Reinhardt zitiert einige ausgesuchte, – und aus dem Zusammenhang irgendwoher – entnommene Sätze wie „Erfolg ist das Maß aller Dinge,“ oder „Der vollendete Politiker muss nicht nur skrupellos vorgehen, sondern auch betrügen und Verträge brechen können.“ (S. 11-13) Es gibt keine Anmerkungen zu diesen Zitaten, Reinhardt kommentiert sie knapp und bestätigt so auf leichte und eingängige Weise, was alle schon immer über Machiavelli wussten, wofür sein Name steht, wie der Satz „In der Politik erweisen sich die Regeln der verbürgten Macht nicht nur als untauglich, sondern geradezu als kontraproduktiv.“ Reinhardt hält das an dieser Stelle Belege nicht für notwendig. Er bestätigt nur das traditionelle Machiavelli-Bild. Nichts Neues, ganz im Gegensatz zu dem eingangs zitierten Werbetext.

Machiavelli wird am 28. Mai 1498 vom Rat der Achtzig zum Sekretär der Florentinischen Regierung und zum Chef der Zweiten Kanzlei gewählt. Zu Recht darf man sich wie der Autor wundern, wieso ein nahezu Unbekannter im Alter von 29 Jahren diese ehrenvolle Aufgabe erhält, wenn man nicht vorher die Untersuchung der Tagebücher von seinem Vater Bernardo Machiavelli zur Kenntnis genommen hat: Catherine Atkinson, Debts, Dowries, Donkeys. The Diary of Niccolò Machiavellis’s Father, Messer Bernardo, in Quattrocento Florence, Reihe Dialoghi/Dialogues, hg. v. D. Hoeges, Bd. 5., Frankfurt/Peter Lang 2002.

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Der Streit zwischen Sartre und Camus

Sartre and Camus. A Historic Confrontation.
Ed. and translated by David A. Sprintzen and Adrian van den Hoven, Humanity Books, an imprint of Prometheus Books, New York 2003. ISBN 1-59102-157-X

In diesem Band wird der Streit, der 1952 zwischen Camus und Sartre durch die in den Temps modernes erschienene Rezension von Camus’ L’homme révolté (1951) durch Francis Jeanson ausgelöst wurde, dokumentiert und untersucht. Die Rezension beantwortete Camus mit einem Brief an Sartre “Monsieur le Directeur…”, der im Folgeheft der Temps modernes veröffentlicht wurde, und den Sartre seinerseits mit einem Brief an Camus “Mon cher Camus…” beantwortete. Jeanson schrieb einen weiteren Artikel “Pour tout vous dire” und Camus verfaßte eine Verteidigung seines Buches L’homme révolté, die erst 1965 veröffentlicht wurde. Diese Texte sind hier übersetzt worden. Sie werden von Aufsätzen der Autoren dieses Bandes begleitet, in denen die Konfrontation zwischen Sartre und Camus, die zum Bruch ihrer Freundschaft führte, dargestellt wird: “From Friendship to Rivals.” W. L. McBride und J. C. Isaac untersuchen dann den Streit aus der heutigen Perspektive.

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