Albert Camus, Bibliographie (Auswahl)

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50 Jahre Nobelpreis für Albert Camus

Albert Camus, Werke (Auswahl) – Carnets I, mai 1935 – février 1942, Paris 1962.
– Carnets II, janvier 1942 – mars 1951, Paris 1964.
– Carnets III, mars 1951 – décembre 1959, Paris 1989.
– Dramen, (übersetzt v. G. G. Meister), Hamburg 1984
– Albert Camus éditorialiste à L’Express. Mai 1955 – février 1956,
hg. von P.-F. Smets [Cahiers Albert Camus 6], Paris 1987.
– Essais, hg. von R. Quilliot, L. Faucon, Paris 1965.
– Journaux de voyages, hg. von R. Quilliot, Paris 1978.
– La mort heureuse, hg. von J. Sarocchi [Cahiers Albert Camus 1],
Paris 1971.
– Le premier homme [Cahiers Albert Camus 7], Paris 1994.
– Lettre au directeur des Temps Modernes [30 juin 1952], in: Les Temps
modernes, Août 1952, S. 317-334.
– Théâtre, romans, nouvelles hg. von R. Quilliot, Paris 1962.

Rezension
Albert Camus. Réflexions sur le terrorisme
Textes choisis et introduits par Jacqueline Levi-Valensi,
commentés par Antoine Garapon et Denis Salas, Paris 2002.
Colloque internationale de Poitiers sur Camus, les 29, 30 et 31 mai 2003.
Rupert Neudeck Gesellschaften und Vereinigungen  La Société des Études Camusiennes auf der Website von G. Bénicourt
Camus Studies Association
Die Website der Société des Etudes Camusiennes in den USA.Websites zu Albert Camus und seinen Werken Le Web Camus Website von Georges Bénicourt: Links ***
Camus als Journalist
Albert Camus – Schriftsteller, Philosoph, Dramatiker, Journalist – Website von Rodion Ebbighausen

Péter Nádas: „Der Fremde“ von Albert Camus Mein Jahrhundertbuch (9)
L’actualité universitaire sur Camus
Resources for Albert Camus Linkliste
LTHS & RBHS Engaged Learning Projects, Illinois. USA
Albert Camus Critical Interpretation Homepage, Paul M. Willenberg
The Notebook on Albert Camus
Department of Philosophy, Baylor University, Waco: Linkliste
Nobelpreis 1957
La vie d’Albert Camus Maël Monnier

Seiten über Camus‘ Werke

Rezension
Albert Camus. Réflexions sur le terrorisme
Textes choisis et introduits par Jacqueline Levi-Valensi,
commentés par Antoine Garapon et Denis Salas, Paris 2002.
Albert Camus : L’Étranger Maël Monnier
Die Philosophie-Seiten: A. Camus Dieter Köhler
Camus.online.fr: über Le Mythe de Sisyphe, L’homme révolté, La peste und
Le premier homme
Le premier homme: Catherine Camus, in: http://www.spikemagazine.com
Albert Camus, Der Fremde, Aus dem Französischen von Uli Aumüller / Reinbek,
Rowohlt, 1994. Rzension von R. Markner. in: Der Rabe (Zürich) Nr. 45, 1996, S. 218
Internet-Seiten über Albert Camus und seine Werke Le Web Camus Website von Georges Bénicourt: Links ***
Camus als Journalist
Albert Camus – Schriftsteller, Philosoph, Dramatiker, Journalist – Website von Rodion Ebbighausen

L’actualité universitaire sur Camus
Resources for Albert Camus Linkliste
LTHS & RBHS Engaged Learning Projects, Illinois. USA
Albert Camus Critical Interpretation Homepage, Paul M. Willenberg
The Notebook on Albert Camus
Department of Philosophy, Baylor University, Waco: Linkliste
Nobelpreis 1957
La vie d’Albert Camus Maël Monnier
Seiten über Camus‘ Werke

Rezension
Albert Camus. Réflexions sur le terrorisme
Textes choisis et introduits par Jacqueline Levi-Valensi,
commentés par Antoine Garapon et Denis Salas, Paris 2002.

Forum Albert Camus Philippe Beauchemin
L’Etranger d’Albert Camus
Auf der Website http://www.francealacarte.org.uk/, le réseau culturel français au
Royaume-Uni.
Die Philosophie-Seiten: A. Camus Dieter Köhler
Camus.online.fr: über Le Mythe de Sisyphe, L’homme révolté, La peste und
Le premier homme
Le premier homme: Catherine Camus, in: http://www.spikemagazine.com
Albert Camus, Der Fremde, Aus dem Französischen von Uli Aumüller / Reinbek,
Rowohlt, 1994. Rezension von R. Markner. in: Der Rabe (Zürich) Nr. 45, 1996, S. 218

Véronique Taquin, Vous pouvez mentir

Véronique Taquin, Vous pouvez mentir
Editions du Rouergue, Paris 1998, ISBN: 2-84156-128-3

Eines Tages erhält Niels einen anonymen Brief, in dem ihm „A“ die Geschichte einer Beziehung mit „B“, die ihn wohl offenkundig verlassen hat, anbietet. Allerdings solle Niels nur Materialien erhalten und die Geschichte selber schreiben. Niels zögert, willigt dann aber während seiner Sendung „Pseudo“ mit dem einzigen, kurzen Satz „Ich bin ein öffentlicher Schriftsteller“ ein.
Am nächsten Tag erhält er einen weiteren Brief von A und beginnt mit der Niederschrift der Geschichte, die er als Feuilleton in seiner Sendung vorliest. Die einzelnen Episoden, die er aufgrund der Angaben in den folgenden Briefen erfindet, beginnen Niels eigenes Leben zu verändern. Je mehr Hinweise, er in den Briefen von A erhält, umso mehr beginnen Realität und Traum ineinander überzugehen. Ein Roman, in dem der oft bemühte Begriff der Identifikation ein neues Gewicht bekommt. Es geht in der Geschichte oder in den aufeinander folgenden Szenen des Romans um Erwartungen, Lügen aber auch um den Satz, den A in seinem Brief schrieb, „Auf diese Weise ist jeder perfekt frei,“ und der eine Grundlage für sein Geschäftsverhältnis mit Niels sein sollte. Ist aber wirklich jeder frei oder nicht doch in ein Geflecht von Verhältnissen eingebunden, aus denen er sich auch durch Lügen nicht befreien kann? In diesem Sinne erforscht die Autorin die Bedeutung der Identifikation und der Leser kann selbst prüfen, ob ihm Niels eher sympathisch ist und ob der Verlauf der Geschichte dieses Urteil beeinflusst. Eine Biographie, die nicht wahr ist, kann schnell zu einem Kriminalroman werden. Und in welchen Momenten droht eine Biographie zu kippen?
Der Autorin ist es gelungen, ein spannendes Buch zu schreiben, in dem die Erzählung und die direkte Rede immer wieder wirkungsvoll ineinander übergehen und die Hauptperson Niels sich zunächst vom Lauf der Ereignisse fortreißen läßt, dann aber doch versucht, den Dingen auf den Grund zu gehen. Langsam dämmert es ihm, daß die Fiktion wieder in die Realität übergeht, als er sich für den Lebenslauf seiner Freundin Anna eingehender interessiert und ihn genauer erkunden läßt.

H.W.

„Quand Google défie l’Europe“

Plaidoyer pour un sursaut“ lautet der Untertitel des Buches „Quand Google défie l’Europe„, mit dem der Direktor der Bibliothèque Nationale, Jean-Noël Jeanneney, in Paris vor den Folgen von Google Print für die europäische Kultur warnt. Am 14. Dezember 2004 wurde bekannt, daß Google Auszüge aus mehreren amerikanischen Bibliotheken rund 15 Millionen Bücher zum Durchsuchen online zur Verfügung stellen will.

Auf unserere Website: Urheberrecht

Links, die J.-N. Jeanneney in seinem Buch nennt.

Jean Noël Jeanneney, Quand Google défie l’Europe. Plaidoyer pour un sursaut, Editions Mille et une nuits, Paris 2005. Dt. Fassung: Jean-Noël Jeanneney, Googles Herausforderung. Für eine europäische Bibliothek, Aus dem Französischen von Nathalie Mälzer-Semlinger und Sonja Fink. Wagenbach Verlag, Berlin 2006. ISBN 3-8031-2534-0

Wir rezensieren die frz. Ausgabe:

Am 14. Dezember 2004 kündigten die Betreiber der Suchmaschine Google aus Mountain View in Kalifornien ihre Absicht an, innerhalb von zehn Jahren rund 15 Millionen Bücher zu digitalisieren und mittels ihrer Suchmaschine zum Durchsuchen zur Verfügung zu stellen. Mittlerweile ist Google Print print.google.com weltweit erreichbar. Das Projekt stößt auf das Wohlgefallen der Surfer, die das kostenlose Prinzip im Internet gestärkt sehen. Der Direktor der französischen Nationalbibliothek, Jean Noël Jeanneney, ist keineswegs amüsiert, sondern alarmiert. In LE MONDE nannte er am 22. Januar 2005 das Vorhaben von Google eine Herausforderung für Europa.

Mittlerweile ist Jeanneney vom Staatspräsidenten, Jacques Chirac, empfangen wurde, der ihn mit der Erarbeitung einer Strategie beauftragte. Die Streitschrift, die Jeanneney vorgelegt enthält eine deutliche Warnung vor der digitalen Macht von Google, mit der sich die europäischen Staaten beschäftigen müssen. Jeanneney gibt zwar eine gewisse Bewunderung gegenüber den Begründern von Google zu, will aber der Passivität, mit der vor allem in Europa ihrer Herausforderung begegnet wird, nicht hinnehmen. Die Aufgaben der Bibliothekare und Buchhändler werden mit der zunehmenden Digitalisierung in dem Maße nur noch größer, wie die technische Entwicklung den Unterschied von bloßer Information und überprüften Wissen ständig weiter vergrößert. Jeanneney stellt prinzipielle Fragen. Kann dieses System des Suchens, so wie Google Print es präsentiert, den Ansprüchen, die die Kultur fordert, überhaupt gerecht werden?

Das Übergewicht der USA und der anglophonen Welt werden die französische und auch die europäische Geschichte und Literatur zurückdrängen. Jeanneney nimmt zwar zur Kenntnis, daß Google-Print auch nicht anglophone Werke aufnehmen will, aber die Suche nach dem Stichwort French Revolution führt natürlich schon, ohne daß man einseitige Interessen unterstellen muß, per se nur zu anglophonen Werken. Jeanneney ist fest überzeugt, daß angesichts der sich abzeichnenden technischen Herausforderungen der Staat gefordert sein wird, seine Verantwortung zu übernehmen.

Jeanneney widmet der Verifikation der Inhalte, die bei Google naturgemäß keine Rolle spielen kann, seine besondere Aufmerksamkeit. Bibliographien sind ein Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit, und hier zielt Jeanneney auf die Methode, wie Google-Print seine Ergebnislisten präsentiert. Über kurz oder lang könnte Google-Print die Inhalte und damit die Qualität vieler Bibliographien mitbestimmen, da deren Umfang den Suchenden zumindest im anglophonen Bereich eine Vollständigkeit suggeriert, die man augenscheinlich nur mit Mühe vervollständigen kann. Noch bedenklicher wird es, wenn (nicht nur) Studenten sich in ihren Arbeiten auf das Durchsuchen von Google-Print mittels einschlägiger Stichworte beschränken, um eben noch ihre Seminararbeit mit einigen mehr oder weniger treffenden Zitate abzurunden.

Man muß jetzt und nicht morgen in die Digitalisierung der Kultur investieren, so lautet Jeanneneys Forderung. Und er beschreibt zwei Schwachpunkte von Google. Zum einen ist es die Ausschließlichkeit, mit der Google, ein Produkt, nämlich Suchergebnisse vermarktet, das dem Unternehmen als Einseitigkeit und möglicherweise auch eine Schwäche ausgelegt werden kann, und zum anderen ist die Gesetzgebung gegen die Monopole in den USA, aus der Google Probleme entstehen könnten.

Jeanneneys Aufruf zeigte schnell Wirkung. In einer Botschaft haben sich Frankreich, Polen, Italien, Spanien, Ungarn und Deutschland am 28. April 2005 an den Präsidenten den europäischen Rates Jean-Claude Juncker und an den Präsidenten der Europäischen Kommission, José Manuel Durao Barroso, gewandt. 19 National- und Universitäts-Bibliotheken in Europa haben den Appell der französischen Nationalbibliothek unterzeichnet, um eine drohende geistige und kulturelle Vorherrschaft der USA zu verhindern.

In seiner Antwortenliste auf häufig gestellte Fragen wendet sich Google auch an Verlage und schlägt ihnen die Teilnahme am Google-Print Programm vor. Verlage können ihre Bücher einsenden. Die Bücher werden dann kostenlos eingescannt und in die Suchmaschine eingegliedert. Die damit verbundenen Urheberrechtsprobleme scheinen von Jeanneney nicht oder kaum bedacht worden zu sein. Der von ihm mit angestoßenen Aktivitäten der Regierungen und Bibliotheken kann eigentlich nicht im Interesse der Verlage sein, von denen nicht jeder ohne weiteres bereit sein dürfte, die Inhalte seiner Bücher auch nur auszugsweise in der von Google konzipierten Weise offenzulegen.

In einer Stellungnahme der Bundesregierung vom 3. Mai 2005 heißt es: „Ein digitalisiertes Kulturerbe in europäischen und internationalen Zusammenhängen wird dazu beitragen, die kulturelle Vielfalt, Forschung und Wissenschaft Europas auch bei Internetsuchen sichtbar zu machen“ und verweist auf die europäischen Initiative „The European Library“, die dazubeitragen soll, den Zugang zu den digitalisierten Werke der Mitgliedsländer zu verbessern. Tatsächlich existiert dieses Projekt ( TEL – The European Library) schon, und es kommt jetzt auf den Kooperationswillen der beteiligten Staaten an, dieses Projekt weiterauszubauen.

Europa wird nicht allein durch elektronischen Datenbanken gegenüber den USA konkurrenzfähig. Die europäischen Staaten müßten den Kulturaustausch und die Stärkung er europäischen Forschung mit dem gleichen Elan wie bei der Erstellung von computergestützen Rechercheinstrumenten zur Chefsache machen, denn dieser europäischen Vielfalt kann Google nichts entgegensetzen, wird sie aber zur Kenntnis nehmen müssen.

Ein Beispiel: Sucht man in Google-Print nach Kohl und Mitterand“ wird an erster Stelle der Band Unequal Partners: French-German Relations, 1989-2000 von Julius Weis Friend (Westport 2001) angezeigt und die Hinweise („More results from this book“) auf 33 Belege in diesem Buch, die beide Namen enthalten. (Suchergebnis vom 25. Juni 2005)

Die Suche nach Deutschland“ wird mit dem Hinweis auf den von Michael G Huelshoff, Simon Reich, Andrei S Markovits herausgegebenen Band From Bundesrepublik to Deutschland: German Politics After Unification (University of Michigan Press 1993) beantwortet, und an dritter Stelle steht das Buch von Norbert Bachleitner Der englische und französische Sozialroman des 19: Jahrhunderts und seine Rezeption in Deutschland (Amsterdam 1993). (Suchergebnis vom 25. Juni 2005)

Heiner Wittmann


Ein Aufsatz zu diesem Thema wird in DOKUMENTE, Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog im August 2005 erscheinen.

Links, die J.-N. Jeanneney in seinem Buch nennt, und zu diesem Thema mit einigen Ergänzungen


Rezensionen zum Buch von J.-N. Jeanneney
Bloogle
Die Google-Bedrohung  Rundfunk Berlin-Brandenburg
Demokratisierung des Weltwissens oder Diktatur eines angloamerikanischen Kanons?
Vortrag von Jean-Noël Jeanneney am 7. März 2006 in der Französischen Botschaft in Berlin


Beiträge zum Thema Urheberrecht auf dem Blog von Klett-Cotta:
Der Google-Welt-Buchladen und das Urheberrecht – 31. Juli 2009
Leser, Autoren, Verleger und Herausgeber – 22. Juli 2009
Das Urheberrecht ist im öffentlichen Raum – 22. Juli 2009
Johann Friedrich Cotta und die Rechte der Autoren – 3. Mai 2009
Digital und kostenlos? Open Access – 2. Mai 2009
26. April 2009: Tag des geistigen Eigentums – 27. April 2009
Urheberrecht: Digital heißt nicht rechtlos – 26. April 2009

Camus und die Künstler

H. R. Schlette, Der Künstler und seine Zeit, in: Orientierung, Nr. 21, Zürich, November 2003 (227-231).

In dieser Zeitschrift, die vierzehntäglich in Zürich erscheint, berichtet Heinz Robert Schlette unter dem Titel Der Künstler und seine Zeit über Camus‘ Vorträge in Schweden, die dieser anläßlich der Verleihung des Nobelpreises 1957 gehalten hat. In seinem Aufsatz möchte Schlette die von Camus in seinen Vorträgen erwähnte Verbundenheit des Künstlers mit seiner Zeit untersuchen.

Mit „L’artiste et son temps“ hatte Camus seine Nobelpreisrede überschrieben. Eine „theoretische Reflexion über die Kunst im allgemeinen, und keine „philosophisch abgerundete Ästhetik“ ist der Gegenstand dieser Rede. Die vier Tage zuvor in Upsala gehaltene Rede dient Schlette mit Recht als Hintergrund und als Hilfe zum verständnis der Festrede. So wird die in Upsala erwähnte „Galeere seiner Zeit“ deutlich, wenn, man den längeren Auszug nachliest, den Schlette aus der Festrede zitiert. Es geht um Camus‘ Altersgnossen, die erst zwanzig waren, als das Hitler-Regime entstand, die die Greueltaten des Zweiten Weltkriegs miterlebten, sich den Konzentrationslager und schließlich der Zerstörung und den Bedrohungen durch die Atomwaffen gegenübersahen. Diese Erlebnisse waren für Camus eine Verpflichtung das Schreiben dem Nihilismus entgegenzusetzen. Mit diesen Ausführungen hatte Camus das Verhältnis der Künstler zur Geschichte auf den Punkt gebracht und ein Engagement formuliert, denen sie und die Intellektuellen nicht entkommen konnten.

Camus definiert nicht die Kunst an sich; er nennt sie und bringt sie in eine Verbindung mit der „création“, die die Art und Weise, um welche Art von Kunst es sich handelt, eher im unklaren beläßt. Schlette hat durchaus Recht, wenn er dies erwähnt. Seine folgende Beobachtung, die sich auf den Satz „Embarqué me paraît ici plus juste qu’engagé,“ bezieht, muß sicherlich zur Präzisierung der Auffassung Camus‘ , die er in eine Parallele mit einem „service militaire obligatoire“ setzt, also einer Aufgabe, der der Küsntler nicht entkommen kann,so genannt werden. Aber bedenklich ist es, den Sartreschen Begriff des Engagements, so wie dieser ihn in Qu’est-ce que la littérature? (1947) entwickelt hat, in einen Gegensatz zu Camus‘ embarqué zu stellen. Der Schriftsteller ist engagiert, wenn er zu schreiben beginnt, er hat dafür seine Verantwortung zu tragen. Es geht eben nicht um ein linkes Engagement, das Sartre in seinem Manifest zur Literatur und auch später in dem Rede vor der UNESCO La responsabilité de l’écrivain wiederaufgreift.

Schlettes Hinweis auf Pascal und dem im Fragement 233 (éd. L. Brunschwicg) genannten embarqué ist durchaus einleuchtend, zumal der Künstler der von ihm gewählten Situation nicht entrinnen kann, sondern sie gehört zur Identität des Künstlers, wie Schlette schreibt, der hier auch das Engagement im Sartreschen Sinne nennt, und damit dieses als ein linkes Engagement relativiert.

Camus lehnt Kunst als Leichtfertigkeit und als Propaganda ab. Für Camus soll die Kunst in erster Linie verstehen und nicht Künftiges beschreiben. Geschickt zeigt Schlette die Verbindungslinien zu L’homme révolté (1951), in dem Camus bereits seine Ideologiekritik mit den Aufgaben des Künstlers begründet hatte. In diesem Sinne kommt vor allem der Freiheit und der Ungebundenheit des Künstlers eine entscheidende Bedeutung zu. Camus erwähnt auch die Schönheit, die nicht in den Dienst einer Sache gestellt wreden darf.

Schlette kommt zu dem Urteil, daß beide Reden auch heute noch ihre Aktualität besitzen, da Camus Überlegungen zur Kunst auf das „embarqué“-Sein des Künstlers“ hinweist, dasr auch heute der Annomyität der Menschen, ihrer Einbindung in Systeme und Gesetzmäßigkeiten entgegengesetzt werden kann.

Heiner Wittmann

Albert Camus, Réflexions sur le terrorisme

Albert Camus
Réflexions sur le terrorisme
Textes choisis et introduits par Jacqueline Lévi-Valensi,
commentés par Antoine Garapon et Denis Salas, Paris 2002.

Die bibliographische Angabe für den Titel des hier zu besprechenden Bandes ist nicht einfach zu formulieren. Die Zusammenstellung der Textauszüge stammt nicht vom Autor selbst, sondern sie ist erst unter dem Eindruck der Ereignisse vom 11. September 2001 von Jacqueline Lévi-Valensi, die emeritierte Professorin der Unversité de Picardie Jules Verne und Vorsitzende der Société des Etudes Camusiennes ist, vorgenommen worden.

Die Begründung für die Auswahl der Texte liegt auf der Hand. In der Tat hat sich Camus immer wieder zum Thema Gewalt, in theoretischer Form in L’homme révolté und mit tagesaktuellen Bezügen zu vielerlei Vorgängen in Algerien geäußert. Die Auszüge stammen aus den Lettres à un ami allemand, aus La Peste, aus L’homme révolté, aus den Theaterstücken L’état de siège, Les Justes und aus zahlreichen anderen Artikeln, in denen Camus unmittelbar zu Fragen der Gewalt Stellung nahm. Auch sein Aufruf zum Frieden in Algerien vom Januar 1956 wurde auszugsweise in diesen Band aufgenommen. Lévi-Valensi ist sich über die religiös-fanatische Dimension der jüngsten Anschläge bewußt, die Camus so in dieser Form nicht gekannt hatte.

Der Leser gewinnt mit diesem Band einen unmittelbaren Eindruck von Camus‘ Engagement für die Freiheit und für seine eigenen Überzeugungen, die er immer wieder mit Nachdruck verteidigt hat. Der Wunsch der Herausgeberin, diese Auswahl möge die Leser dazu anregen, die vollständigen Kapitel in L’homme révolté nachzulesen, kann nur mit Nachdruck unterstützt werden.

Die Einleitung von Lévi-Valensi „Albert Camus et la question du terrorisme“ ist nun allerdings ein erneuter Nachweis dafür, daß die ästhetische Dimension seines Werkes auch heute noch nicht immer erkannt wird. Zwar erwähnt Lévi-Valensi zu Beginn ihrer Einleitung, daß Camus sich als Künstler betrachtete, aber auf jeden anderen Hinweis hinsichtlich der Kunst z.B. in L’homme révolté verzichtet die Herausgeberin. Die Revolte ist nur der erste Teil der Argumentation, mit der Camus seine Haltung gegenüber dem Absurden begründet. Die ästhetische Dimension von L’homme révolté macht den Künstler und die Kunst selbst zum eigentlichen Träger der Revolte im Sinne Camus‘. Außerdem definiert er die Revolte nicht als einen einzelnen Akt, sondern als eine Haltung und diese wird am besten durch den Künstler verkörpert: „L’artiste devient alors modèle, il se propose en exemple: l’art est sa morale.“ (Camus, L’homme révolté, in: Essais, S. 463) – Es gibt Zweifel, ob die Revolte, so wie Camus sie versteht, für den vorliegenden Band den geeigneten Hintergrund bilden kann.

Camus Freiheitsbegriff und die Aufgaben, die er dem Künstler und dem Schriftsteller zuweist, stehen in engem Zusammenhang mit der Autonomie der Kunst, die er den Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts und damit auch jeder Form des Terrors entgegenstellt. Aber erst mit den Schlussfolgerungen in bezug auf die Kunst gewinnt L’homme révolté seine enorme Aktualität. Wird die ästhetische Dimension unterschlagen, bleibt der Herausgeberin nur ein eher essayistisches Nachdenken über die unterschiedlichen Formen der Revolte. Selbst ihre historische Dimension, ihr Gegensatz zur Revolution und die Kritik am Marxismus kommen in der Einleitung von Lévi-Valensi nicht vor oder zu kurz, die einer zugegebenermaßen interessanten Idee folgt und auf eine Begründung einer Textauswahl zielt, die dem Anliegen Camus insofern nicht gerecht wird, als die Konzentration auf den Terrorismus nur einen und nicht den entscheidenen Aspekt seines Werkes wiedergibt.

Ohne den Stellenwert der Kunst kann die Bedeutung des letzten Kapitels in L’homme révolté „La pensée du midi“ kaum erfaßt werden. Die Auszüge, die Lévi-Valensi für ihren Band aus diese Kapitel gewählt hat, vertiefen einige Gedanken, die Camus in seinem Band bereits vorher in seine Überlegungen miteinbezogen hat. Es geht in dem Auszug u.a. um das Maß und die Grenze bestimmter Handlungen. Im Originalkapitel versucht Camus die Verbindung zwischen der künstlerischen Schöpfung und der Revolte noch einmal mit anderen Worten zusammenzufassen. Es darf bezweifelt werden, ob ihm das gelungen ist, denn in diesem Kapitel verlieren seine Argumente die für ihn sonst so übliche Stärke, vgl. Camus, L’homme révolté, in: Essais, S. 203.

Zu erwähnen ist noch Lévi-Valensis Bemerkung über die Geschichte und den Gegensatz zwischen Camus und Sartre. In seiner Nobelpreisrede hatte Camus 1957 betont, daß der Schriftsteller nicht in den Diensten derjenigen stehen dürfe, die die Geschichte machen, sondern daß er denen zu Diensten sein soll, die die Geschichte erleiden. Die Herausgeberin folgert daraus, Camus habe die Geschichte nicht vergöttert: „Contrairement à Sartre, il n’a jamais cherché ‚comment se faire homme dans, par et pour l’histoire‘.“ (S. 10) Das Zitat ist nicht korrekt wiedergegeben: Im Original handelt es sich um eine Frage: „Comment peut-on se faire homme dans, par et pour l’histoire?“ (Sartre, Qu’est-ce que la littérature? Paris 1948, S. 269, Hervorhebung, W.) Der Unterschied ist nicht sehr bedeutend, aber auch Nuancen können einen falschen Eindruck erzeugen. Wenn man im Original weiterliest, so fragt Sartre auch „Quelle est la relation de la morale à la politique?“ (ib.) – Diese Frage hätte als Zitat viel besser gepasst, um die Ähnlichkeit der Anliegen beider hervorzuheben. – Im Nachwort dieses Bandes „Le poison du terrorisme“ wirft Denis Salas Sartre vor, im Vorwort zu Frantz Fanons Les Damnés de la terre zum Mord im Namen der Freiheit aufgerufen zu haben, und zitiert den inkriminierten Satz: „En le premier temps de la révolte, il faut tuer: abattre un Européen c’est faire d’une pierre deux coups, supprimer en même temps un oppresseur et un oppressé: restent un homme mort et un homme libre […]“ (S. 214, vgl. Sartre, Préface, in: F. Fanon, Les damnés de la terre, Paris 1991, S. 52) Im Original beginnt dieser Satz mit einer Konjunktion „Car, en le premier temps de la révolte…“ Und Sartre schreibt nicht „oppressé“ sondern „opprimé“. „Car…“ verweist auf einen Kausalzusammenhang, der diesen Satz mit dem Vorhergesagten in eine enge Beziehung setzt. Es geht um die Gewalt im Zusammenhang mit der Kolonialpolitik. Sartres Text beschreibt die Perspektiven, die sich ergeben, wenn die Gewalt außer Kontrolle gerät und die Bauern zu den Waffen greifen, alle Verbote werden dann beiseite gefegt, die Waffe wird zu einem Instrument ihrer Humanität. Das ist kein Aufruf zur Gewalt sondern kann auch als Warnung vor kommenden Ereignissen verstanden werden, denn zu Beginn der Revolte wird getötet… Auch hier ist die Nuance, der Fehler im Zitat gering, aber die Aussage Sartres wird dennoch verfälscht, um Camus gegenüber Sartre in ein positives Licht zu stellen. Bei beiden Zitaten geht es Lévi-Valensi und Salas darum, den Gegensatz zwischen Sartre und Camus aufrechtzuerhalten.

Ein oder zwei gut ausgewählte Passagen aus L’homme revolté, die die Bedeutung der Kunst belegen, hätten diesen Band sinnvoll ergänzt. So aber bleibt die Auswahl ein Torso und dieser ist für die Camus-Rezeption leider immer noch bezeichnend.

Heiner Wittmann

Pro- und Hauptseminar Literatur, Politik und Geschichte im Zeitalter der Französischen Revolution

WS 2002/03: Institut für Romanische Literaturen, Universität Stuttgart


Dieses Seminar entwickelte auf der Grundlage der Analyse von Texten aller Gattungen, die die Cahier des doléances, die Déclaration des droits de l’homme et du citoyen, politische Reden und literarische Werke einschließen, ein Panorama der politischen Ideen und Gruppierungen der Französischen Revolution.

Welche Perspektiven hatten Schriftsteller und Intellektuelle 1789? Wofür haben sie sich eingesetzt? Welche Umstände führten zu ihren Erfolgen oder Misserfolgen? Die Geschichte der Literatur von 1789 bis 1804 wie die der politischen Rhetorik und der gegenrevolutionären Konzepte dieser Jahre vermittelt ein Verständnis für die Umwälzungen dieser Epoche, die die Entwicklung der Neuzeit so fundamental geprägt hat.


„Comment des hommes de lettres qui ne possédaient ni rangs, ni honneurs, ni richesses, ni responsabilité, ni povoir, devinrent-ils, en fait, les principaux hommes politiques du temps, et même les seuls, puisque, tandis que d’autres exerçaient le gouvernement, eux seuls tenaient l’autorité? Je voudrais l’indiquer en peu de mots, et faire voir quelle influence extraordinaire et terrible ces faits, qui ne semblent appartenir qu’à l’histoire de notre littérature, ont eue sur la Révolution et jusqu’à nos jours.“
Alexis de Tocqueville, L’Ancien Régime et le Révolution, t. I, Paris 1952, S. 194.

Vorbereitende Lektüre:
Cerstin Bauer-Funke, Die französische Aufklärung. Literatur, Gesellschaft und Kultur des 18. Jahrhunderts, Stuttgart 1998, Kapitel 3 und 4.

Déclaration des droits de l’homme et du citoyen (26 août 1789)

Zeitschriften Literaturwissenschaft
1789: Bibliographie Elektronische Bücher
Bibliotheken Philosophie


Primärliteratur:

Sieyès, Emmanuel, Qu’est-ce que le Tiers-État?, Paris 1982.

Sekundärliteratur: (Auswahl)

Morange, Jean, Déclaration des droits de l’homme et du citoyen (26 août 1789), Paris1988. (Que sais-je, 2408).

Schieder, Theodor, (Hg.); Handbuch der europäischen Geschichte. Bd 5: 1789-1870, Stuttgart 1981.

Furet, Francois, Richet, Denis, Die Französische Revolution, Frankfurt/M. 1995.

Die Französische Revolution, hrsg. v. R. Reichardt, Würzburg 1988.

Furet, Francois, Ozouf, Mona, Kritisches Wörterbuch der Französischen Revolution, Franfurt/M. 1996.

Wichtige Internet-Seiten:

www.frankreich.historicum.net

Bibliographie zur Französischen Revolution

Historicum net, Gudrun Gersmannn u.a.

Die Französische Revolution Themenportal

Die Französische Revolution

G. Gersmann, Folien der Vorlesung -Wintersemester  2000/2001 an der Ludwig-Maximilians-Universität München

http://www.geschichte-frankreichs.de/

W. Schmale, Geschichte Frankreichs, Stuttgart: Ulmer 2000 (UTB 2145).
bsd. 6. Kapitel: Die Französische Revolution: Kulturelle Ursprünge und Kulturelle Revolution

Die französischen Verfassungen seit 1789

Virtual Library Geschichte Universität Erlangen

Vorbereitende Lektüre:
Cerstin Bauer-Funke, Die französische Aufklärung. Literatur, Gesellschaft und Kultur des 18. Jahrhunderts, Stuttgart 1998, Kapitel 3 und 4.

Déclaration des droits de l’homme et du citoyen (26 août 1789), in:
Godechot, J., Les constitutions de la France depuis 1789, Paris 1970, S. 32-35.

Die französischen Verfassungen seit 1789

Didier, B., Ecrire la Révolution. 1789-1799, Paris 1989.
—, La littérature de la Révolution francaise, Paris 1988.

Krauß, H. (Hrsg.), Literatur der franzöisischen Revolution. Eine Einführung, Stuttgart 1988.

Primärliteratur:
Sieyès, E., Qu’est-ce que le Tiers état? hg. v. R. Zapperi, Genf 1970.
—,. Qu’est-ce que le Tiers-État?, Paris 1982.

Chénier, André, Oeuvres complètes, hg. v. G. Walter, Paris, 1958.

Chénier, M.-J., Théâtre, Charles IX, Henri VIII, Fénelon, Timoléon, (hg. v. G. Ambrus, F. Jacob), Paris 2002.

Condorcet, Esquisse d’un tableau historique des progrès de l’esprit humain, hg. v. F. Hincker, Paris 1971.

Godechot, J., Les constitutions de la France depuis 1789, Paris 1970.

Stael, Madame de, Choix de lettres. 1778-1817, hg. V. G. Solovieff, Paris 1970.

Sénac de Meilhan, Des Principes et des causes de la Révolution en France, Paris 1987.

Die Französische Revolution Themenportal: www.frankreich.historicum.net
G. Gersmann, Folien der Vorlesung „Die Französische Revolution
Wintersemester  2000/2001 an der Ludwig-Maximilians-Universität München

www.historicum.net/themen/franzrev/biographien/index.htm

Necker: http://cepa.newschool.edu/het/profiles/necker.htm

Institut d’Histoire de la Révolution française

Annales historiques de al Révolution française

Organe de la société des études robespierristes depuis 1908

Necker, Jacques, De l’administration des finances de la France, t. III, Paris 1784.

Robespierre, M., Oeuvres en 10 volumes (réimpression en fac-similé) avec le con-cours du Conseil général du département du Pas-de-Calais, du Conseil régional de la région Nord-Pas-de-Calais et de la Société des Amis de Robespierre d’Arras, Phénix Editions 2000. Publication de la Société des études robespierristes.

Chansons: Chansons historiques

Zeitschriften:
Linguet zeitweise zusammen mit Brissot, Annales politiques, civiles et littéraires, 1777-1782 (Schulin, 180)
Brissot, Patriote français, 1789
Marat, Ami du Peuple
Desmoulins, Le Vieux Cordelier
Hébert,
Père Duchesne

Bibliothèque Nationale, Paris GALLICA 19. Jahrhundert:
Discours prononcé par M. Malouet, chargé par la ville de Riom de porter ses cahiers à l’assemblée du tiers-état de la sénéchaussée d’Auvergne : instructions pour les députés du tiers-état, aux états généraux, proposées par les députés de la ville de Riom, o.O., 1789.

Très-humbles et très-respectueuses supplications et doléances présentées au Roi & aux Etats-Généraux par les élections réunies de Bordeaux, Agen, Condom, Dax, Sarlat, Saintes, Limoges, Tulle…, Reprod. de l’éd. de Bordeaux : de l’impr. de P. Beaume, 1789
Publication Num. BNF de l’éd. de [S.l.] : Micro Graphix, cop. 1992.
Description 28 p.
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Motion faite par un citoyen dans l’assemblée du district de Saint-Germain-des-Prés, le 21 avril 1789 : suppression de tous privilèges pour les élections
Publication Num. BNF de l’éd. de [S.l.] : Micro Graphix, cop. 1993.
Reprod. de l’éd. de [S.l.] : [s.n.], [179-?], Description 15 p.
Collection [Les] archives de la Révolution française = [The] French Revolution research collection ; 6.2.633, Sujet(s) France — 1789-1799 (Révolution )
Domaine Histoire de France, Cote Identifiant N040190

Le calendrier révolutionnaire, Philippe Chapelin

Le calendrier révolutionnaire, Michel Lopez
La Correspondance de Napoléon Ier


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