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Georges Brassens und seine frühen Lieder


Im Verlag Nachlese Radebeul ist ein Band mit den frühen Liedern einschließlich ihrer deutschen Nachdichtungen aus der Feder von Ralf Tauchmann unter dem Titel Der starke Tobak des Monsieur Brassens erschienen.

Kaum war das Buch hier angekommen, habe ich es mir am Schreibtisch bequem gemacht und eine CD von Brassens aufgelegt

Das Vorwort berichtet über Brassens Kindheit in Sète und erinnert an die allgegenwärtige Präsenz der Musik und die von Generation zu Genration vererbten Lieder. Er kommt ins Collège Paul-Valéry in Sète, dort begegnet er seinem Lehrer Alphonse Bonnafé, dem es gelingt dem jungen Georges die Dichtkunst nächerzubringen und einen prägenden Einfluss auf den Schüler auszuüben. Eine erste wenn auch flüchtige Bekanntschaft mit der Polizei endet glimplich und die erwartete zusätzliche Bestrafung durch den Vater kommt nicht: "Willst Du was essen?" fragt sein Vater stattdessen. Es folgt eien erste Reise nach Paris, der Kriegsausbruch, Arbeitsdienst in Basdorf. Im März 1944 gelingt es ihm, in Paris unterzutauchen. Er schreibt Artikel und Lieder und 1952 kommt sein Erfolg: " Letztlich ist es die Kraft seiner anarchistisch angehauchten, tabubrechenden Texte, die ihm 1952 zum Durchbruch verhelfen." (S. 29). Diese Ausgabe enthält Lieder der Jahre 1952 bis 1950 und jetzt erinnere ich mich wieder daran, wie präsent die Dichtung in Brassens' Werk ist. Wie gut er die Gedichte von Baudelaire, Verlaine, Rimbaud und vielen anderen kannte.

Im Anhang seines Buches stehen Anmerkungen zu ausgewählten Liedern. Hier zeigt Tauchmann seine profunde Kenntnisse des Brassenschen Œuvres.

Die Übertragungen vermitteln den Spaß, die Lieder auch auf Französisch zu lesen und man merkt wie nach ihrer Lektüre beim Zuhören das Verstehen des französischen Textes immer leichter fällt. Wie schon mal > woanders gesagt, Französisch ist nicht schwer, und mit wenigen > Grundkenntnissen kann man diese zweisprachige Ausgabe zur Hand nehmen und spielend leicht mehr französische Begriffe und Redewendungen lernen. Und nebenbei erinnert Ralf Tauchmann mit gutem Recht an so manches vergessene Lied von Georges Brassens.

Heiner Wittmann


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